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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-05-01 · Heft 18 (1.5.1841) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 18 (1.5.1841)
Date
1841-05-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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v. Jahrgang. Allgemeine No. 18. Zeitung -es Zudcnthums. Ein rmpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Dr. Ludwig Philipps»«, Baumgärtners Buchhandlung Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnädigster Concession) Leipzig, den l. Mai 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 9b Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. .w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Jeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide. Letztere hat sich die König!. Sächf. wohllöbl. Jeitungs-Expedition allhier unterzogen. Bemerkung. Zn No. 10 und 12 d. I. haben wir einen Ausruf an alle Rabbinats - und Lehramtskandidaten ergehen lassen, welche eine Stelle im Auslande annehmen würden. Eine Anzahl von 150 Männern hat demselben entsprochen, und uns ihr Vertrauen auch in dieser Angelegenheit geschenkt. Dieses Vertrauen verpflichtet uns zu der Bemerkung, daß wir bald im Stande sein werden, reelle, nicht durch mittelbare Hand herabgelangte Mitthcilungen zu geben. Bis jetzt war eine ausführliche Besprechung nicht möglich, weil, wie es in dem Schreiben einer hohen Person, mit dem wir beehrt worden, darüber lautet, „leicht eine Polemik entstehen könnte, die vielleicht leidenschaftlich und grundlos, doch dem Gedeihen der Sache in den Weg treten könnte." Es gilt hier, eine heilige Mission zu vollführen, heilig, weil sie das unberechenbare Wohl unzähliger Glaubensbrüder bis auf die spatesten Geschlechter betrifft. Vor dieser muß jeder persönliche Ehrgeiz, jedes persönliche Interesse verschwinden. Eine nähere Besprechung in öffentlichen Blättern war und ist daher noch ganz unstatthaft, um so mehr, da noch keine direkte Berufung, sondern nur einige, nicht förmliche, indirekte Anfragen statt gefunden haben. Die Redaktion. Zeitungsnachrichten. Großbritannien. London, 4. April. In der kurzen Oberhaussitzung am 1. April wurde die vom Hause der Gemeinen heraufgeschickte Judenbill ohne Bemerkung zum erstenmale gelesen. Der Sun meint, wenn nicht etwa die Bischöfe „rumorten," so sei deren Durchgeben nicht zu bezweifeln, denn die zwei angesehnsten weltlichen Torypairs, der Herzog von Wellington und Lord Lyndhurst, seien dafür. Das Haus der Lords saß am 2. April nur ganz kurze Zeit, ..um Petitionen entgegenzunehmen; darunter waren drei von den Mayors und Gemeinderäthen der Städte Liverpool, Faversham und Beverley zu Gunst.en der Judenbill. — —. Wir tragen jetzt die Debatten im Unterhause bei der dritten Lesung der Bill, deren glückliches Resultat wir bereits angezeigt haben, nach, und zwar, da uns bis jetzt keine Privatmitth. zugekommen, nach der Augsb. Allg. Zeit., die freilich die Gegengründe stärker hervorhebt, als die Fürbeweise. Herr Divett trug auf die dritte Lesung der Bill an. Herr Gladstone widersetzte sich, indem er meinte, wenn es möglich wäre, eine breite Gränzlinie des Prinzips zwischen Munizipal- und politischen Aemtern zu ziehen, dann möchte die Frage sich

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