Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 49 (4.12.1841)
- Date
- 1841-12-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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V. Jahrgang. Allgemeine N». 4S. Zeitung des Judcntbums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Dr. Ludwig Philippfon, Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Concession.) Leipzig, den 4. December 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrigr mit r Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Luxemburg, 13. November. (Privatmitth.) Ganz dem erleuchteten Geiste gemäß, der Holland und fein erhabenes Herrscherhaus von jeher in religiöser Toleranz und Freisinnigkeit ausgezeichnet hat, enthält auch das neue Grundgesetz des Großherzogthums Nichts, was die Nelizionsausschließungen bekundet, die in Deutschland noch immer an der Tagesordnung sind. In die neue Deputirtenkammer sind als Mitglieder wählbar Alle, die geborene Luxemburger oder daselbst naturalisirt sind. Nach Stand und Glauben ist bei dieser Berechtigung nicht die Frage. Hamburg, 14. November. (Privatmitth.) Gestern Abend fand hier eine bedeutsame Nachfeier des neulichen Jubelfestes unserer Freischule statt. Es versammelten sich in dem Schulhause eine Anzahl ehemaliger Schüler denen sich viele Damen, ehemalige Religionsschülerinnen des Oberlehrers Dr. Kley angeschlossen hatten, um demselben ein ausgezeichnet würdiges Geschenk zu überreichen, welches durch eine Subscription von gegen 200 derselben angeschafft worden. Dies Geschenk besteht in einem vom Prof. Oppenheim in Frankfurt gemalten Bilde, der Abschied Äioses von den Israeliten, einem großartigen Kunstwerke, das jedoch besser den Namen führte: Moses, dem Josua die Hand auflegend, und auf welchem insbesondere die Figur des Moses und sein begeistertes zum Himmel erhobenes Gesicht überaus gelungen ist. Der reiche oben bogenförmige Rahmen enthält als Inschrift den Vers: „Seine Gestalt war nicht gebeugt und sein Auge nicht dunkel worden." Einer der ehemaligen Schüler hielt eine Anrede an den Gefeierten, worin er durch dessen ganz rigenthümliche persönliche Verdienste sowol um das Institut in Unterricht und Erziehung im Allgemeinen, als um fast jeden der Schüler von Jugend an insbesondere, die ganz ausgezeichnete Liebe und Zuneigung zu erklären suchte, deren derselbe bei allen seinen ehemaligen Zöglingen genießt. Musik siel ein, Dr. Kley antwortete mit tief bewegter Stimme und lud die Gesellschaft 'zu einer Kollation in seinem Hause, wobei es an Trinksprüchen nicht fehlte. Das Bild hat auf seiner Reise von Frankfurt hieher erst die Kasseler Ausstellung mitgemacht, sonst wäre es schon am Tage der Schulfeier übergeben worden. Preirßen. Berlin, 12. November. Es ist in ihrer,Zeitung mehrmals von der Kraft per Zeugeneide der Juden nach unserer Gesetzgebung die Rede gewesen, und es ist die gegenwärtige Unangemessenheit der des-