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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-11-20 · Heft 47 (20.11.1841) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 47 (20.11.1841)
Date
1841-11-20
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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V. Jahrgang. Allgemeine No. 47. Zeitung des Zudeuthuws. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippson, Baumgartners Buchhandlung Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. zu Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigster Concession.) Leipzig, dm 20. November 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jjhrlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrigr mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs. wohllöbl. Ieitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Deut sch l a n d. Hamburg, 8. November. (Privatmitth.) Schon wieder hat unsere Gemeinde eine öffentliche Feier begangen, und zwar eine der schönsten die im Kreise einer jüdischen Gemeinde gedacht werden können; es war die Feier des 25jährigen Bestehens unserer Freischule, die am 31. Oktober im Apollo- Saale Statt fand. Mehre Tage vorher war das darauf bezügliche von dem Manne der der oberste Leiter, die Triebfeder und der unermüdliche Arbeiter dieses Institutes ist, dem Dr. Kley selbst verfaßte Programm, dessen Hauptinhalt die „geschichtliche Darstellung der Israelitischen Freischule in Hamburg" ist vertheilt und die Einladungen, genau nach der Größe des Saales berechnet, ausgesandt worden. Das Nähere über diesen historischen Bericht, der für die Israelitische Geschichte und für die Pädagogik wichtig ist, ersparen wir für eine andere Zeit, und führen bloß einige Data aus demselben an. Die Schule ist im November 1815 durch ein Bermächtniß des sel. Baruch Abraham Goldschmidt, eines in London verstorbenen Hamburgers, von 2000 Lsterl. begründet und am 16. Juni 1816 eröffnet. Der erste Oberlehrer war der Dr. phil. Hanno, jetziger Professor in Heidelberg, dem aber schon am 12. Oktober 1817 der Dr. Kley folgte. Damals wurden zum ersten Male in dieser Stadt öffentliche deutsche Vorträge über jüdische Religion, und deutscher und hebräischer Choralgesang mit Orgelbegleitung vernommen, da der Oberlehrer, welcher kurz vorher eine Zeitlang in dem ephemeren Tempel zu Berlin gepredigt hatte, die Religionsstunden an jedem Sonntag Morgen öffentlich hielt und ein sehr zahlreiches Publikum von Erwachsenen sich dabei einfand. Die Zahl der Schüler war 1816 nicht größer als 30 und beträgt jetzt 181 °). Seit 1818 werden auch Schüler für eine mäßige Bezahlung (30 Mrk.) ausgenommen, deren Zahl aber nicht das Viertel der gesammten Schülerzahl übersteigen darf. Seit 1819 besteht der Frauenverein welcher die sämmtlichen armen Schüler kleidet und in Betreff der Reinlichkeit , Anständigkeit u. s. w. beaufsichtigt. Das Kapital der Schule beträgt jetzt einschließlich des'Schulhauses Bko. Mrk. 43662. »Sch. Die Zahl der in diesem 25jährigen Zeitraum aufgenommenen Schüler ist 783, die der entlassenen 002, von denen so weit es bekannt ist sich 13 der Wissenschaft, 8 dem Lehrfache, 6 der Tonkunst, 3 der Navigation, 2 der Lithographie, 3 dem Buchhandel, 7 dem Militairstande, 75—100 dem Handwerksstande (Fabrikarbeiter, Dienstboten u. s. w. mitgezählt) und 165— 200 dem Kaufmanns - und Handelsstande gewidmet *) Neuerdings schon an 200.

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