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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-10-01 · Heft 40 (1.10.1842) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 40 (1.10.1842)
Date
1842-10-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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VI. Jahrgang. Allgemeine Ro. 4«. Zeitung des Zndenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Dr. Ludwig Philippson, Rab biner zu Magdeburg. Verlag von Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigster Concefsion.) Leipzig, den I. Oktober 1842. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 221 Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Ieitungserpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Die Niederlande. Magdeburg, 18. September. (Privatmitth.) Wir gaben in No. 36 eine kurze Uebersicht der Wer-' befferungcn, welche der Oberrabbiner Herzveld in Zwolle zum Vorschlag gebracht. Diese Vorschläge erregten einen großen Sturm in Holland, und wir stehen nicht an, sowol über diese Entwürfe des Herrn Oberrabbinen, so wie über dessen Persönlichkeit'die zwar etwas früher datirten, aber heute angekommenen Korrespondenzen aus dem Haag dem Publikum vorzulegen. Zuerst das Pastoral-Schreiben des Herrn Oberrabbinen, welches hebräisch und holländisch im Druck erschienen, hier in deutscher Uebertragung gelesen wird. Pastoral- Schreiben des Herrn Oberrabbinen Herzveld, Ritters an seine Glaubensgenossen, die Israeliten des Königreichs der Niederlande. Mit tiefem Schmerzgefühl habe ich es erfahren, daß man kein Bedenken trug, mich schmählich zu verurtheilen,. mich, der ich seit mehr denn 30 Jahren, daß ich so glücklich bin, Gottes heilige Lehre im Kreise meiner geliebten Gemeinden zu befördern, stets mich bestrebte, ein Beispiel meiner in Israel so rühmlich bekannten Vorfahren abzugeben und nimmer von dem Pfade dieser Edeln abzuirren. Ohne den wahren Zweck zu kennen, den die von mir vorgeschlagene Synode hätte erreichen sollen; bevor selbst meine Gedanken Betreffs der einzusührenden Verbesserungen bekannt waren, hat man gegen das mir Theuerste auf die unedelste Weise seine Pfeile gerichtet. Mein Name wurde mit lügnerischer Falschheit angeschwärzt, meine Würde zertreten, das so lange ehrenvoll getragene Amtskleid mir gleichsam entrissen, und so ward ich der allgemeinen Verachtung Preis gegeben. Ja, es ist kaum glaublich, einige Leute von falschem Eifer beseelt, wagten es sogar, mich mündlich und in öffentlichen Schriften als einen Verworfenen, als einen gefährlichen Neuerer auszuschreien, der vom Geiste eines verdorbenen Jahrhunderts angesteckt, sich an die Spitze revolutionärer Freigeister zu stellen wünschte, und nichts anders bezweckte, als die sastreiche Pflanzung im Garten des Herrn zu zerstören, und statt der Blumen, welche bei sorgfältiger Erziehung die Religion so reichlich darbietet, das giftige Unkraut des Unglaubens zu säen. Und so wurde mir dann meine standhafte und treue Pflichterfüllung vergolten! Dies war der Lohn für die mich belebenden heilsamen Gedanken, um durch Erhebung des vernachlässigten Synagogendienstes, die Wankenden auf dem Pfade der Wahrheit und Liebe zu stützen, die Verirrten zurückzuführen und den Tempel Gottes, der setzt leider, wie eine

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