Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 5 (1841)
- Issue
- Heft 12 (20.3.1841)
- Date
- 1841-03-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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V. Z-hrga-g. Allgemein e No. IS. Zeitung -es Audcnthums. Ein unpartheiischeS Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Dr. Ludwig Philippfon, Geistlicher der israelitischen Gemeinde zu Magdeburg. Verlag von Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnadigster Concessi'on) Leipzig, den 20. März 1841. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. .w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — I Thlr, 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl.. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Aufforderungen. Die Subscriptionen zum Ehrengeschenke für den Herrn Moses Montefiore, die einen guten Fortgang haben, nehmen wir bis zum 15. Mai d. I. entgegen. An diesem Tage werden die Listen geschlossen. Herr Louis Lewy, Kassirer der israelitischen Gemeinde zu Stettin, ist von uns beauftragt, die Listen und Gelder aus der Provinz Pommern in Empfang zu nehmen. Die Redaktion. Wir wiederholen die Aufforderung, daß alle zum Lchramte Befähigte, die eine Anstellung im Auslande annehmen würden, ihre Adresse uns schleunigst einsenden wollen, um eine Mittheilung entgegenzunehmen. Die Redaktion. Zeitungsnachrichten. Syrien. In einer Reklamation, die der Fürst von Pückler-Muskau in Bezug auf sein Verhältniß zu Mehmed-Ali in der Allg. Augsb. Zeit, abdrucken ließ, kömmt folgender Passus vor, der gewiß werth ist, von uns registrirt zu werden. „Von diesem Augenblick an zog ich mich gänzlich von allem speziellen Verkehr mit dem ägyptischen Gouvernement zurück, habe auch seitdem mich nur einmal noch an dasselbe, in der Angelegenheit der Juden in Damaskus, und nicht ohne Erfolg, gewandt, wenn auch mein zu dem erlangten Resultat beigetragenes Scherslein ohne Zweifel zu den geringsten gehört. Das darauf bezügliche Schreiben ward durch Herrn Baron Roth, schild in Wien gefälligst besorgt." Krakau. Krakau, 28. Februar. (Privatmitth.) Die preußische Regierung, die von ihrer Milde und Gerechtigkeit gegen ihre Unterthanen ohne Unterschied des Glaubens täglich Beweise liefert, einer Milde, der auch wir uns bis jetzt zu erfreuen hatten, hat ein Gesetz gegen uns erlassen, das bei den bekannten Prinzipien 'dieser Regierung höchst auffällig ist. Es ist nämlich unlängst jedem polnischen Juden ein Platz in der täglichen preußischen Schnellpost, die seit einer Reihe von Jahren von jüdischen Kaufleuten weit mehr Revenüen hatte als von Christen und Deutschen, versagt, und vielmehr ein Sitz im Beiwagen, der höher im Preise steht, und doch dabei verschiedene Bequemlichkeiten des Hauptwagens entbehrt, angewiesen worden. Nach mehrmaligen Pro-