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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1841-02-27 · Heft 9 (27.2.1841) · p. Seite 126

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
5 (1841)
Issue
Heft 9 (27.2.1841)
Date
1841-02-27
Page
Seite 126 (sequence 14)
Language
German
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120 vergessen, daß in ganz Europa unser Fortschritt von dem Tage datirt, da den Rabbinen das Bannrecht genommen ist. Zm Orient aber ■— ich komme auf meinen Ausgangspunkt zurück — da haben sie noch die volle Gewalt des Banns und noch darüber hinaus. Das Recht zu Bastonnade und Kerker. Wie sie diese Macht benutzt haben, liegt am Tage, und daß sie in jeder Stadt mit den Reichsten die Herrschaft theilen, kann gar nicht fehlen. Wir aber haben so eben an mächtigen und schmerzhaften Pulsschlägen empfunden, daß unsere orientalischen Gemeinden edle Theile unsres Körpers sind, wollen, dürfen wir sie länger der gefährlichsten Eiterung überlasten? — Auch im Morgenlande kein Fortschritt für die Juden, so lange die Rabbinen die Obermacht haben! Und noch Eins ist nöthig. Wir alle steuern und steuern gern für die jüdischen Armen im gelobten Lande, und senden jährlich bedeutende Summen dahin. Wir bedauern diese Summen mit Nichten! Ein Stamm, der eine solche Vergangenheit aufzuweisen hat, wie wir, darf auch offen dahin streben, sich auf dem klassischen Boden lebende Denkmäler zu erhalten, Abkömmlinge der alten Grundbesitzer, unverändert im Glauben und in der Beharrlichkeit. Nur unsere verschrobenste Prüderie könnte dies tadeln, kein christlicher Regent oder Gelehrter wird es thun. Aber unsere Gaben sollen nicht verschüttet werden. Für alles Geld, was wir nach der Levante schicken, sind unsere Brüder dort der tyrannischsten Willkür, der bittersten Armuth, und der Quelle dieser Uebel, der beispiellosesten Unwissenheit Preis gegeben. Das darf nicht so bleiben. Wir selbst müssen durch europäische Augen sehen, was dort vorgeht, durch europäische Hände unsere Geschenke anwenden lassen. Für unsere Matnat-Yad Gaben wollen wir nicht die Bettelei verewigm, die nur nach den Gaben von Menschenhand lungert; für unsere halben Schekel keine Menschenrassen auffüttern, deren Geist und deren Körper kaum eine halbe Sättigung verträgt, für unsere freiwillige Opfer nicht die Opfer des Wahns und der Dummheit endlos vermehren. Alles Geld, was jetzt nach Palästina geht, und wenn es sein muß, noch fünfmal so viel, muß von nun an für Unterricht und Erziehung der dortigen Armen angewendet werden, sonst erleben wir an ihnen in jeder Hinsicht den allertiefsten Verfall; und nicht jedesmal erwächst aus dem Bösen sobald das Gute. Mögen diese Blätter von sachkundigen Männern zu zweckmäßigen Vorschlägen über diese höchst wichtige Sache benutzt werden, damit ein kräftiger Entschluß zu Stand« komme. Der günstigste Augenblick ist der gegenwär« tige. Aufklärung und Hülfe erwarten wir zunächst von London und von Wilna. Möchte doch auch Amsterdam sich für diese Ansicht erklären!!- Der jüdische Hausvater. SelhitifH!. ■m*biD3“na NtLNpa»a .•'TDK V'SSn ÖT3 Man “ra iw icjsi bin ■’nias öntj nntjsna tm aira ytffj lunabi •o ö'T’Bb aaab1! as önni 'nnw ",uaa □•’na-! ynai.nb .2?n “iröa ninsj -uisi Nb n^ba rnrnpb b^nb rrcb p rya? ^ainT.a aanb rnaai nrai» wdn b? tpar.n MN na^N ai732 nana N»i:ri ^rrwb-i ödIj naan .ntnjs nina üM'vNb •'3 a? ban 15s b? Tan aia ’S ban ibaiT aia anna tnasr; Vns? vib« brraai n??Nn nab in:br nnaa aaib naa ■iniTCNa rnrp utn bai?yaa ■pio »na nnraa niaa Mb arn *ob nbbiy aast nsa ipchaa Nian nnj rräa

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