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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-03-05 · Heft 10 (5.3.1842) · p. Seite 147

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 10 (5.3.1842)
Date
1842-03-05
Page
Seite 147 (sequence 15)
Language
German
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147 viduellen Neigung überlassen bleiben mußte, welchen Vortheil man zu bewahren, welchen man zu opfern wünschte. Ich glaube so glücklich gewesen zu sein, in einfacher Weise die Gegensätze praktisch zu vereinigen. Nach einem mehrjährigen Aufenthalte dahier, habe ich mich mit Herrn Coutant, Direktor einer seit zwanzig Zähren blühenden christlichen Anstalt verbunden. Zch habe mich Ln einem Theile des Etablissements häuslich eingerichtet. Während wir, unterstützt von mehreren andern Lehrern, den allgemeinen Unterricht den israelitischen und christlichen Kindern vereint ertheilen, habe ich im Besonderen alle Theile des Religionsunterrichts und die Sorge für den Tisch der israelitischen Zöglinge übernommen. Die Erholungsstunden, die Spaziergange, die Schlafzimmer, alles überhaupt, was keine Trennung durch konfessionellen Unterschied nökhig macht, bleibt gemeinschaftlich. Der hier herrschende Geist der Eintracht, gefördert durch eine seit mehr als 50 Jahren bestehende völlige Gleichstellung, der sich in meiner Verbindung selbst mit Herrn Coutant auf's schönste bethatigt, gibt den Eltern, die uns ihre Knaben anvertrauen wollen, die beste Bürgschaft gegen jede Kränkung derselben von Seiten ihrer christlichen Mitschüler; es wäre dies eine Befürchtung, die nur eine falsche Uebertragung leider noch bestehender deutschen Verhältnisse auf-einen fremden Boden zu erregen im Stande wäre. Der Unterricht bereitet für die Universitätsstudien vor, und in dieser Beziehung ist . die Anstalt mit dem College Charlemagne verbunden, so wie die Schule auch die ganze kaufmännische Bildung übernimryt. Für nähere Auskunft wolle man sich in frankirten Briefen an den Herrn Rabbiner vr. Geiger in Breslau, oder an mich selbst wenden. Dr. Joseph Dernburg, 8) rue du Parc Royal. Seit mehr als 20 Jahren mit Erziehung und Unterricht fremder Kinder beschäftigt, -und jetzt im Besitz einer sehr geräumigen Wohnung, wünsche ich, noch einige Pensi'onnäre unter billigen Bedingungen aufzunehmen, und werde ich das mir solange geschenkte Zutrauen auch ferner zu rechtfertigen' gewissenhaft b'emüht sein. Neben den gewöhnlichen Schulgegenständen, der lateinischen und französischen Sprache sollen Kinder, die für das Geschastsledm bestimmt und befähigt sind, auf Verlangen der Eltern, von mir auch im Italienischen oder Englischen unterrichtet werden. Gewünschte Nachweisungen kann ich jederzeit auf's Befriedigendste geben. Schwerin a. d. Warthe. Mayer, Rektor der jüd. Gemeindeschule. Bei Berendsohn ist Kommissionsweise erschienen, und durch jede Buchhandlung zu beziehen: Das Lied vnn die Knggel. Ein Scherz von 8. X. Oaapiiesoi. Elegant broschirt. Preis 7^ Ngr. (6 gGr.) Israelitisches Schulbuch. Bei Reumann-Hartmann in Elbing erschien: Biblische Erzählungen mit NntzanWeisungen und Sprüchen. Bon Di-. Hermann Sommerfeld, Israelitischer Prediger ln Elbing. Für Israelitische Schulen. (Preis ] Thlr.) Dieses von vielen Seiten herbeigewünschte Schulbuch dürste für die israelit. Herren Lehrer eine willkommene Erscheinung und zu allgemeiner Einführung geeignet sei«. Zugleich erlauben wir uns das yon demselben Herrn Verfasser und in demselben Verlage unlängst herausgekommene israelit. Erbauungsbuch: Das Leben -er Patriarchen (Preis 1| Thlr.) zu empfehlen, welches wegen seines gediegenen und allgemein ansprechenden Inhalts in keinem gebildeten Familienkreise fehlen sollte und sich seines säubern Aeußern wegen ganz vorzüglich zu Festgeschenken für die Heranwachsende Jugend eignet. Alle Buchhandlungen nehmen Bestellungen auf die obigen beiden Bücher an. Durch alle Buchhandlungen ist zu beziehen: Choker und Mekubal oder Philosoph und Kabbalist, von Moses Chajini Lnzzatto. Nach dem aus einer Handschrift vermehrten Exemplar des Hrn. Jacob Caplan ans Minsk, znm erstenmal vollständig heransgegebe« und lateinisch, deutsch und hebräisch eingeleitet von M. S. Freystadt, Di-, der Philosophie , nnd der orient. Phklol. ordentt. Mitglied der historisch-theol. Gesellschaft zn Leipzig. Preis 1 Thlr. Leipzig im Marz J842. Af Böhme.

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