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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-10-31 · Heft 44 (31.10.1840) · p. Seite 631

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 44 (31.10.1840)
Date
1840-10-31
Page
Seite 631 (sequence 11)
Language
German
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631 mehr als die Tiefe und der Nutzen hervorleuchtete. Als die Versammlung der Israeliten im Jahre 1806 zusammenberusen wurde, sprach man davon, Saalkknd in sie zu berufen. Jndeß erlaubten seine äußere Lage und sein Elend diese Aufnahme nicht. Er wurde indeß mit großem Nutzen von der ernannten Kommission zu Rache gezogen, welche die Entscheidungen des Sanhedrins vorbereitete. Er setzte seine Arbeiten und seine Lebensweise bis im Jahre 1812 fort, wo er plötzlich in seinem Zimmer starb. Biele seiner Glaubensgenossen waren bei seinem Leichenzuge zugegen. Herr Lazard, Mitglied der Israelitischen Versammlung von 1807, der damals Mitglied im Konsistorium war, hielt ihm eine Leichenrede. Wir verdanken ihm folgende Werke: a. Apologie des Juifs, oder Beantwortung der Frage: welche sind die Mittel, die Juden in Frankreich glücklicher und dem Staate nützlicher zu machen; gekrönte Preisschrift von der gelehrten Gesellschaft zu Metz. 1789. 8. b. La cographie, oder: lakonische Unterhaltungen so schnell als man zu sprechen vermag. Paris 1811. 8. c. Polygraphie, oder Kunst, mit Hülfe eines Wörterbuches in allen Sprachen zu correspondiren. Paris, im neunten Jahre der Republik. (1801.8.) d. Origine des langues, oder über den Ursprung der Sprachen. Paris 1810, 8. 31. Luzzati (Salomon-Jsaac) Gelehrter zu Casal, welchen die Zusammenberusung der Versammlung der Israeliten in Frankreich nach Paris geführt hatte, ist der Verfasser der italienischen Uebersetzung der Observations nouvelles sur les juifs et specialement sur ceux d’Allemagne, oder: Neue Betrachtungen über die Juden, besonders über die deutschen. Paris 1808. 8. 32. Wolf (Louis) Deputirter der Juden für die drei Bisthümer bei der National-Versammlung, hat eine Denkschrift für die Juden zu Metz veröffentlicht, welche eine Abgabe von 20,000 Franken, die solche jährlich dem Herzog von Brancas zahlten, betrifft, und welche Steuer den Namen droits d'hahitations, protection et tolerance trug. Paris 1789. 4. 33. Berr (Jacob) Neffe des B. I. Berr, Doctor der Medizin zu Metz, geboren zu Nancy, wo er lange die Chirurgie betrieb. Folgende Werke sind von ihm gedruckt erschienen: a. Brief des Herrn Jacob Berr, eines Juden, maitre de Chirurgie zu Nancy, an dm Herrn Bischof zu Nancy, Deputirter bei der National» Versammlung, welche zur Wiederlegung einiger Jrrthümer dienen soll, welche in der Zuschrift an diesen Prälaten von dem Herrn Berr-Jsaac Berr sich befinden. Nancy 1790. 8. b. Reflexions sur Ia lettre d’un citoyen de la ville de Nancy, oder Betrachtungen über die Zuschrift eines Bürgers von Nancy, ob die Juden zur Nationalgarde zugelaffen werden sollen? Nancy 1789. 8. c. Discours oder Rede, gehalten von G. M. Berr, Arzt, Notable im Sprengel zu Metz, bei der Einsetzung des Konsistoriums vom Präfecten des Mosel-Departements, den 11. Mai 1809. Metz 1809. 8. (Fortsetzung folgt.) Anzeiger. In demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren Raum ausgenommen. Verlagshandlung. Das heutige Fest, welches gewiß jedem Preußen ein inniges und freudiges ist, wurde auch von der hieffgen israelitischen Gemeinde auf eine würdige Weise gefeiert. Nachdem sich gegen 10 Uhr Vormittag die Gemeinde- Mitglieder, denen sich auch einige Notabeln christlicher Confession anschlossen, festlich gekleidet in der Synagoge versammelt hatten, leitete der Kantor Auerbach die Feier ein, indem ec 1212 'niz , wvj&n *jmbetete und den Psalm 21 sang. Dann hielt der Lehrer Fordon eine kurze aber gehaltvolle Rede, worin er auf die Wichtige k<it des Tages hindeutete, und dem Zuhörer ans Herz legte, welche Erinnerung wir aus der Vergangenheit bewahren, und welche Hoffnungen wir für die Zukunft hegen, welche Pflichten wir Alle gegen König, Staat und die Menschheit zu erfüllen haben, und daß Israel das Ideal der Liebe und Humanität realistren, und auf der Bahn des Lichtes in religiöser, geistiger und sittlicher Hinsicht fortschreiten muß. — Den Beschluß machte der K. Auerbach mit dem Psalm 72 und einem Gebet für das Wohl und Heil des Königs und des Volkes. Von

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