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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-08-21 · Heft 34 (21.8.1841) · p. Seite 478

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 34 (21.8.1841)
Date
1841-08-21
Page
Seite 478 (sequence 2)
Language
German
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478 Nachricht mit, daß laut einer vom Herzog v. Normanby unterm 24. Juni Unterzeichneten, an den Erbmarschall von England, den Herzog v. Norfolk, gerichteten Urkunde Sir Moses Montefiore die königl. Erlaubniß erhalten hat, 8upporters zu führen; ein Recht, welches in der Regel, falls nicht die ausdrückliche königl. Genehmigung erlangt wird, nur den Pairs und den Ordensrittern zukommt. Die 8up^orters sollen darin bestehen, daß an der rechten Seite von' Montesiore's Familienwappen ein aufrecht stehender, nach vorn schauender (Auaräant) Löwe, an der linken ein Hirsch angebracht wird. Beide tragen eine Stange, an welcher eine fliegende Fahne sich befindet, deren rechte die Inschrift Jerusalem in hebräischen Buchstaben trägt. Die Urkunde bezeichnet Moses Montefiore als Ritter, Mitglied der königl. Gesellschaft und als gewesenen Sherif von London und Middlesex, und rühmt die Thätigkeit Montesiore's im Orient, in Anerkennung welcher und „als Andenken an diese seine anhaltenden Bemühungen zu Gunsten seiner gekränkten und verfolgten Brüder im Morgenland und der ganzen Nation, dieses besondere Zeichen der königl. Gnade ihm ertheilt werde." (L. A. Z.) Frankreich. Paris, 29. Juli. Man will hier dem Quartiermeister Jonas, der am 12. Mai 1839 an der Spitze seines Detachements bei einer Straßenemeute gefallen ist (s. No. 67. Jahrg. 1839) ein Denkmal setzen. Se. Majestät der König hat 208 Fr. und die Königin 100 Fr. unterzeichnet. Metz, 18. Juli. Am 22. Juni waren die Notabeln unseres Konsistorial-Bezirkes, in Folge eines Ausschreibens des Präfekten und des Justizministers in einem der Säle des Rathhauses versammelt, um die vier Stellen im Konsistorium, welche durch die gemeinschaftliche Dimission der Herren Adolph Worms, Louis Aron Cahen, August Düpont und Jesajas Schwabe erledigt sind, wieder durch Wahl zu besetzen. Nachdem das provisorische Bureau ein; gesetzt war, sprach Herr Adolph Worms als Präsident eine Rede, welche die ^rcb. Israel, äo la krauce vollständig mittheilen, und aus der wir folgende Stellen hervorheben. „Ein jeder von uns war bei der Uebernahme der ehrenhaften Mission als Mitglied des Konsistoriums im Woraus von der Wichtigkeit der damit verbundenen Pflichten überzeugt. Eine Hauptidee waltete in uns vor, und diente zur Grundlage aller unserer Werbefferungsentwürfe. Das Vaterland, indem es uns unter die Zahl seiner Kinder, ohne Unterschied und ohne Vorbehalt, ausgenommen, hatte im Gegentheil von uns zu erwarten, daß wir unsrer Seits ihm uns offenmüthig hingeben werden; und weil es uns alle Laufbahnen, alle Aemter, alle Würden zu-j gänglich machte, und sich um unfern Kultus nur inder Absicht, ihn zu beschützen und zu bezahlen, kümmerte: war es gerecht, daß unsere Sitten, unsere Gebräuche, unsere Sprache sich mit den unserer Mit- ' bürger vermischten, und daß, aufhörend eine besondere Nation im Schooße der großen Nation zu sein, wir nur Israeliten wären in unfern Tempeln und in der Ausübung des Kultus, daß aber außerhalb des letztem man in uns nur Franzosen, nur Bürger sehen könnte." Herr Worms stellt darauf dar, wie ihre Vorgänger von 1806 und 1818 die Mission, die ihnen damals oblag, getreulich erfüllt. „Denn, sagt er, bemerken Sie wohl, meine Herren, die drei Hauptgründe, welche der Einsetzung der Konsistorien im Jahre 1806 unterlagen/ sind seit langer Zeit erledigt, die beiden ersten durch die Wirkung der Civilisation, der dritte durch die Revolution von 1830. Es handelte sich 1886 darum, durch alle Mittel die jungen Leute zur Militär-Karriere zu bringen, den Wucher zu unterdrücken und die Kultuskosten 'zu - vertheilen. Jetzt zählen wir mit Stolz in der Armee und in allen Graden eine beträchtliche Anzahl unserer Glaubensbrüder, die nicht' durch die Ermunterungen der Rabbinen oder Konsistorien, sondern durch das Gefühl dessen, was sie ihrem Vaterlande schuldig sind/ und durch den Wunsch, ihren Theil an dem Ruhme zu haben, welcher stets den französischen Waffen zu eigen war, dahingebracht wurden. Was' den Wucher betrifft, so sprechen wir es ohne Furcht, Lügen gestraft zu werden, aus, dieser scheußliche Aussatz ist seit langer Zeit und ohne Wiederkehr aus dem Schooße unserer Glaubensgenossen ausgerottet." Um aber nun neue Einwirkungen auf die Israeliten Frankreichs zu bekommen, und namentlich auf

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