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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-10-09 · Heft 41 (9.10.1841) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 41 (9.10.1841)
Date
1841-10-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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v. L-hrg<«-g. Allgemeine No. 4L. Zeitung des Zudenthuws. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Or. Ludwig Philippson, Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnadigster.Concession.) Leipzig, den 9. Oktober 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u.s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Aeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs. wohllöbl. Jeitungs- Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Preußen. Magdeburg, 27. Sepl. (Privatmitth.) Wir stellen hier in der Kürze den Inhalt einiger Berichte über Kultus in verschiedenen Gemeinden zusammen. — Aus Iserlohn wird uns unterm 12. d. über die Fortschritte, welche die israel. Gemeinde zu Bünde im Regierungsbezirk Minden in ihrem Synagogenwesen gemacht, sehr belobend und mit herzlichem Dank sür diese Gemeinde, referirt. — Aus Breiten im Großherzogthum Baden wird unterm I. Sept. über Verfall des Gottesdienstes, und daß es mit der Gemeinde durchaus nicht fort will, geklagt, und gerade der als Hinderniß bezeichnet, welcher den Gottesdienst seiner Pflicht gemäß am meisten fördern sollte. — Aus Berlin wird unterm 21. Sept. die bitterste Rüge ausgesprochen, daß am zweiten Neujahrstage in dem Betsaale der Gemeindeknabenschule eine Schaar Böswilliger sich nicht entblödete, mitten in der Predigt des einen Lehrers an der Anstalt ihr Mißfallen an derselben durch Scharren und Lachen zu erkennen zu geben. Der Geist der Mißachtung vor Gottesdienst, der an so vielen Orten sich noch unter unser» Glaubensgenossen kund giebt, scheint hier den höchsten Gipfel erreicht zu haben. Berlin, 27. Sept. (Privatmitth.) Die Antwort unsers Königs an die Deputirten der schlesischen Israeliten hat hier einen sehr angenehmen Eindruck gemacht, indem man darin eine Erklärung über die am 26. Nov. v. I. von Seiten der Gemeinden Königsberg, Breslau und Berlin, als der Hauptgemeinden der Provinzen, in welchen das Edikt vom 11. Marz 1812 gültig ist, eingereichte Eingabe über die Folgen dieses Edikts erblickt. Gebe Gott, daß es unserm königlichen Herrn bald gefallen möge, die Sache aus dem Gebiete der An - und Aussprache in das der Wirklichkeit zu versetzen! Breslau, 19. Sept. Für die Kränkung, welche die hiesigen jüdischen Kaufleute neuerdings durch die Intoleranz der breslauer Kaufmannschaft erfahren, ist ihnen in der unbeschränktesten Betheiligung an allen übrigen Empfangsfeierlichkeiten die schönste Genugthuung geworden. Der Humanität unsers Magistrats und dem gesunden Sinn unsrer Gesammtbürgerschaft, welche alljährlich Juden zu Stadtverordneten und Bezirksvorstehern wählt, und, ehe höhern Orts die Bestätigung versagt ward, auch zu Schiedsrichtern in großer Anzahl erwählte, war auch beim Empfange IJ. MM. eine Unterscheidung zwischen christlichen und jüdischen Bürgern fern geblieben. Nicht blos fungirten die jüdischen Stadtverordneten und Bezirksvorsteher ln ihren amtlichen Dekorationen gleich den christlichen, und bildeten, christliche und jüdische Bürger vereint, nur nach den Bezirken geordnet, das Spalier; nicht nur befanden

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