Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 6 (1842)
- Issue
- Heft 16 (16.4.1842)
- Date
- 1842-04-16
- Page
- Seite 239 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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289 rer Seite geantwortet werden, und auch diese Diskussion, gegenseitig mit Wohlwollen geführt, mit Gottes Hülfe nicht ohne Frucht für das allgemeine Beste bleiben. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1| Ngr. (1 gGr.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlnng. Israelitische Anstalt für Mädchen, unter der Leitung von Frau MORHANGE geborenen EMERIQUE, z» Metz. - Diese Anstalt, im Jahre 1829 gegründet, wird, um dem Zutrauen einer großen Anzahl ausgezeichneter Familien aus Frankreich und Deutschland zu entsprechen, fortwährend mit allem möglichen Fleiße und Eifer durch die Vorsteherin geleitet. Der beständige Zweck dieses Instituts ist, das Herz so wie den Geist der weiblichen Jugend zu bilden, den Mädchen einen festen, ihrer Geisteskraft entsprechenden Unterricht zu ertheilen. Seit einiger Zeit sind bedeutende Verbesserungen, sowol hinsichtlich des Unterrichtes, als der inncrn Einrichtung der Anstalt, eingetreten. Ausgezeichnete Professoren und eine Unterlehrerin ertheilen mit der Vorsteherin den Unterricht in den verschiedenen Gegenständen. Ein großes Haus, mit geräumigem Hofe und Garten versehen, eine gesunde Kost, wohlgeordnete und anständige Erholungen, wöchentlich »zwei Promenaden, tragen sowvl zum Wohlsein als zum Vergnügen der Zöglinge bei. Unterrichts-Gegenstände, welche im Pensionspreise begriffen sind: Religionslehre und Uebersetzung der Gebete, hebräische und französische Lese- und Schreibeübungen, Grammatik, Literatur, Rechenkunst, Geschichte, Geographie, Mythologie, Nadel-, so wie sonst nützliche und angenehme Arbeiten. Unterricht, welcher privat bezahlt wird: Musik, Tanz, Zeichnen und fremde Sprachen. Jede Pensionnare muß beim Eintritt in die Anstalt versehen sein: mit einem silbernen Tischbefleck, 3 Paar Bettücher, 18 Servietten und 6 Kiffenzügen, so wie auch hinreichenden Kleidungsstücken. Pensionspreis, die Wäsche mitbegriffen, ist 600 Franken (160 Thlr.), jedes Quartal voraus zahlbar. Da mir der Herr Morange schon seit vielen Jahren sehr vortheilhaft bekannt ist, und ich diese Anstalt vor erst wenigen Monaten als eine der besten ihrer Art befunden habe: so kann ich — auf wiederholtes Verlangen — nicht anders, als diese allen Israeliten, die ihren Töchtern eine gebildete und religiöse Erziehung geben wollen, gewissenhaft empfehlen. Auch haben schon mehre der angesehensten und gebildetsten Familien in der Rheinprovinz dieser Anstalt ihre Töchter anvertrauet. Trier, im April 1842. Joseph Kahn, Oberrabbiuer. Durch alle Buchhandlungen ist von C. L. Fritz sch e in Leipzig zu beziehen: Jude und Nichtfude, eine Erwiderung auf die Schriften der Triple-Allianz der Herren Doktoren: Hold heim, Salomon u. Frankfurter von einem Ungenannten, gr. 8. broch. Preis 6 Sgr. Für Jeden, welcher dem Hamburger Lempelstreit einige Aufmerksamkeit schenkte, dürste dieses Schriftchen von großem Interesse sein. Israels Trost und Hoffnung, vorgetragen von Rabbine Grünewald, am Samstag den 31. Juli 1841 in der Synagoge zn Lehreusteinsfeld, nebst Anhang. 8. broch. Preis 3 £ Sgr. Zn der hiesigen Samsonschen Freischule soll zu Johannis d. I. ein unverheircttheter Elementarlehrer angestellt weedrn. Derselbe erhalt Wohnung, Kost, Wäsche, die nöthigsten Kleidungsstücke, so wie deren Ausbesserung von Sekten der Anstalt, und außerdem ein Fixum von 60 Thlr. Kourant mit Aussicht auf Verbesserung. Erforderlich sind, bei einem moralischen, echt religiösen Lebenswandel, gründliche Kenntnisse in den für die untersten Klassen einer jüdischen Bürgerschule nothwendigen Lehrgegenständen, die Fähigkeit, einen Chor tüchtig einzuüben und zu leiten, und einige Gewandheit im Unterrichten. Die Bewer-