Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 27 (3.7.1841)
- Date
- 1841-07-03
- Page
- Seite 387 (sequence 7)
- Language
- German
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387 Daß die Lust Dir innen schwelle. Wie die Welle Aus dem engen Mund der Quelle." „Send' ihm einen Boten hold. Daß Du nimmer» ihm gegrollt. Wenn er Huldigung gezollt. Daß ihn süß durchbeb' Belehrung, Ob Erhörung Ihn beglücke mit Gewährung." Schau, zu seinen Füßen fallt, Was er mit Entzücken halt, Wonncreichen zugesellt, Blüth' und Blum' in holdem Bunde, Die ihm Kunde Geben mit dem Rosenmunde. 15. Kisten, Kasten, drunten, droben, Aufgehaust, in einander geschoben, Füllen des reichen Kaufherrn Haus, Schiffe sind ihm jüngst gelandet. Andre waren leider! gestrandet, Aber die Fülle strömt ein und aus. „Sohn, was streichst Du sinnend, träumend, Bald beflügelt, und bald säumend, Unstätt immer und unbedacht. Was Du anblickst, nicht bedenkst Du, Seh' ich Dich an, die Augen senkst Du, Deine Lippe bald weint, bald lacht?" „Hier den Stoff aus Silbergaze Trage zu Deiner holden Base, Und begrüße sie als Braut, Daß Dein Herz Dir dort gesunde, Schlage wieder eine Wunde, Und das Glück ist Dir vertraut." Aber der Knabe schleicht von hinnen, Ach! wo anders weilt sein Sinnen, Und im Herzen ein andres Bild: „Werd' ich nimmer mich ermannen. Daß der Vater hört, von wannen Mir das Leid im Busen quillt!" 16. „Nicht des stolzen Hidalgo's Tochter Sollst Du frei'». Ich verachte des Bettelmantels Leeren Schein, Daß er aus Gnade des reichen Kaufherrn Einz'gen Sohn Nehme für seinen verrotteten Adel Hin zum Lohn, Daß die Gevatterschaft rümpfe die Nase Ueber die Mesalliance der Base." „„Vater nicht und Gevatter frei' ich, Nur die Maid, Daß mir blühe der süßen Liebe Seligkeit, Wie sie mit Jnnbrunst mich umfasset, Mich allein, Ist sie der thörichten Vorurtheile Ach! so rein?— Wolken, die uns die Welt umschichtet, Schnell sind sie von der Liebe gelichtet."" „Was die Jugend sich erträumet, Klingt so schön, Bis des Lebens rauhe Wind' cs Schnell vcrwch'n. Eine Zeit lang wird's vergeben Still die Welt, Bis sie spater desto grimm'ger Vor es halt, Was dem Menschen ist angeboren, 's bricht hervor, ist unverloren." „„Einen Garten der Liebe wollen Wie uns bau'n, Wo allein mit Pflanzen des Herzens Wir uns schau'n. Wo des wilden Lebens Wehen Dringt nicht ein. Und uns ewig lächelnd strahlet Frühlingsschein —"" „Ach! wie bald wirst Du's erbitten, Daß Gesellschaft drin sei gelitten." „Sohn, in Deiner Familie Schooß ist's Festgesetzt,