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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1842-01-29 · Heft 5 (29.1.1842) · p. Seite 68

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
6 (1842)
Issue
Heft 5 (29.1.1842)
Date
1842-01-29
Page
Seite 68 (sequence 16)
Language
German
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68 Dem Herrn Heidenheim, welcher seit zwei Jahren als öffentlich angestellter Lehrer m der hrefigen Realschule fungirt, wird hierdurch bezeugt, daß er mit Nutzen und Segen, so wie zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten Behörde gewirkt, welche das Vertrauen zu ihm hegt, daß er auch künftighin seines Berufes treulich warten werde. SonderShauscn, km II. D«ce,»ber. Fürstl. Schwarzb. Consistorium, 3. Abtheilung. vr. Schneemann. - Ew. rc. sind nach Ihrer Mittheilung gesonnen, eine größere Pcnsionsanstalt für israelitische Zöglinge anzulegen, und kann ich jenen Eltern, die ihre Kinder Ihnen anvertraucn, nur Glück zu einer solchen Wahl wünschen. Unlere Zeit geht leider! nur zu oft mit dem, was der Zeit und der Vergänglichkeit angedört, Hand in Hand, und die Aufmerksamkeit^ die beim Iugendunterricht der Wissenschaft zugewendet wird, hat häufig als äußerstes Motiv den Broderwerb. Am schlimmsten muß eS bei solcher Ansicht dem Religionsunterrichte ergehen. Hier ist natürlich weder Statik noch materielles Gewicht anzuwenden; hier wird nicht die Aussicht auf eine gegen Außen sich geltend machende Wrpenschafl oder Kunst dargeboten; daher sie so häufig übersehen wird; daher so selten Eltern diese gehörig achten und Lehrer die Heiligkeit dieses Vortrags ganz würdigen. — Von Ihrem religiösen sittlichen Charakter kann mit Recht Vieles erwartet werden: Sie sind ganz durchdrungen von Ihrem Beruf und haben sich die Achtung vieler Frommen, so wie die Ihrer Gemeinde in vollem Maaße erworben. Empfangen Sie hierbei auch meine volle Anerkennung, und indem ich Ihrer Anstalt vieles Gedeihen wünsche, so glaube ich einen im Interesse deS Allgemeinen geäußerten Wunsch hier auszusprechen und zugleich religiöse Eltern meine Uebcrzeugung an den Tag zu legen, daß ihre Kinder bei Ihnen fowol in religiöser, als auch wissenschaftlicher Beziehung vollkommen geborgen sind. Ich habe die Ehre mich mit Achtung zu zeichnen Ew. rc. DrcSdcn, den 22. Decemdcr 1841. ergebener Dr. Frankel, Oberrabbiner. Auf Verlangen bezeuge ich dem Herrn Ph. Heidenheim, Prediger der israelitischen Gemeinde zu Sondershausen und öffentlichem Lehrer an der dortigen fürstlichen Realschule, daß ick ihn seit Jahren sowol als tüchtigen israelitischen Religionslehrer, als auch fähigen und für seinen Beruf begeisterten und unermüdlich thäligen Pädagogen kenne, und daß seinem projektirten, in Verbindung mit rüstigen Männern auszuführenden Unternehmen, meiner Ansicht nach, ^volles Vertrauen zu schenken ist. Gewiß wird sein Eifer, die Jugend seiner Glaubensgenossen zum Besten zu leiten, und für Leben und Glauben mit Liebe zu erziehen, gute Früchte erzielen! Magdeburg, den 30. Dccember 1841. vr. Ludwig Philippfon, ' '} Geistlicher der israelir. Gemeinde zu Magdeburg. Herr Philipp Heidenheim, Lehrer an der fürstl. Realschule und israelit. Prediger zu Sondershausen, errichtet so eben eine größere PensionSanftalt, worin junge Leute die Ausbildung jeder Art erhalten können, um sich zu einem künftigen Berufe im bürgerlichen Leben tüchtig vorzubereiten. Da der Unterzeichnete den Herrn Heidenheim persönlich kennt und von seiner Einsicht, seinem pädagogischen Talent und seinem Eifer vollkommen überzeugt ist, so steht er keinen Augenblick an, diese treffliche Anstalt, welche noch dazu mit allen Mitteln versehen ist, um neben einer wissenschaftlichen Bildung auch eine jüdische darzubieten, namentlich religiösen Eltern recht angelegentlich zu empfehlen; denn wenn es auch Institute genug giebt, in denen man sich für die Wissenschaft oder für den Handel recht tüchtig ausbilden kann, so giebt es doch nur wenige, wo neben diesem auch die religiös-jüdische Bildung so gefördert werden kann, wie eS bei genannter Anstalt im besten Sinne der Fall sein wird. Leipzig, den 2. Januar 1842. Di*. Julius Fürst, Docent der Universität zu Leipzig. (Eine Bitte.) Einen kleinen Beitrag zur Geschichte unsrer Glaubensgenossen in der neuesten Zeit bilden die bei gewissen Gelegenheiten eigens geschlagenen Medaillen auf jüdische Vorkommnisse. Wir haben uns eine kleine Sammlung derselben angelegt, und bitten um Vervollständigung derselben: es kommt nicht auf das Metall an, in welchem das Exemplar ausgeprägt sei, sondern, nur auf einen guten klaren Abdruck. Von den uns bekannten Medaillen fehlen uns noch: die auf Rkeßer's Abgang von Hamburg, und die auf den Besuch der Synagoge zu Mastricht durch Se. Majestät den König der Niederlande. In unfrankirter Zusendung waren sie uns willkommen. Der Redakteur. Bemerkung. Wir erhalten folgende Erklärung: „Um fernern Irrungen vorzubeugen, bekennt sich der Unterzeichnete zum Verfasser der in dem Altonaer Merkur vom 30. Dezember v. I. und in der Leipziger Allg. Zeit, vom 7. Jan. a. c. abgedruckten Erklärung; zugleich bemerkend, daß er niemals der Redaktion der Alla. Zeit, des Judenth. irgend einen Artikel zugesendet hat. — I. Bonn aus Deutz." Die Sache an sich wird dadurch nicht geändert: Herr Simon Leffman Beit ist der Abfasser der einzigen „Entgegnung," welche uns bis dato eingesendet ist, auf diese Entgegnung hin zieh uns der Abfasser der „Erklärung" der Parteilichkeit, er kann hierzu also nur durch den Herrn Simon Leffmann Beit veranlaßt worden sein. Hiermit sei diese häßliche Sache abgethan. Magdeburg, den 17. Januar 1842. Die Redaktion. Druck von I. B. Hirschfeld.

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