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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-07-23 · Heft 30 (23.7.1842) · p. Seite 450

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 30 (23.7.1842)
Date
1842-07-23
Page
Seite 450 (sequence 14)
Language
German
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450 Allmächtigen zu verkünden?" sagte der Rabbi, indem er die Hände über die Brust faltete. „Ja, sagte der christliche Priester, und machte das Zeichen des Kreuzes, ist das nicht eine Botschaft vom Himmel, die uns verkündigt, auch unser Lobgesang sei ein Wohlgefallen dem Höchsten, mag immer sein Ausdruck verschieden sein?" Und indem sie liebevolle Blicke auf einander ruhen ließen, erhoben sie alle Drei, gleichzeitig wie die Vögel über ihrem Haupte, einen Lobgesang, für ihren und aller Dinge Schöpfer, Zeder nach seiner Art. Gesang des Mollah. Allah! Allah! groß und gnädig! Sei gepriesen immerdar! O! wie schallt Dein Wort besel'gend. Dein Gebot so licht und wahr! Hoch am Himmel steht's geschrieben; Jedes Halmchen, fern und nah. Offenbart die heil'ge Mahnung, Die an alle Welt geschah: Deinem Gotte sei in Andacht, Menschen sei in Liebe nah! Seht von fern die stolze Palme Wie Moscheenkuppel glüh'n! Schau'n doch selbst die blühn'den Halme Im Gebete ostwärts hin! Und die reine Sykomore, Die des Thaues Kühlung trank, Mischet ihre stillen Weisen In den lauten Jubelklang, Aller Schöpfung Hochgefang: — Allah! Allah! Lob und Ehre! Preis und Dank in Ewigkeit! Der dem ew'gen Himmelsheere, Wie der flücht'gen Ephemere, Gleiche Huld und Gnade leiht! Der mit seiner ew'gen Lehre Unsre Herzen selig weiht! — Allah! Allah! Preiß und Ehre! Lob und Dank in Ewigkeit! Gesang des Nabbi. Sei gepriesen! Herr der Gnaden! Gott der Väter! Adonai! Hast du uns mit Schmach beladen, Führst du uns auf dorn'gen Pfaden: Doch vertrau'» wir deiner Treu! — Seht der Wolken Hügel beben, Seraphim im Osten schweben, Seht wie sie die Schwingen heben. Wie sie dem Gerechten nah'n! Wie sie jubelnd ihn umgeben, Und erhellen seine Bahn! Weit geöffnet sind die Pforten Edens, unser harret dorten Eine sieggekcönte Schaar: Allen Kummer, den wir tragen, Unser Dulden und Entsagen, Nehmen sie mit Liebe wahr. Die Begnadigten verklären Wie zu Hosiana Chören, Unsrer Herzen Traurigkeit, Und das Echo ihrer Lieder Sinkt in unsre Brust hinwieder, Und vergöttlicht unser Leid! Hallelujah! dort im Osten, Glüht der Gnade Rosenkranz! Seht! die Cherubim verbreiten Weithin seiner Knospen Glanz! Seht! es schimmert lichtumfloffen Zion dort im reinem Blau, Salomonis Tempel hebet Seiner goldnen Säulen Bau! Seht der Thore Purpurflügel Schimmern, — auf dem Hochaltar Wird das Auge sieben Flammen, Nacht'gem Sternbild gleich, gewahr; Wenn ihr Glanz die Wogen spaltet Jener Scharlachwolkenschaar, Hoch darüber schweben golden Davidsharfen sonder Zahl, Ihre Jubelklange ziehen Durch den weiten Himmelssaat, Und zu beiden Seiten schimmern, Längs des Horizontes Rand, Die Gezelte, die den Stämmen Israelis sind zuerkannt. Hier verbreitet sich Jehuda Stark wie der Gerechten Rath,

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