Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 14 (3.4.1841)
- Date
- 1841-04-03
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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v. Jahrgang. ^TTT#emerne No. 14. Zeitung des Zudenthuws. Ein mrpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippson, Baumgärtners Buchhandlung Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Leipzig» (Mt Königl. Sächsischer allergnadigster Concession) Leipzig, den 3. April 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. .w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate —- 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexveditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen» Zeitungsnachrichten. Syrien. Die französischen Blätter, namentlich der 8emapliore von Marseille, schreien über die Nachtheile, welche der Abzug der ägyptischen Truppen aus Damaskus hervorgebracht, und schreiben insbesondere den Juden einen bedeutenden Antheil daran zu. Gerade im Gegentheil schildern Berichte in anderen politischen Blättern den Zustand von Damaskus als ruhig und zufriedenstellend. Man muß das Nähere von unparteiischeren Berichterstattern, als die Franzosen in dieser Sache abgeben, erwarten, doch stellen wir, da es sich um die Zeitgeschichte handelt, hier das her, was die Preuß. Staatszeitung, die sich in diesen Angelegenheiten stets so besonnen gezeigt hat, gegeben (vom 17. März.) „Einem im Semaphore von Marseille enthaltenen Schreiben aus Damaskus vom 15. Januar zufolge sind daselbst seit dem Abzüge der Aegypter die größten Exceffe gegen den christlichen Theil der Bevölkerung verübt worden, und zwar sowol vom muham« medanischen, als vom jüdischen Pöbel. Der Divan hatte beschlossen, daß die Christen keine weiße Turbane mehr sollten tragen dürfen, und wo sich nun ein Christ mit einem, solchen blicken ließ, wurde er insultirt. Ein Schreiben, daß die verschiedenen christlichen Prälaten von Damaskus an die Europäischen Konsuln gerichtet, beschwert sich besonders über die Juden, die zum Theil von einem Gefühl der Rache über das früher ihnen bereitet gewesene Loos geleitet werden. Es ist nicht zu zweifeln, daß die Regierung der Pforte, die durch den Hattischerif von Gülhane allen Glaubensbekenntnissen gleichen Schutz verheißen hat, diesem Unwesen sehr bald ein Ziel werde zu setzen wissen. Bereits hat der Englische Konsul es durchgesetzt, daß diejenigen, die einem Herrn Solina den Turban abgerissen und ihn mißhandelt hatten, dafür streng bestraft wurden. Die Ankunft Ali Paschas mit 6008 Mann Türkischer Truppen hat zwar die Ausbrüche des Fanatismus nur noch vermehrt; man erwartet jedoch bald höhere Einschreitungen sowol von Zekeriah Pascha, als von Konstantinopel aus." Niederland. Maestricht, 9. März. (Privatmitth.) Durch Zufall und längere Abwesenheit ist mir Ihr geschätztes Blatt No. 39 vom v. I. erst jetzt vor Augen gekommen. Wenn mich nun der darin befindliche! Artikel Niederlande, wo von Unruhen und Thät-! lichkeiten gegen die Juden, die bei der Einweihung j der neuen Synagoge stattgefunden haben sollen, die! Rede ist, in Erstaunen setzte"), so bin ich nicht we- *) Der Artikel war den politischen Zeitungen entnommen, deren viele diesen Artikel enthalten hatten. Redakt.