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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-05-28 · Heft 22 (28.5.1842) · p. Seite 332

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 22 (28.5.1842)
Date
1842-05-28
Page
Seite 332 (sequence 12)
Language
German
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332 Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Stettin, den 14. Mai 1842. Die israelitische Gemeinde zu Norden Ln Ostfriesland sucht zum nächsten Semester einen gutqualificirten Vorsänger und Schächter. Ein wissenschaftlich gebildeter Mann, der auch namentlich durch deutsche Lehrvortrage in der Synagoge wohlthatr'g. wirken könnte, würde den Vorzug erhalten! Mit dieser Stelle ist ein jährliches Einkommen von mindestens 250 Thlr., eine freie Dienstwohnung und eine Lieferung von Feuerung verbunden. Reflektircnde melden sich in portofreien Briefen nebst Anlegung ihrer Atteste, bei dem Unterzeichneten Vorstande. Einen schmerzlichen Verlust hat die hiesige jüdische Gemeinde zu beklagen, der Senior derselben, Herr Lev in Moses, ist nicht mehr! — Am 11. d. M. hat dieser würdige Greis im 09. Jahre seines Lebens in Folge eij nes heftigen Schlaganfalles, welcher ihm sofort die Sprache! raubte, das Zeitliche gesegnet.! Der Dahingeschiedene der Neuerungen abhold und! streng Orthodox, hat in allgemeiner Achtung wegen sei- > nec strengen Redlichkeit und beispiellos milvthatigen Sin- , nes gestanden. Stets war er zu helfen bereit und jeder > Dürftige, ohne Unterschied des Glaubens, verließ reichlich begabt seine Schwelle. j Namentlich hat die hiesige Synagoge viele Geschenke! des selig Verstorbenen aufzuweisen, und soll derselbe, wie! verlautet, zum Vesten der Synagoge schon früher 1000 i Thlr. nach seinem Tode zahlbar, als Legat vermacht haben. > Um den Verblichenen trauren eine würdige edle Gat-; tut nebst 4 würdigen Kindern und zahlreiche Enkel, aber > auch die Mitglieder der hiesigen jüd. Gemeinde betrübt der herbe Verlust, und die allgemeine Theilnahme zeigte sich namentlich bei dem Leichenbegängnisse des Verstorbenen, welchem eine unabsehbare Menge von Kutschen, gefüllt mit fast sämmtlichen Mitgliedern der Gemeinde, folgten. „Er starb den Tod des Gerechten, Friede sei seiner Asche!" — Umis pro snviltis. Im Verlage von G. P. Aderholz in Breslau ist so eben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Entwurf zu einer zeitgemäßen Verfassung der Juden in Preußen. Erste Abtheilnttg: Historische Einleitung. Zweite Abtheilung: Gesetz-Entwurf. Gr. 8. Geh. 15 Ngr. (12 gGr.) Norden, den 12. Mai 1842. Der vorgedachte Gemeinde-Vorstand. H. Schulenberg. D. B. Goldstein. Ein unexaminirter Lehrer, welcher gleichzeitig als Kantor und Schächter fungiren kann, wird zu *jv*an rn d. I. für die Unterzeichnete Gemeinde gesucht. Hierauf Reflektirende belieben sich in srankirten Briefen bei uns zu melden. Schlawe, im Mai 1842. Der Vorstand der israel. Gemeinde zu Schlawe in Hinterpommern. S. Schüler. Ein junger Mann von honetter Familie, verheirathet, welcher seine Existenz, den Verehrungen Gottesdienstlicher Verrichtung , als Vorbeter widmete; über seine Moralität und Fähigkeit in der höhern Musik sich mit den vortheilhaftesten Zeugnissen legitimiren kann, zu seiner geistigen als Fach- Ausbildung des neuern geregelten Gottesdienst mit Choral-Gesang ein Jahr, in Wien unter der Leitung des Ober-Kantors Herrn Sulzer sich gestellt, und auch im dasigen Tempel während obiger Zeit aspirirte; bietet seine Dienste als erster Vorbeter, einer achtbaren israel. Gemeinde an, die auf einen feierlich geregelten Gottesdienst mit Choral reflektirt, und eine solche Stelle zu vergeben hat, mit der Versicherung, daß er allen Anforderungen dieses Amtes zu genügen im Stande ist. Frankirte Briefe unter Lettre 6. Z, können an Herrn Goldschmidt, Ecke Alexanderplatz und neue Königstraße nach Berlin eingesandt werden. Druck von I. B. Hirschfeld

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