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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-06-04 · Heft 23 (4.6.1842) · p. Seite 340

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 23 (4.6.1842)
Date
1842-06-04
Page
Seite 340 (sequence 8)
Language
German
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340 Denn stumm sind lange schon die Sprecher, Doch sprechen laut für sie die Ketten. Und noch ein Zeuge naht zum Schluffe, Die eig'ne Mutter, riefbekümmert, Man hat die Ruhstatt' ihr verweigert, Nachdem ihr ward das Haus zertrümmert. Und heimathlos seitdem sie irrte. Und trug die Welt entlang ihr Wehe; Und kein Erbarmen hatt' die Tochter, Und mied gar streng der Mutter Nahe. Das ist ein Zeuge noch lebendig, Doch also klagen mag er nimmer;. Denn einst zum neuen Bau sich einen Die weilzerstreuten Gottestrümmer. II. Z e s a i a s 11. Und keimen wird ein Reis aus Jischa's Stamme, Aus seinen Wurzeln neu ein Sprößling bricht; Aus seinem Munde sprüht des Geistes Flamme, Zn seinen Thaten weht des Geistes Licht. Und es wird sein das Recht der Gurt der Lenden, Und seiner Hüsten Gurt wird sein die Treu'; Des Mundes Geißel wird die Fehden enden, Der Lippen Hauch erschaffen Sünder neu. Und Wolf und Lamm alsdann zusammen weiden, Es lagern Geis und Tieger sich und Rind; Und Leu und Kalb, — nur eine Wohnung Beiden, Und allesammt, — es leitet sie ein Kind. Und spielen wird der Säugling ohne Fahrde Am Pfuhl, wo das Gezücht der Natter ruht; Und niederstrebt entwöhntes Kind zur Erde, Sich tummelnd mit des Basilisken Brut. Sie thun kein Leid, und Schaden Keins soll nehmen, So weit mein großes Herrschthum sich erstreckt; Und Einsicht wird die Erde überströmen, Als wie die Fluth den Meeresgrund bedeckt. m. O Sabbath-Fei'r! es füllt ein großes Ahnen Manch' großes Herz von deiner Nahe Strahl; Und Boten ziehen auf unsichtbaren Bahnen Und flüstern Friedensworte sonder Zahl. Es sind die Werkstatt nimmer noch geschloffen, Und immer noch ist wohl der Sabbath fern! Doch Mancher schon, das Oel auf's Haupt gegossen. Harrt still im Sabbathkleid der Nah' des Herrn. Doch Zbr, die ihr so kurz euch abgefunden Mit eurer Heil'gung von dem Sündenbann, Und die ihr mitten unter Blut und Wunden Verkündet, daß der Sabbath längst begann; Fürwahr, euch werden einst die Schuppen fallen Vom Auge, mitten in dem Tagewerk, Wenn plötzlich auf sich thun die heil'gen Hallen, Und das Panier weh't auf dem heil'gen Berg. Prophet, ruh' still in deinem ernsten Schreine, Noch lebt und harrt der alte Gottesbund. Und sammeln wird sich einst die Erdgemeine, Den Sabbath zu begeh'n zur rechten Stund'! Geschichte. Ueber die ehemalige Zndengemeiude in Nürnberg. Von Lor. Friede. Richter, Gymnasial - Professor zu Erlangen. (Fortsetzung.) Aber mit der Zeit der Hohenstaufen scheint die goldene Zeit der Juden Nürnbergs abgelaufen zu sein. Konradin machte vor seiner Abreise auf das Schaffst Neapels (1269) die testamentarische Verfügung, daß seine Oheime, die Herzoge von Bayern, Ludwig und Heinrich, sein Nürnberg sso wie Nördlingen) gemeinschaftlich besitzen sollten, wahrscheinlich, weit jeder es allein haben und Konradin keinen von beiden durch Zurücksetzung kranken wollte. Dies gab nach dessen Tod zu Wirren Anlaß, während welcher es dem Nürnberger Rath gelang, den

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