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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-04-24 · Heft 17 (24.4.1841) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 17 (24.4.1841)
Date
1841-04-24
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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v. z-h-g-xg. Allgemeine No. 17. Zeitung des Zudenthums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Dr. Ludwig Philipps»«, Baumgärtners Buchhandlung Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer-allergnädigster Concesswn) Leipzig, den 24. April 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonn-abends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. .w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptfpedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichte«. Die Schweiz. Aus der Schweiz, 30. März. (Privatmitth.) Die schweizerischen Juden, um deren Geschichte sich schon im Jahre 1770 ein Geistlicher der Stadt Zürich intreffirte, indem er eine eigene „Sammlung jüdischer Geschichten in der Schweiz" herausgab, scheinen gegenwärtig im Unioerso der Judenheit eine unbedeutende Rolle zu spielen; und doch möchte es vielleicht sür ein Blatt, dem jede Erscheinung im Judenthume von Bedeutung ist, nicht ganz unwichtig sein, von dem Leben und Wirken derselben ein schwaches Gemälde zu erhalten. Seit dem französischen Kaiserthume wohnen Juden zu Basel, Bern und Genf. Aus späterer Zeit datirt sich die Niederlassung sranz. Juden in den Kantonen Neufchatel — zu Locles und La cheaux de fonds — de Baud, Avenches, Lausanne und Uverdon — Bern und Solothurn. In Zürich trifft man sowol sranz. als deutsche und schweizerische Juden. Bon historischer Bedeutung sind am meisten die Juden zu Endingcn und Lengnau, welche Dörfer zwischen dem Jura, dem Rhein, unweit der Städtlein Baden, Brugg und Zurzach — im Kanton Argau ihre Lage haben. Bon den Genfer Juden ist mir nur so viel bekannt, daß sie in ökonomisch guter Lage sich befinden, daß einige daselbst Besitzer nicht unbedeutender Seidenmanufakturen sind, daß aber auf dem Gebiete religiöser Entwicklung auch nicht ein Pulsschlag gehört wird. — Letzteres ist aber Charakteristikon der sranz. Juden in der Schweiz, die hierin ihrem elsassischcn Ursprünge treu bleiben. Zu bedauern ist das Loos der Juden zu Basel, wo keinem jungen Ehepaare Niederlassung gestattet wird, und jeder Neuvermählte gezwungen wird, seine ihm wahrlich nicht umsonst lieb gewordene Vaterstadt zu verlassen, so daß von 25—30 Familien, die früher hier wohnten, nur noch 10 hier zu treffen sind. Auf solche Weise ist diese Gemeinde zusammengeschrumpft, von deren Bildung und Wohlhabenheit so manches zu erwarten war. Ihre Borliebe sür Bildung zeigte sich darin, daß sie sich immer um gute Hauslehrer bemüht, und gern ihre Kinder auf öffentliche Anstalten schickten. Die meisten jungen Israeliten daselbst haben eine echt kaufmännische Bildung sich erworben, wieder andere gehören dem Gelehrtenstande an, mehrere haben als Künstler sich ausgebildet. Und diese junge Leute alle, unter denen kein einziger sogenannter Schacherer zu treffen ist, dürfen unter gegenwärtigen Verhältnissen nun nicht daran. denken, sich an ihrem Geburtsorte niederzulassen. Rühmlicher Erwähnung verdient die Mildthätigkeit besonders der jüdischen Frauen zu Basel, die so gerne die Nackten kleiden und so oft die Hungrigen, sättigen. — Eine bessere Stellung als die Basler Juden haben die zu Bern, wo eine hochherzige Regierung ihnen mit den fran-

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