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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-06-12 · Heft 24 (12.6.1841) · p. Seite 352

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 24 (12.6.1841)
Date
1841-06-12
Page
Seite 352 (sequence 16)
Language
German
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852 einer gottgeweiheten Stätte, woran er die lehrreiche Ermahnung schloß, daß bei Gründung eines neuen Gotteshauses, man' auch den Grund zu einem neuen bessern Menschen zu legen habe, wenn der Zweck des Gotteshauses erreicht werden soll. Ein inbrünstiges Schlußgebet, worin Herr DobersynSki, den Segen des Baues für das Wohl des Königs, der Königlichen Familie, des ganzen Staates, wie insbesondere für das Wohl unsrer Stadt erflehete, folgte der Predigt. Tief gerührt begaben sich nun alle Anwesende zu dem Platze deS feierlichen Aktes der Grundsteinlegung. Der zeitige Vorsteher und Stadtverordneter Herr A. L. Arnheim legte den Grundstein, und in denselben eine Flasche, worin sich Schriften über die Gründung der jüdischen Gesellschaft, deren erste Mitglieder bis auf die gegenwärtige Zeit, und alle auf religiöse Verhältnisse sich beziehenden Gegenstände', befanden. Auch wurde des hochbenrhmten ManneS, Herrn Sir MoseS Montefiore, des unermüdeten Kämpfers für die Errettung der Juden in Syrien in den Papieren nicht außer Acht gelassen. Alsdann übergab nach Gebrauch unser Vorsteher Herr Arnheim, dem Herrn Landrath, Grafen von Schwerin den Hammer zum ersten Hammerschlag, dessen kurze und gediegene , der Bedeutung der Feier angemessene Rede die Zuhörer tiefrührte. Ihm folgten mit dem Hammerschlage die beiden zeitigen Herren Bürgermeister, der Herr Syndikus, die drei Herrn Geistlichen des hiesigen OrteS und der Rector der hiesigen Schulen, deren Segenssprüche uns Bürge ihrer innigen und herzlichen Theilnahme deS für uns so bedeutungsvollen Tages waren. Rach diesem Akte versammelten sich vorbenannte Herren wieder in dem, dicht an dem Bauplatze belegenen Gemeindehause, um ein kleines Frühstücksmahl zu sich zu nehmen, wobei auf unseres geliebten Königs Wohl ein kräftiger Toast ausgebracht wurde. Eine besondere Gnade des Himmels wurde uns dadurch zu Theil, daß grade an diesem Tage ein klares heiteres Wetter, nach vielen Wochen das erste, war, so daß keine trübe Wolke unser Fest störte. Möge der Herr nun unfern Bau in seinen fernern Schutz nehmen, daß er wöhlgedeihe. Die Vorsteher der jüdischen Gemeinde. A. L. Arnheim. Jakob Meyrheim. Zn Unterzeichnetem Rabbinate können zwei gut befähigte Gemeindelehrt r, Vorsänger und Schächter sofort annehmliche Anstellung finden. Portofreie, von Attesten begleitete Anmeldungen werden baldigst gewünscht. Oldenburg. Landrabbiner Hirsch. So eben erschienen, und bei Joseph Landes u. Sohn Buchhändler in Presiburg zu haben: .ntsa nantov Jcscliuatli Mosclieh oder Rettung der Inden zu Damaskus, von E. Polkak. gr. 8. Preis 3* Ngr. (10 Sr. C..M.) Dieses Merkchen verdient der Empfehlung um so mehr, da es die Berichte der Juden zu Damaskus deren Einkerkerung, Folterung und Befreiung durch die Herren Montefiore und Cremieux, aus der Zeitung des Judenthums genau angibt, und es der Geschichte «inverleibt. In Unterzeichnetem Rabbinate sind zum l.Cheschwon 602 drei gut befähigte Lehrer, Vorbeter und Schächter unter vortheilhaften Bedingungen anzustellen. Um portofreie Einsendung glaubwürdiger Zeugnisse wird gebeten. Schwerin, vr. Holdheim, Landes-Rabbine. Die Gemeinde Dannenberg, sucht zu yran nh, einen gut qualisizirten Lehrer, Vorsänger und Schächter. Portofreie Anmeldungen beim Vorsteher I. S. Herzberg. Stelle-Gesuch. Ein Mädchen mosaischer Konfession, 21 Jahre alt, von guter Erziehung, erfahren in weiblichen Handarbeiten, bewandert in der Kochkunst, sucht eine Unterkunft in einem israelitischen Hause als Haushälterin, oder Gehülfin in einem Kolonial-Geschäste. Näher« Auskunft ertheilt auf frankirte Anfragen die Redaktion. Philipp und Baruch Daltrup aus Rletberg, deren Aufenthalt unbekannt ist, werden von dem am j 21. d. Mts. erfolgten Ableben ihrer Mutter hiermit in Kenntniß gesetzt. Neukirchen, 25. Mai 1841. I. Löwenstein, Vorsteher. Druck von Z. B. Hirschfeld.

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