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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-12-25 · Heft 52 (25.12.1841) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 52 (25.12.1841)
Date
1841-12-25
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Jahrgang. Allgemeine No. 52. Zeitung -es Zudcnthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Br. Ludwig Philipps»», Baumgärtners Buchhandlung Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigfter Concession.) Leipzig, den 25. December 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Kömgl. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Palästina. Magdeburg, 12. Dezember. (Privatmitth.) j£)ie öffentlichen Blätter haben in der jüngsten Zeit genugsam über die Gründung eines preußisch-englischen Bisthums in Jerusalem gesprochen. Wir halben hierüber, wie über viele in Bezug aus das Land Unsrer Väter gehenden Gerede völliges Schweigen beobachtet, weil wir nicht unnützerweise aufregende Betrachtungen Hervorrufen wollten, deren Grundlage für uns Juden doch keine positive, höchstens |eine polemische ist. Wird sind persönlich nicht so leichtgläubiger Natur, um solche Vorgänge als „Zeichen der Zeit" in mystischem Sinne zu nehmen, sie sind uns nur Zeichen der Zeit, d. h. der gegenwärtigen Gesinnungen. Wir hegen vielmehr die Ansicht, daß, wenn eine Restauration der Juden in! Palästina stattsinden soll, diese auf ganz anderen I Wegen, als durch diplomatische Unterhandlungen! und Miffionsgesellschaften bewirkt werden wird, und j glauben dabei, gute Stützen in der Bibel und in s den Ansichten unsrer Tradition zu haben. j Wenn von der einen Seite die Gründung eines l preußisch-englischen Bisthums in Jerusalem den einfachen Zweck hat, den im Oriente lebenden evangelischen Christen einen Mittelpunkt zu schaffen, überhaupt aber dadurch der evangelischen Kirche eine Geltung zu verschaffen, die sie im Oriente bis jetzt entbehrte, nämlich in Palästina auch als bestehende Kirche zu erscheinen, ein Zweck, der von Seiten der hohen königlichen preußischen Regierung als der wirkliche ausgesprochen worden: so haben doch alle öffentlichen Blätter offen als zweiten Zweck die Bekehrung der Juden in Palästina hingestellt, ja. dieMissionsgesellschasten sehen diesen als Hauptsächlichen an, und höherer Seits ist dem dadurch nachgegeben, daß man einen getauften Juden, aus Polen gebürtig, zum Bischof absichtlich erwählt hat. Korrespondenzen, namentlich der Augsb. Mg. Zeitung sprechen es unverholen aus, daß man die Missionsge- } schäfte hiermit organisiren, und systematisch betreiben i will. Wir verweisen z. B. auf die Beilagen der! A. A. Z. vom 5. und 6. Dezember. Hier wird in-! sonders folgende Betrachtung angestellt: „wie es j sammt und sonders erkannt worden, daß nur durch ^ine Wiedererweckung der orientalischen Kirchen die Bekehrung der dortigen Juden, Heiden und Mohammedaner zu hoffen ist, daß diese Wiedererweckung aber nur durch die Gründung einer evangelischen Kirche im Orient bewirkt werden könne, die frei von den so oft den Christen daselbst gemachten Vorwürfen dastünde, und daß die Missionäre mit unermüdlicher Geduld, aber bisher mit geringer Hoffnung auf Erfolg, diesem Ziel nachgestrebt haben." Es heißt ferner: „Während in Konstantinopel ein feierlicher Firma» mit dem Namenszug des Sultans bei Veranlassung der Verfolgungen in Damas-

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