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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-12-18 · Heft 51 (18.12.1841) · p. Seite 748

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 51 (18.12.1841)
Date
1841-12-18
Page
Seite 748 (sequence 20)
Language
German
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748 noch einige von ihnen zwischen Chazeroth und Kadesch (das erste Mal) lagen, und Karl von Raumer ließ sich verleiten, da 5 Mos. I, 2 es heißt, Kadesch wäre vom Sinai 11 Tagereisen, diese an den genannten Stationen abzuzählen, so daß er Thachath mit Kadesch für gleichbedeutend hält. Hierzu liegt aber nicht das geringste Motiv vor, indem auch die II Tagereisen nür die absolute Entfernung angeben, während Israel auf mancher Station monatlang verweilte, wie wir oben dargelegt, so daß sie vom Sinai bis Kadesch (das erste Mal) ungefähr ein Vierteljahr zogen. Won den im Stakionenverzeichniß genannten Lagerungen ist nun keine einzige gewiß zu bestimmen, als Ezjon-Geber, welches an der Nordspitze des (östlichen) Meerbusens von Akaba lag. Und "so haben wir dadurch auch nichts weiter erlangt, als daß die Wanderungen der Israeliten gegen Ende der 37 Jahre diese Gegend erreicht hatten, von der sie direkt nach Kadesch zurückzogen, um nun den zweiten Versuch, von Kadesch in Südkanaan einzufallen, zu machen, wovon sie durch die Feindseligkeit Edoms abgehalten wurden. Wie gesagt, lassen sich die genannten Stationen gar nicht mehr auffinden, der Sand der Wüste und die Vergeßlichkeit der Zeit hat die Spuren längst zugedeckt. Einige Kritiker wollten aus dem Umstande, daß die meisten dieser Srationsnamen zugleich Bedeutungen hätten, auf die Erdichtung des ganzen Verzeichnisses schließen. Allein dieser Umstand zeigt-gerade das Gegentheil. Wir sehen an Thabeerah, Kibroth hathaavah, Chormah, daß die Israeliten den Orten, wo sie gelagert, und die wahrscheinlich gar keine Namen vorher hatten, solche nach den daselbst vorgefallenen Begebenheiten beilegten. Dichtung hätte sich aber gerade der bekannten Namen bemächtigt. Es könnte daher gerade aus diesen Namen etwas Geschichte entnommen werden, wenn wir hier nicht auf bloßen Konjekturen fußen müßten. Das Verhältniß des Stationenverzeichnisses zu der Geschichtserzählung stellt sich nun so heraus, daß jenes diese ergänzen, und die in der Geschichtserzählung nicht erwähnten Stationen hervorheben sollte. Das Auslassen von Kadesch (das erste Mal) erklärt sich daher leicht daraus, daß es doch noch einmal (das zweite Mal) erwähnt werden mußte. Eben darum wurden auch die Stationen zwischw Ezjon- Geber und Kadesch -Milcht erwähnt, weil dieser auf dem Zuge von Kadesch (das zweite Mal) um das Gebirge Seir nach dem Ostjordanlande doch gedacht werden mußte. Die gedachten Stationen lagen nun gewiß nicht in einer Richtung, sondern die Kreuz und Queer, je nachdem das Bedürfniß die Jsraculen dahin ziehen ließ. Das Resultat ist daher kurz dieses. Vom Sinai zogen die Israeliten nach Kadesch, um in Südkanaan einzufallen, hier wurde die Bestimmung getroffen, vor dem Einsall in Kanaan noch 37 Jahre in der Wüste zu weilen. Sie zogen daher in der Wüste umher, bis sie aus der Gegend des Meerbusens von Maba am Ende der 37 Jahre wieder in Kadesch eintrafen, um nunmehr den ursprünglichen Plan zu vollführen, und in Südkanaan einzufallen. Hieran wurden sie durch die Feindseligkeit Edom's verhindert, und es wurde daher beschlossen, Seir zu umziehen, dann nordöstlich zu ziehen, um vom Ostjordanlande her Kanaan anzugreifen. Auf diesem Zuge stehen wir wieder ganz auf festen Füßen, gerade darum gestatten wir uns, erst später darauf zurückzukvmmen. Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen IjNgr. gBr.) Gebühren für die gespaltene Seile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. . (Stelle- Gesuch.) Ei» israelitisches Mädchen, 24 Jahre alt, sehr bewandert in der Kochkunst, geschickt in weiblichen Arbeiten, mit schönen musikalischen Kenntnissen begabt, sucht von Verhältnissen gedrungen, eine Stelle als Haushälterin, Gesellschaflerin oder Erzieherin. Hierauf Reflektirende wollen sich in portofreien Briefen wenden an I. Baumann in Fürth. Druck von I. B. Hirschfeld.

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