Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 50 (11.12.1841)
- Date
- 1841-12-11
- Page
- Seite 728 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/3224737-3225173-3225224--04008-3313579- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
728 Bei Bcrcndsohn in Hamburg ist soeben erschienen, und in allen Buchhandlungen zu haben: Heber bas Gebetbuch nach dcm Gebrauche des neuen Zsraelitischeu Tempelvereins zu Hamburg. Ein Votum von Dr. ®. Holdheim, großherzogl. Schwerinischem Landes-Rabbiner. Preis drosch. 5 Ngr. (4 gGr.) Die Wichtigkeit des hier behandelten Gegenstandes und der Name des Verfassers werden dieser Schrift gewiß viele Leser zuwenden. Ferner: Die Kirche Christi und ihre Ausartungen im Laufe der Jahrhunderte. Zur Beherzigung für Jedermann. Preis 4 Ngr. (3 gGr.) Bei einer nicht unbedeutenden israelitischen Gemeinde einer großen Stadt der preußischen Rheinprovinz wird die Stelle eines Elementar - und Religionslehrers, der zugleich den Kantordienst mit Choralbeglcitung versehen muß, die mit einem jährlichen fixen Einkommen von wenigstens 200 Thlr. Preuß. Ert. nebst freier Wohnung, verbunden ist, und außerdem noch manche Nebengefalle t hoffen läßt, mit dem 1. Marz k. I. vakant. Hierauf reflektirende, qualisizirte Subjekte können bei der Redaktion dieses Blattes erfahren, bei wem man, unter Einsendung der Zeugnisse über Moralität, Religiosität und Fähigkeiten, sich sofort in portofreien Briefen zu melde» habe. Ein gebildeter junger Mann, israelitischer Religio», der zugleich Unterricht in der französischen und englischen Sprache zu ertheilen im Stande ist, kann in einem atff sehnlichen Hause, in einer der ersten Städte Baierns, ein vortheilhaftes Unterkommen finden. Lust^itz»gende, die sich über ihren moralischen und wissenschaftttcherrCharakter auszuweisen vermögen, wollen sich unter der Schiffer I. 6. W., an die Verlagsbuchhandlung wenden, welche dann das Weitere besorgen wird. — Bemerkung. (Schluß.) Eben so zeigt die Vergleichung des „israelitischen Gebetbuches" mit dem portugiesischen in Bezug auf die Festgebete viele Aehnlichkeit. Auch dieses hat an den Sclialosch Rcgatim keine Maaroboth, keine Jozrolh, auch dieses hat das ypin nicht, und die ist die mit ftnK anfangende. So hat also das „israelitische Gebetbuch" viele Formen des portugiesischen Ritus angenommen, was wir, hiermit nicht bekannten Lesern gegenüber, bemerken wollten, um viele in jenem Berichte bemerkten Veränderungen erklärlicher zu mache». Daß in der r'w die Sätze für die zehn Bußtage, so wie auch KiiPi beibehalten worden, zeichnen wir hier beiläufig an, so wie in jenem Berichte die Einschicbung deutscher Gebete, Gesänge und der Predigten, dem Zwecke desselben gemäß, nicht berührt worden. In diesen Tagen ist ein Votum des Herrn vr., Holdheim über das „israelitische Gebetbuch," völlig zu Gunsten des letztern, bereits, besonders abgedruckt, veröffentlicht worden. Auch der Unterzeichnete hat sein gefordertes Gutachten abgeschickt, und sollen über diese, wie über etwakge Entgegnungen umfassende Berichte gegeben werden: da es der Tendenz dieser Zeitung gemäß ist, gegenseitige Ansichten zu beleuchten, selbst wenn fie mit der persönlichen Ueberzeugung des Redakteurs nicht übereinstimmen. Jedenfalls wäre cs sehr zu wünschen, daß man allseits bei dieser Angelegenheit nicht aus den Gränzcn anständiger und würdiger Besprechung weiche. Dann kann sie nur zum Heile der Gegenwart dienen. Der Redakteur. Druck von I. B. Hirschfeld.