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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-05-22 · Heft 21 (22.5.1841) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 21 (22.5.1841)
Date
1841-05-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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V. Jahrgang. Allgemeine No. *1. Zeitung -es Zudenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Dr. Ludwig Philippfon, Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnädigster Concession) Leipzig, den 22. Mai 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 86 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angefetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. KF" Es sind uns so eben höchst interessante Berichte ücher die Angelegenheit der Juden in Syrien aus England zugekommen. Da nicht mehr Zeit ist, die Weichte zu übertragen, so verweisen wir auf die nächste Nummer dieser Zeitung. '% Die Redaktion. Zeitungsnachrichten. Schweden und Norwegen. Stockholm, 30. April. Vom Adelstande ist die Frage, in Betreff der den Juden in Zukunft zu crtheilenden Erlaubniß, sich in Schweden niederlassen zu dürfen, bejahend beantwortet worden, indem dieser Stand das ungünstige Resultat, welches sich bei den anderen Ständen darüber ergeben hatte, mit 47 gegen 27 Stimmen verworfen hat. Die, welche sich mit der mehrsten Wärme für die Emanzipation äußerten, waren Graf Taube, Herr Edenhjelm und Herr Lilienstolpe. Sy rie»- London, 30. April. Der Hampshire Telegraph enthält einen umständlichen Bericht überden Einzug des Generals Jochmus in Damaskus, von wo er sich nach Konstantinopel begeben sollte, um die neue Organisation der türkischen Armee zu betreiben; ferner über die Uebergabe des Großherrlichen Hattischerifs an die dortigen Juden durch den Obersten Churchill, wobei ein glänzendes Diner, gegeben wurde. —. (Man sieht hieraus, daß die feindlichen Reibungen zwischen Juden und Christen in Damaskus durchaus nicht der Art gewesen sein konnten, wie die Korrespondenten einer gewissen Partei Europa glauben machen wollten. Redakt.) Großbritannien. . London, 25. April. (Privatmitth.) Da die Emanzipationsfrage seit Kurzem hier wieder ein Gegenstand der Tagespolitik geworden, so dürfte wol Folgendes nicht ganz uninteressant sein. Ein gewisser Herr O'Brien nämlich, ein Mann, der selbst der glänzendsten Periode der griechischen oder römischen Geschichte Ehre machen würde; ein Mann, der für Beglückung seiner Mitmenschen gänzlich beseelt ist, und nach Licht und Wahrheit mit dem unermüdetsten Eifer zu streben scheint, hat es unternommen, dem Volke seine liberalen Gesinnungen beizubringen, es mit liebender Hand allmählig auf die Bahn der brüderlichen Liebe und Duldung zu lenken, und ihm den hohen Gedanken einer allgemeinen Toleranz faßlich zu machen. Zu diesem Behufe hat er bereits zwei öffentliche Vorlesungen gehalten, wozu auch, da der Eintritt gratis war, das Publikum sich zahlreich einstellte. Daß der größere Theil desselben Juden waren, läßt sich leicht Vorsteven.. Doch konnte das dem Zwecke des Redner's durchaus nicht hinderlich sein, da er sich in seiner Vorlesung auch an die

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