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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-07-10 · Heft 28 (10.7.1841) · p. Seite 411

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 28 (10.7.1841)
Date
1841-07-10
Page
Seite 411 (sequence 15)
Language
German
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^rr Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen IJ Ngr. (1 Gr.cour.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Seit einiger Zeit ist Ln öffentlichen Blattern von unserer Gemeinde und Kultus-Angelegenheiten viel gesprochen, dies könnte die irrige Meinung herbeiführen, als gingen diese Gesinnungen von der Gesammtheit oder wenigstens von Sachkundigen aus, daher bin Lch's der Ehre meiner werthen Gemeinde-Mitglieder schuldig, hiermit zu veröffentlichen, daß alle diese verschiedene Annoncen nur von ein und demselben Verfasser gusgehn, darunter auch die berüchtigte Schmähschrift im Orient worin die Gemeinde verflucht und verwünscht ist, derselbe Mann ist es, der nur allein sich so oft gegen die ganze Gemeinde opponirt und Denoncationen aller Art bei den Behörden angebracht hat, die aber immer als grundlos befunden wurden. Dieser Mann ist in allen Fächern des Wissens sehr beschränkt, in der jüdischen Literatur und der Dogmatik ganz unkundig, er hat dies selbst ausgesprochen, indem er unter andern sagt: „Herr Lasch hat uns gesagt was Pesach ist" eine Lehre die jedem Schulkinde schon gesagt wird. Ob ein solcher Mann Fähigkeit hat eine Rede zu beurtheiien, oder gar den öffentlichen Gottesdienst zu recensiren, enthalte ich mich zu äußern, gleichwol hielt dieser Mann sich aus vielen Millionen Juden auf dem Erdboden allein werth und berufen einem hochgestellten Wohlthäter zu London eine Dankadresse zu widmen. Statt des alligirlen Verses aus Jermias hätte er lieber die Sprüche Salomons welche über reden und schweigen handeln lesen sollen, so hätte wahrscheinlich die Welt weniger zu lesen bekommen. Wenn nun zwar jede Anonymität viel gehässiges verrath, so habe ich doch Grund meinen Namen hier nicht zu nennen, wol aber kennt meine Gemeinde mich als Verfasser, und der Herr Redakteur dieses Blattes ist gebeten, auf jede Anfrage mich zu nennen, es ist also nicht nöthig, wie bei jenem erst durch Advokaten-Hülfe, des Verfassers Namen herauszupressen. Da ich nun bei der Sinnesart des Mannes, und bei seiner überflüssigen Zeit, wol Erwiderung erwarten kann, sage ich schlüßlich, daß dessen Lob und Tadel mir völlig gleich bleiben, ich daher bei meiner beschränkten Zeit nichts entgegnen werde. Halberstadt-im Monat Juni 1841. Ein Gemeinde-Mitglied. Erziehungs-Anstalt für Töchter. Unterzeichnete erlauben sich einem respekt. Israelitischen Publikum ihr schon seit zwölf Jahren bestehendes Pensionat, in Erinnerung zu bringen. — Durch ein geräumigeres Lokal sehen wir uns im Stande, allen Eltern, welche gesonnen sind ihre Töchter unserer Leitung zu übergeben, jeder Zeit genüge zu leisten. Die Gegenstände des Unterrichts, wozu wir stets die ausgezeichnetsten Lehrer engagirt haben, sind: Schönschreiben, Rechnen, deutsche und französische Sprache, Weltgeschichte, Geographie und Musik. Unterweisungen im Kleidermachen, in allen möglichen Handarbeiten und im Wirthschaftlichen werden von uns selbst ertheilt. Sowol die ungetheilteste Anerkennung der Eltern, als die fortdauernde Liebe der vielen Zöglinge, für unser Institut, in welchem sie sich für ihren edeln Beruf ausgebildet haben, beweisen es hinlänglich, wie wir mit unausgesetzter Aufsicht, verbunden mit liebevoller Behandlung, das Wohl der uns anvertrauten Kinder sichern. Die verehrlichen Familien, welche uns ihres Vertrauens werth halten, und die nähern Bedingungen zu erfahren wünschen, wollen sich gefälligst schriftlich an uns wenden. Paderborn den 21. Juni 1841. Geschwister Nathan. Bei B. S. Berendsohn ist so eben erschienen, und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: Die göttliche Erziehung in unserm Leben Predigt am 12. Juni 1841 als am Sabbat nach der Grundsteinlegung zum neuen, von Herrn Salomon Heine zum Gedächtnisse seiner Gattin, der sel. Frau Betty Heine, gestifteten Israelitischen Krankenhause, gehalten im neuen Israelitischen Tempel zu Hamburg von Dr. N. Frankfurter. Dem Druck übergeben von der Direktion des neuen Israelitischen Tempels. Preis 3^ Ngr. (3 Gr. eour.) Mit dieser Anzeige verbinde ich den vielen Anforderungen zu begegnen, die vorläufige Nachricht, daß es mir gelungen ist den verehrten Herrn Verfasser obiger Predigt dahin zu bestimmen, eine Sammlung seiner übrigen Predigten dem Druck zu übergeben, und daß dieselben noch vor Neujahr (5602) vollendet sein, und so als willkommenes und paffendes Festgeschenk benutzt werden können. Für eine dem Innern entsprechende vorzügliche Ausstattung werde ich Sorge tragen, und bitte auf prachtvoll gebundnen Exemplare mir möglichst frühzeitig Bestellungen zugehn zu lassen. Hamburg im Juni 1841. 33. S. Berendsohn.

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