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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-06-26 · Heft 26 (26.6.1841) · p. Seite 380

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 26 (26.6.1841)
Date
1841-06-26
Page
Seite 380 (sequence 12)
Language
German
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380 Anzeiger. Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen Ngr. (1 Gr. cour.) Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen. Die Verlagshandlung. Im Verlage der C. Kürschnerschen Buchhandlung zu Schwerin in Meklenburg ist so eben erschienen und durch -alle Buchhandlungen zu beziehen: Hold heim, Dr. Großherz. Meklenb. Landesrabbine, Antrittspredigt bei der feierlichen Introduktion in sein Amt als Großherz. Meklenb. Landesrabbine in Schwerin am Sabbat *0 5600 (19. September 1840). Preis 6^ Ngr. (5 Gr. cour.) —, Jakob und Israels Predigt für den Sabbat (fibsm n.izns) gehalten in der Synagoge zu Schwerin (12. Dezember 1840). Preis 5 Ngr. (4 Gr. cour,) —Die sittliche Reinigung des Menschen. Predigt' gehalten in der Synagoge zu Schwerin am Sabbat ms rnzns (13. März 1*41). Preis 5 Ngr. (4 Gr. cour.) Die fortschreitende Entwickelung der Kultur der Juden in Deutschland und die wissenschaftliche Ausbildung des Judenthums von Mendelssohn bis auf unsere Zeit, dargestellt von Hermann Jolowicz, 2 Bogen, geheftet i Thlr. Stuhr'sche Buchhandlung in Berlin. Ein von einem Königlichen Seminar geprüfter jüdischer Elementarlehrer sinder unter vortheilhaften Bedingungen eine Anstellung als - Hauslehrer in einer kleinen Provinzialstadt, in der Provinz Pommern. Hierauf Reflektirende belieben an stuck. pliii. H. Jolowicz in Berlin Neue Friedrichsstraße No. 81 Ihre Schreiben nebst Zeugnissen srankirt zu addressiren. Ein junger Mann, der eine gründliche Kenntnrß, der deutschen, französischen und englischen Sprache besitzt, die erforderliche Ausbildung im Hebräischen hat, ein tüchtiger Rechner ist, und sich alle übrigen, zum Schulfach gehörenden Wissenschaften angeeignet hat, sucht eine Stelle als Lehrer. Es wird weniger auf ein großes Gehalt als auf gute Behandlung gesehen. Hierauf Reflektirende belieben, sich unter frankirten Briefen an die Herren I. Beer und Lazarus in Hamburg, Altensteinweg No. 33 zu wenden. Hamburg den 8. Juni 1841. Gesuch und Aufruf. Der Mittag des 30. April war vorüber. Die meisten männlichen Bewohner unserer Gemeinde waren auswärts. Da siand plötzlich unser Backhaus in hellen Flammen. Schon nach wenig Minuten, ehe noch Hülfe möglich war, hatte der scharf wehende Ostwind den flackernden Brand unsrer Synagoge, unsrer Schule mitgetheilt. Es geschah alles, was angestrengte Thätigkeit der Ortsbewohner, was von nah und fern herbeieilende Hülfe, bei dem Wassermangel, an dem wir leiden, zu leisten vermochten; ach, demungeachtet sanken unsere Synagoge, unser Schulhaus, die Wohnungen zwei unsrer Glaubensgenossen, 2 Scheuern und daö Wohnhaus eines christlichen Bewohners in Asche. Fast nichts konnte gerettet werden; doch wir danken dem, der den Elementen gebietet, daß wir den Verlust keines Menschenlebens zu beklagen haben. Aber unsre Gemeinde ist sehr arm, und'leider sind sämmtliche Gemeindegebäude, welche abbrannten, nach Landesgesetz nur mit 286 Lhlr. in der Affecuranz versichert. Wie soll es also ermöglicht werden, unsere Synagoge wieder aufzurichten, dem wackern Lehrer unsrer Kinder ein neues Obdach zur Fortsetzung seines segenbringenden Berufes zu schaffen, und unsere um Habe und Gut gekommenen GlaubenSgenoffen in ihrer Noch aufzuhelfen, wenn wir nicht die Mildthatigkeit unsrer näher und ferner wohnenden Brüder in Anspruch nehmen. An Sie wenden wir uns daher in unsrer tiefen Bedrängniß, und gewiß wir bitten nicht vergebens um Beistand; denn noch belebt warmes Mitgefühl bei fremden Schmerz die Brust der Söhne Israels, noch ist edle Mildthätigkeit in den zerstreuten Gemeinden Jakobs nicht erloschen, noch steht der feste Glaube an die vergeltende Hand deS Ewigen unerschüttert. Ja, er wird die Gaben segnen, mit welchen Ihr Edelmuth unsre Noch zu lindern suchen^wird, und die wir mit dankbar gerührtem Herzen empfangen werden. Die Unterzeichneten Vorsteher unsrer Gemeinde werden nicht verfehlen, den Empfang der Unterstützungen öffentlich zu bescheinigen und seiner Zeit Rechnung darüber abzulegen. Möge der Allmächtige alle unsere Brüder mit gleicher oder ähnlicher Heimsuchung verschonen. Aschenhausen bei Kaltennordheim im Großherzogthum Sachsen-Weimar d. 20. Mai 1841; Der israelitische Gemeinde-Vorstand. Löser Katzenstein. Äbr. Frkedemann. Levk Stern. Jsaac Cahn. Obiges Gesuch bestätigt und empfiehlt Aschenhausen d. 21. Mai 1841. Der GenchtSdirector Briegleb. Stadt Lengsfeld d. 23. Mai 1841. Der Land-Rabbrne Dr. M. Heß. Druck Pn I. B» Hirschfel-..

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