Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 6 (1842)
- Issue
- Heft 18 (30.4.1842)
- Date
- 1842-04-30
- Page
- Seite 269 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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269 Vakanz. Die hierorts vakant gewordene Rabbinerstelle soll vom 1. Juni d. I. ab wieder besetzt werden. — Qualifizirte und zeitgemäße Subjekte belieben sich daher in portofreien Briefen unter Einsendung ihrer Zeugnisse schleunigst bei uns zu melden; wonächst ihnen der Tag ihres Erscheinens Behufs Abhaltung der Probepredigt angezeigt und die näheren Bedingungen mitgetheilt werden sollen. Schwersenz bei Posen, im April 1842. Die Verwaltnugsbeamteu der isr. Korporation. Ein Lithograph mit der Feder und Nadel geübt, im Zeichnen nicht unerfahren, findet unter guten Bedingungen sofort Beschäftigung bei S. L. Sußmann in Halberstadt. Bei demselben wird Sonnabends nicht gearbeitet. Proben und Offerten find zu frankiren. Erste und letzte Erklärung wider den Herrn Di. Fürst in Leipzig. Als nach mehrjährigem Bestände der Allgemeinen Zeitung des Judenthums ähnliche jüdische Zeitschriften entstanden, gaben wir in No. 4. des Jahrgangs 1840 folgende Erklärung: „Wir ersuchen die löblichen Redaktionen einiger jüdischen Zeitschriften, nicht mehr lange Spalten aus unserer Zeitung abzudrucken, oder die darin gegebenen Artikel zu verarbeiten. Der Kreis der jüdischen Literatur ist zu einfach, um einmal Gegebenes drei oder viermal vor dem Publikum zu reproduziren. Wir haben es uns deshalb unsrer Seits zum strengen Grundsatz gemacht, (deutschen) jüdischen Zeitschriften Nichts zu entlehnen. Diesem Grundsätze sind wir unwandelbar treu geblieben. Noch mehr. Von der Ansicht geleitet, daß zwischen den jüdischen Zeitschriften jede Polemik vermieden werden müsse, da einerseits, bei der Mißachtung, in welcher die Produktionen der jüdischen Literatur in der christlichen Welt standen, nur durch Ehrenfestigkeit und sichere, rechtlich strenge Haltung eine bessre Meinung und damit eigentliche Wirksamkeit erlangt werden könne; andrerseits die Macht der öffentlichen Meinung völlig vernichtet würde, wenn diejenigen, welche dieselbe in unsren Angelegenheiten repräsentiren, sich in den Haaren liegen, und damit die Existenz jüdischer Zeitschriften völlig überlei würde; endlich daß jüdische Zeitschriften doch in ihrem eigentlichen Fonds theologisch sind, und demnach von einem gewissen Geiste der Liebe und Frömmigkeit durchweht, vom Adel der Gesinnung getragen werden müssen, wenn sie nicht bloß eine Handwerks- und Erwerbssache werden sollen — von dieser Ansicht geleitet, haben wir nie einer Reklamation^ Erwiderung, Berichtigung, oder wie der Name sei, gegen Etwas, was die anderen jüdischen Zeilschristen enthalten hatten, Raum gegeben. Wir nahmen wo( unabhängige Berichte, welche die Sache von ihrem Standpunkte darstellten, an, sie durften aber keinen speziellen Bezug aus jene nehmen. Seit No. 12. 1839 haben wir, so oft, ja so gerechte Veranlassung wir auch hatten, keine Zeile gegen andre jüdische Zeitschriften gegeben. Diesen treu bewahrten Grundsätzen gegenüber, erd re ist et e sich der Redakteur des „Orients" jüngst, dem Publikum auf listige Weise instnuiren zu wollen, daß wir aus seinem Blatte Nachdrucken ließen. In No. 1. dieses Jahres heißt es: „Die Vorwürfe, welche das Publikum den jüdischen Blättern macht, daß sie sich gegenseitig ausschreiben und sich so gegenseitig überflüssig machen, welche Vorwürfe die Redaktoren selbst zuweilen sich gegenseitig zuschieben, sind wirklich oft nicht ungegründet. Auch ich habe in Bezug auf mein Hauptblatt diesen Tadel erfahren müssen ff." (Wir überlassen diesen Vorwurf dem Herrn Dr. Fürst recht gern, da wir nie eine deutsche jüdische Zeitschrift ausschrieben!) Weiterhin: „Auch in den aus nicht-jüdischen und ausländisch-jüdischen Blättern übergetragenen Arbeiten sollte der Grundsatz verwalten, sie nur dann aufzunehmen, wenn sie noch nicht in einem andern jüdischen Blatte in Deutschland gestanden, damit diejenigen, welche auf alle diese Blatter abonnirten, nicht genöthigt sein müßten, ein und dasselbe zwei bis dreimal zu lesen und zu bezahlen." (Diese Ansicht billigen wir sehr — wer hat aber hierbei die Antecedentken? wir, die wir zuerst vollständige Mittheilungen über die jüdische Neuzeit zu geben übernahmen, oder die, welche doch nur in unsre Fußtapfen getreten sind? Mkttheklungen aus anderen politischen und lite-