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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-08-07 · Heft 32 (7.8.1841) · p. Seite 463

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 32 (7.8.1841)
Date
1841-08-07
Page
Seite 463 (sequence 15)
Language
German
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468 Daß Du nur mit Verachtung Nicht eitlen Trug es nennest: Die Flamme in der Wolke Hat einst Dein Volk geschaut, Und jeglichem Gedanken Ist ein Gewand getraut. Was fallen soll, wird fallen — Drum mach' es Dich nicht irre. Und die Vollendung steiget Gemach aus dem Gewirre: Der Kampf, er sei Dir heilig, Er wird um Gott geführt, Wo ihn nicht schnöde Selbstsucht Um ihretwillen schürt. — Drum zu den alten Säulen Und in die alten Hallen Mußt Du, den Gott im Herzen, Und immer wieder wallen; Such' nicht darin, was draußen Erstrebt wird und gefallt. Und schließe Dich mit Liebe An diese eigne Welt. Nicht glatt und aufgeputzet, In modisch neuem -Prangen, Mußt Du die Sturmzerschellte, Trübernste Dir verlangen: Giebst Du die ganze Seele, Ihr Deinen besten Theil, So wirst Du sie bald schauen Von allen Wunden heil. — So laß ein frisches Weben Den frommen Geist durchwehen. Und auf den lichten Schwingen Dein Leben still erhöhen: So wandle ernst und kräftig Im Schaffen Deinen Pfad, Daß aus dem reinsten Willen Entspringe Deine That. 26. Schwelle, Segel, Ruder, falle. Aus der Brandung Wozenschwalle Führet schnell mich und gewandt; Dort das Schiff — die Anker lichtet, Steuer, hin nach Nord gerichtet. Zum geliebten Vaterland. Schwarze Augen und Mantillen Fesseln nimmer meinen Willen, Halten nimmer meine Lust; Nicht Cypressen und nicht Myrthen Sollen meine Schläf' umgürten, Ob der sehnsuchtsvollen Brust. Reicht mir nicht die Rosenkränze, Laßt die üppig wilden Tänze, Lächelt nicht so hold mir zu, Meines Deutschlands starke Eichen Nie aus der Ecinnrung weichen, Nur ihr Schatten beut mir Ruh'. Ha! ihr unbebauten Küsten, Spanien's trümmerreiche Wüsten, Zeugen der Vergangenheit, Fried' und Glück sind euch entschwunden, Da ihr Achtung nie empfunden Vor des Menschen Glück und Leid. Lang schon ist der Kampf entsponne», Und noch lang nicht Sieg gewonnen, Zitternd schwankt noch das Geschick: Denn die aufgeregten Kräfte Führen noch das Schwert am Hefte, Mit dem mordbegiergen Blick. Wollt des Friedens Zeichen wissen? Wann sie Siegeswimpel hissen. Und geheilt der alte Bruch? Wenn der Jude hier wird landen Frei zu gastlich heitern Banden, Dann ist Dir gelöst, der Fluch!

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