Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1841)
- Date
- 1841-10-30
- Page
- Seite 636 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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636 In meiner Erziehungs - und Bildungsanstalt für israelitische Knaben und Mädchen können wieder einige Zöglinge Aufnahme finden. Dr. I. Heinemann in Berlin, Alexanderstraße 55. Ein Vorleser deutscher Druckschriften empfiehlt sich. Adressen unter P. H. befördert die vereheliche Redaktion. Ein Lehrer der gut musikalisch ist, und nöthigenfalls auch deutsche Vortrage halten kann, sucht eine diesen Fähigkeiten angemessene Stelle. Portofreie Anfragen ist die Expedition dieses Blattes erbötig weiter zu befördern. Beachtungswerth. Ein religiös-moralisch guter und wissenschaftlich gebildeter Kantor und Schächter findet zu kommende Oster» bei der hiesigen israelitischen Gemeinde ein vortheilhafteS Engagement. Hierauf Reflektirende.wollen sich dieferhalb gütigst binnen drei Monaten in frankirten Briefen bei dem Unterzeichneten melden, oder sich hier persönlich einfinden. Bütow in Hinterpommern, im Oktober 1841. Der Vorstand M. Mendelsoh». Bemerkungen. Der Unterzeichnete Redakteur gestattet sich die Bemerkung, daß er auf persönliche Angriffe in anderen jüdischen Zeitschriften nie antworten wird, wie er auch seinerseits die Spalten der Allg. Zeit, des Judenthums keiner Erwiderung oder Beschuldigung eines andern jüdischen Blattes eröffnet hat oder eröffnet, es sei denn daß die Abfasser von dergleichen Artikeln ihre Zuflucht zum „Anzeiger" oder zu „Beilagen" nehmen, über die bekanntlich keine Redaktion zu verfügen hat, und wofür der Abfasser die Kosten selbst zu tragen hat. —. Es werden häufig dem Unterzeichneten Gutachten, Rathschläge u. dgl. äbgefordert. Er bemerkt dmen, die ihn mit solchem Zutrauen beehren, daß er sich auf diesem Gebiete nie von individueller Ansicht, noch von Persönlichkeiten bestimmen laßt, sondern nur von möglichster Erwägung der reinen Thatsache. In Fällen, wo das letztere Moment weniger erzielt wird, bittet er, ihn lieber zu verschonet. Daß er zu dieser Bemerkung durch faktische Erfahrung bewogen worden, wird man leicht ermessen, um so eher, da es zu gewöhnlich ist, so lange man Beförderung persönlichen Interesses erhofft, Vertrauen und Hingebung zu heucheln, die sofort in Schmähung Umschlägen, wenn die Hoffnung nicht ganz erfüllt wird. Der Unterzeichnete hofft, mit dem Beistände des Allerhöchsten, den geraden Weg ungehindert und ohne Scheu zu verfolgen, den er bis jetzt gegangen, und dessen Ziel ist: zur Erhaltung und Abklärung des israelitischen Glaubens nach Kräften beizutragen! <£CJ. Redakteur. Unterm heutigen Datum haben wir die an uns eingesandten Arbeiten, welche Preisbewerbungen um die für das beste Schulbuch bei uns niedergelegte Prämie sein sollten, zurückgesandt, weil sie sämmtlich als des Preises nicht würdig von den zur Beurtheilung bestimmten Männern anerkannt worden sind. Aus diesem Grunde habe» wir die deponirten 50 Thaler an Herrn Rabb. A. K. zurückgesandt. Die Abwickelung dieser Sache hat sich darum verspätet, weil von einigen sonst bewährten Männern Friste zur Einsendung erbeten worden, die den Zweck der Sache zu erreichen schienen. Die Redaktion. Druck von 2» V. Hirschfelb. Der heutigen Nummer liegt eine literarische Anzeige von dem nun vollständig erschienenen Pleßnerschen Reden ec. bei. Berlin von C. Heymann.