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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-02-26 · Heft 9 (26.2.1842) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 9 (26.2.1842)
Date
1842-02-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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N». 9. vi Z-h-g-ng. Ällgemerne Zeitung -es Zudenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Dr. Ludwig Philippson, Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Concession.) Leipzig, den 26. Februar 1842. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Großbritannien. London, 4. Februar. (Privatmitth.) Die Interdikte haben Heuer entschiedenes Unglück! Das Interdikt des Londoner Rabbinats ist auch von der Liverpooler Gemeinde zurückgeschickt, von der Plymouther sogar solemniter verbrannt worden; und dies obgleich der Londoner Rabbiner diese Gemeinden mit zu seinem Metropolitan-Sprengel (wieder einmal eine zerplatzte Seifenblase!) rechnet. M. —. Bei dem am Dienstage stattgefundenen De-! jeuner im Kensington-Pallaste, welches der Herzog von Sussex Se. Majestät dem Könige von Preußen zu Ehren veranstaltet, waren auch zugegen die beiden ehemaligen Sheriffs von London Herr David Salomons und Sir Moses Montesiore mit seiner Gattin, Sir Isaak Goldsmid, Frau von Rothschild. Breslau. Ein gleich ehrenvolles Zeugniß für Se. königl. Hoheit den Herzog von Sussex wie für den Herrn Dr. Löwe ist folgender Brief, den der Herzog an den Dr. L. schrieb, als dieser um Erlaubniß, seine Anverwandten zu besuchen, bei dem Herzoge angchaltcn. Letzterer bemerkt darin: „Solli ten Sie irgend eines Beistandes zu irgend einer Zeit - benöthigt sein, so zweifle ich nicht, daß Sie durch j das Vorzeigen dieser meiner an Sie gerichteten Zeij len an einen der Minister Ihrer Majestät (die sich an dem Orte, wo Sie gerade sein mögen, befinden) und die Kenntniß, daß Sie in literarischen Forschungen bei mir beschäftigt sind, denjenigen Schutz genießen werden, wozu Sie eine Empfehlung von einem Mitgliede der königl. Familie berechtigt, abgesehen von den großen Verdiensten, welche .Sie der civilisirten Welt geleistet haben, durch Ihre Begleitung des Sir Moses Montesiore nach Damaskus und Konstantinopel.-Indem ich Ihnen Gesundheit und Glück wünsche und hoffe, Sie bei meiner Zurückkunft nzch Kensington-Pallast vollkommen wohl zu finden, bin ich sheurer Dr. Löwe, Ihr aufrichtiger der das Beste für Sie wünscht, Augustus." Frankreich. Paris. Die franz. Blätter enthalten folgenden Nekrolog. Herr Emmanuel Deutz, Groß-Rabbine des Central-Konsistoriums, ist Montag in seinem I 79sten Jahre verstorben. Er war Mitglied des großen Sanhedrin's, in welcher Versammlung er sich eben so sehr durch tiefe Gelehrsamkeit, wie durch einen Geist weiser Duldung, so selten in jener uns schon so fernen Zeit, auszeichnete. Seit mehr als zwanzig Jahren bekleidete er die Funktionen des Groß-Rabbinen; er war unter der israelitischen Volksklasse sehr beliebt, lebte mitten unter ihnen, feuerte sie in ihren Arbeiten an, gab sich gern ihrer

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