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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-08-20 · Heft 34 (20.8.1842) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 34 (20.8.1842)
Date
1842-08-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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VI Jahrgang. Allgemeine No. 34. Zkitlmg des Zudcnthums. Ein nnpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: „ Verlag von ttr. Ludwig Philipps»«, Baumgärtners Buchhandlung Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnadigster Concesfion.) Leipzig, den 20. August 1842. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrigr mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 15 Ngr. (1 Thlr. 12 gGr.) für sechs Monate — 22 £ Ngr. (18 gGr.) für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächf. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Leitender Artikel. Magdeburg, den 8. August. Antwort auf die Erwiederurrg des Herrn Hermes. Herr Hermes hat meinen Wunsch, meine Forderung erfüllt; er hat auf das „offene Sendschreiben" geantwortet"). Aber schlagender, als ich es vermocht, hat er Ln dieser Erwiederung die Nichtigkeit seiner Sache, die Schwäche seiner Argumenürung, die Befangenheit seines Geistes zu Tage gelegt. Es ist ein großer VortheLl in allen Dis. kuffionen, den Gegner zur weitern Kundgebung seiner Ansichten und Beweise gezwungen zu haben, weil damit jenes Vornehmthun, daf sich die Miene giebt, noch Vieles im Hintergrund zurück zu behalten, schwindet, und der ganze Mann Ln seinem vollen Gehalte erscheint. Diesen Vortheil haben wir über Herrn Hermes errungen, er hat Alles gesagt was er in der Judenfache weiß, und jeder Unparteiische wird sich wundern — daß es so erbärmlich wenig ist! Herr H. hat abermals ein Stück seiner politischen Weisheit zum Besten gegeben, und von Neuem verrathen, wohin er gegenwärtig will. — Zuerst die Hauptsache. Hermes hatte Ln seinem ersten Artikel mit der Behauptung geendet, daß die Juden von dem vollen bürgerlichen Rechte, theils durchihr Elau- *) Kölnische Zeit. No. 211. vom 30. Juli. bensbekenntniß, theils durch die sittliche Verwahrlosung der weit überwiegenden Mehrheit ihres Stammes ausgeschlossen bleiben müßten. Auf diese Behauptung einer sittlichen Verwahrlosung der weit überwiegenden Mehrheit hin, haben wir ihn zu Beweisen aufgefordert, er solle Fakta, Fakta — keine boshaften Tiraden, keine leeren, trügerischen Reden — beranbringen, oder den ganzen Schimpf unerwiesener Verläumdung tragen! Dies mußte daher der Mittelpunkt seiner Erwiederung werden, dies wohin er die volle Kraft seines Angriffs koncentrire. Anstatt dessen widmet er ihm ein kurzes Endstück seines langen, langen Artikels. Anstatt dessen giebt er wieder Phrasen, Tiraden, Redensarten: „er will keine Leidenschaften aufregen," „will keine unangenehme Einzelheiten berühren"— er, der nicht anstehet, die ganze jüdische Bevölkerung in ihrer weit überwiegenden Mehrheit mit sittlicher Verwahrlosung zu brandmarken, er der darum alle Juden von den bürgerlichen Rechten ausgeschlossen wissen will, als ob nicht diese Ausschließung gerade die sittlichsten Juden am meisten und tiefsten träfe, er, der den Juden den tiefsten und tödtlichflen Haß gegen das Christenthum in's Herz schwärzt, und in seinem ganzen Artikel mich nicht tiefer demüthigen zu können wähnt, als indem er alle zwei Zeilen mir ein „israelitisch" in"s Angesicht wirst — eine Bezeichnung, die ich zu aller Zeit mit Freude entgegennehme, — derselbe verschanzt sich hinter Schonung, Zartgefühl, hinter die Befürchtung, Leidenschaften auszuregen! Welche Doppelzüngigkeit, welche Zweideutigkeit! „Man muß vor Allem den Muth einer

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