Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 16 (17.4.1841)
- Date
- 1841-04-17
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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1835 auf 601 Scheine Crt. Mk. 50,130. 1836 - 632 - - - 53,017. 1837 - 645 - - - 54,247. 1838 - 605 , ' - - 58,264. 1839 - 633 , - - 58,094. 1840 - 624 53,688. zusammen also 11,670 Darleihen mit Crt. Mrk. 953,399. 8 Sch. Von dieser wahrlich beträchtlichen Summa, wurden die Rückzahlungen mit wenigen Ausnahmen immer pünktlich und völlig von den Unterstützten geleistet, so daß ihre Bürgen verhältnißmäßig nur mit sehr geringfügigen Beträgen in Anspruch genommen werden mußten. So sind beispielsweise im verflossenen Jahre bei einem ausgeliehenen Capital von c». 54,000 Mrk. Court, nur 611 Mrk. Court, durch Bürgen bezahlt worden. Im Verlaufe dieser fünf und zwanzig Jahre hatdas Institut in allem nur Crt. Mrk. 263. 9 Sch. auf Conto pr. Dubioso bringeü müssen, und auch von dieser kleinen Summa hegt die Verwaltung die Hoffnung, manches noch zu recouvriren. Die der Anstalt (laut angehängter Liste) bis jetzt eingegangenen Legate und Geschenke belaufen sich auf Bco. Mrk. 6858. 5 Sch. und Crt. Mrk. 5S38. L4 Sch. 6 Pf. Die ersten Statuten des Instituts erschienen im Jahre 1819; die revidrrten und jetzt noch bestehenden im Jahre 1832. „So sehen wir die Anstalt, durch die ununterbrochene Benutzung der eingehenden Rückzahlungen, wahrend fünf und zwanzig Jahre, 11,670 solcher Unterstützungen zum Belaufe von beinahe einer Million Mark ertheilen, wodurch wahrlich mehr gethan ward, als durch gewöhnliche Almosen bewirkt wird; viele Tiefgebeugte wurden aufgerichtet, viele vom Bettelstäbe gerettet, und durch, die ihnen zum anständigen Erwerbe gebotenen Mittel der Verbesserung ihrer Lage, wie ihrer sittlichen Veredlung entgegen geführt, und wenn wir vorher mit dem früheren Berichterstatter gesagt, daß sich vor Gründung des Instituts die Listen der eingezeichneten Armen stets füllten, so haben wir jetzt die angenehme Erfahrung vor Augen, daß nicht nur viele von unserem Institute Unterstützte, dem Armen- Gelde entsagten, sondern wir sehen auch Manche, di,e früher dessen Hülfe in Anspruch genommen, nicht nur als gerne acceptirte Bürgen für Andere, svndern als geachtete, bemittelte, zu den Ausgaben der Gemeinde contribuirende Mitglieder derselben, dastehen; sie gestehen gerne ein, ihr Emporkommen ursprünglich den vom Institute erhaltenen Darlehen zu verdanken. Die verhältnißmäßig kleinen Beiträge, welche die Anstalt von den Bürgen eincassiren mußte, liefern einen erfreulichen Beweis für die unter der ärmeren Klasse unserer Gemeinde herrschende Moralität, die jeden Unterstützten auf eine gewissenhafte Erfüllung seiner Verpflichtung bedacht sein läßt, und die sie (wie die Verwaltung mit freudiger Anerkennung zu bemerken Gelegenheit hat) keine Mühe und keine Anstrengungen scheuen läßt, um ihren Bürgen nicht zur Last zu fallen; und in den wenigen Fällen, wo dieses dennoch geschah, war mitunter der eingetretene Tod des Unterstützten Schuld." So weit der Bericht. So hat sich, durch weise Organisation, aus einem geringen Anfänge ein segensreiches, großartiges Werk entwickelt, dessen Wirken noch immer umfassender und eingreifender werden wird: und so wie es hier in Hamburg bereits zwei Nachbildungen gefunden hat, so möge es deren auch überall unter Juden wie unter Christen finden. Den würdigen Verwaltern aber, den Herren John Raph. Beit, Hartwig I. Wetzlar," Siegmund R o b i n o w, Henry Gowa Adolf B oa sso n und Jsatrc Jessel, die uns ein solches Fest (so darf man es nach dem Gefühle aller Anwesenden allerdings nennen,) bereitet,' sei hiemit der aufrichtigste Dank gesagt! Hamburg, 1. April. (Privatmitrh.) Die Strenge des Winters hat in unsrer Gemeinde verschiedene Extra-Sammlungen für Nothleidende veranlaßt, welche ungefähr 8000 Mark eintrugen. —. Die hiesige Censur hat dem Vernehmen nach den Befehl erhalten, in Zeitungsaufsätzen u. dgl. keine Bibelverse anbringen zu lassen. Wie wäre eS nun, wenn hier eine hebräische Zeitschrift herausgegeben würde, wo man fast keine Phrase schreibt, ohne einen Bibelvers zu benutzen? Kassel, 16. März. (Fr. I.) Die hiesige jüdische Gemeinde und die pädagogische Welt überhaupt