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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-10-08 · Heft 41 (8.10.1842) · p. Seite 616

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 41 (8.10.1842)
Date
1842-10-08
Page
Seite 616 (sequence 16)
Language
German
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616 aber nicht erwiesene Ermordung eines Armeniers durch einen Juden, welchen die Türken wegen mangelnden Beweises sreiließen. Der Patriarch untersagte hierauf den Armeniern allen Handel mit den Juden und der Oberrabbiner, als Repressalie, den Letzteren allen Handel mit den Ersteren. Am meisten sind bei diesem, von dem gemeinen Volk gegenseitig schon aufgenommenen Streit die Armenier gestraft. Da in einigen, von den Juden bewohnten Stadtvierteln alle Bäcker Armenier sind, so konnten die armen Juden kein Brod bekommen und mußten daher die Pforte um die Erlaubniß bitten, Bäcker unter ihren Glaubensgenossen zu bestellen. Da dieß geschah, so verlieren die Armenier hierdurch sehr viel. — Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1-} Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Bei CH. E. Kollmann in Leipzig ist so eben fertig geworden: Erster Unterricht im Französischen, oder praktische Anleitung zn Erlernung der Grundregeln der französischen Sprache. Mit einem Anhänge von Wörtern und leichten Gesprächen von I. Louis. Sprachlehrer an der Franzschnlc zu Dessau. Dritte durchaus verm. u. verb. Auflage h Thlr. Eingeführt in den israelit. Schulen zu Frankfurt a. M., Königsberg, Danzig, Dessau, Targan, Neustrelitz rc. rc. hat sich die zweite starke Auflage in etwa 9 Jahren verkauft. Bei der gegenwärtigen sind viele schriftliche Uebungen hinzugekommen, wodurch das Buch um 24 Seiten starker geworden ohne Erhöhung des Preises. Bei uns ist erschienen: oder Handbüchlein für hebräische Leseschüler von Emanuel Hecht, gr. 8. geh. 24 Ngr. oder 9 Tr. Zur Empfehlung dieses Werkchens bemerken wir nur, daß es bei seinem Erscheinen bereits in 14 Schulen eingeführt ist. Müller'fche Buchhandlung in Fulda. Höhere Schul- und Pensiousaustalt für jüdische Knaben zn Berlin. Der neue Lehrkursus in meiner Anstalt beginnt am 3. Oktober, und bin ich zur Annahme von Schülern und Pensionären so wie zur Mittheilung der Bedingungen täglich in meiner Wohnung Poststraße 14. zu sprechen. Dr. S. Stern. ö~~' Unterzeichneter wünscht jetzt einen jüdischen Lehrling anzunehmen. Hierauf Reflektirende wollen sich gefälligst in portofreien Briefen wenden an I. Schwabach, israel. Klempnermeister in Sondershausen. Ein gebildeter junger Mann, israelitischer Religion, der zugleich Unterricht in der französischen und englischen Sprache zu ertheilen im Stande ist, kann in einem ansehnlichen Hause, in einer der ersten Städte Bayerns, ein vortheilhaftes Unterkommen finden. Lust tragende, die sich über ihren moralischen und wissenschaftlichen Charakter auszuweisen vermögen, wollen sich unter der Chiffer L. B. per Adbr. Herrn I. G. Werner Fleischergasse No. 291 in Leipzig wenden, welcher dann das weitere besorgen wird. — Bemerkungen. Eine sehr ansehnliche Masse von Kritiken, die sich bei uns aufgehäust, kommen in den nächsten Nummern zum Abdruck. — Wir konnten der Nummer der Köln. Zeit., in welcher Hermes zum „letzten Wate" uns geantwortet, nicht habhaft werden. Wir wandten uns an diesen Herrn selbst, und heute, den 22. September, erhalten wir sie. Unsre Schlußantwort wird in nächster Woche erscheinen. Druck von I. B. Hirschfeld.

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