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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-07-31 · Heft 31 (31.7.1841) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 31 (31.7.1841)
Date
1841-07-31
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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V. Jahrgang. Zeitung Ällgemeine N». Si. des Iudcnthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Dr. Ludwig Philip pson, Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit König!. "Sächsischer allergnadigfter Concession.) Leipzig, den 31. Juli 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels. Registers u.s.w. umfassen. Zn Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Syrien. London, 10. Juli. (Privatmitth.) Sir Moses Montefiore hat vor Kurzem ein Schreiben vom Vorsteher der israelitischen Gemeinde zu Damaskus, dem öfter genannten Raphael Farkhi erhalten, welcher die dortigen Verhältnisse noch immer nicht als erfreulich schildert. Es geht daraus hervor, daß leider! ein zu gründlicher Haß zwischen den verschiedenen Religionsparteien herrscht, als daß derselbe jetzt, wo zur reellen Beruhigung Syriens noch so wenig geschehen ist, nicht noch immer seine! fressende' Funken aussprühen sollte. Die Türken sind längst schlechte Regenten, die sich nur erhalten, weil die änderen Parteien, anstatt sich zu verbinden, einander anfeinden. — Doch ich will Ihnen nur die Hauptstellen des Schreibens übertragen, denn die wörtliche Wiedergabe würde, bei den weitschweifigen Formen des neuern hebräischen Briefstyls, zu vielen Raum einnehmen. Er ist datirt vom 1». Sivan 5601, d. i. 4. Juni 1841, und hebt, wie natürlich, mit, allerdings gerechten Lobpreisungen des Sir Moses an. „Zehn Tage sind es nun, fährt der Schreiber fort, als meine Augen beim Durchlesen der freudcweckenden Briese des Sir Moses entzückt wurden, in derselben Woche, wo 3 Mos. Kap. 6. vorgelesen ward (irr 's). Die Worte kamen vom Munde eines Weisen, und ihre Anmuth und Freundlichkeit machten einen tiefen Eindruck auf mein Herz. — Inmitten dessen ergriffen mich um so mehr einige Ausdrücke des Sir Moses, daß derselbe unterrichtet worden, es hätten einige Israeliten aus; unsrer Gemeinde, hier in Damaskus, Rachegefühle i gegen Leute aus anderen Nationen bethätigt, und j in Untreue und böser Gesinnung, an jenen Ungerechtigkeiten auszuüben sich bemüht, wodurch derselbe sich zu den Worten des Bedauerns bewogen fand: „„warum achtet Ihr nicht auf die Vorschriften unsers heiligen Gesetzes und die Reden der Propheten? durch die uns befohlen ist, uns nicht an, unseren Feinden zu rächen, selbst wenn sie in unsrer Gewalt wären; ihr müßtet zufrieden sein, dass ihr jetzt in Frieden in euren Häusern sitzen könnet," und andere Worte der Art fand ich in dem Briefe. Hierauf | will ich jetzt Antwort geben. Sir Moses, die Euch solches berichtet haben, haben Euch erzählt, was völlig unwahr ist; Nichts der Art ist von den! hiesigen Israeliten gethan worden, wir haben öfter! Briefe an Sir Moses gerichtet, einige von Jsraeli-! ten, die hierher gekommen waren, einige von den! verfolgten Individuen, die durch Sir Moses' Ver-! mittelung in Freiheit gesetzt wurden f einige von mir j selbst, und andere von Jakob Abuelaasia, aus allen! aber wird hervorgegangen sein, daß wir unsre Häup»! ter-nicht mit Vertrauen aufrecht erhalten können vor j den Bewohnern der Stadt, wegen des englischen | Konsuls, da derselbe uns stets Böses nachsagt bei

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