Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 4 (1840)
- Issue
- Heft 39 (26.9.1840)
- Date
- 1840-09-26
- Page
- Seite 564 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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564 Trost (Sab. Ekeb). — 7. Das vollkommene Bußgemälde (Sab. Teze). — 8. Die drei Bußfragen (Sab. Rech.). — 9. Der Versöhnungstag, oder Leben, Tod, Unsterblichkeit. Vorbereitung auf den Versöhnungstag. — 10. Die Verführung (Sab. Bereschith). — 11. Die Gott und Menschen gefälligste Tugend, oder die fromme Kindererziehung (Sab. Vajera). — 12. Die Gastfreundschaft (Sab. Vajera). — Ein jedes Heft, sechs solcher Reden enthaltend, kostet 14 gGr. 17i Sgr. ----- 54 Kr. E. M. ----- 1 fl. 4 Kr. Rhein. Berlin, im September 1840. Carl Heymaim. " ■ y Zn Kurzem erscheint Sehlr Zion -i-») Cyklns aller beim israelitischen Gottesdienste vorkommenden Gesänge und Gebete, sowol für drei-, als vier- und mehrstimmigen Choralgesang eingerichtet. Von S. Sulzer, Ober-Cantvr am isracl. Bethause zu Wien. Der desfallsige Prospektus enthalt unter Anderm: „In Erwägung dieser Umstände hielt ich mich verpflichtet, einen vollständigen Cyklus aller sabbatlichen, festlichen und casualen Gesangstücke herauszugeben, wobei ich um so zuverlässiger auf die Theilnahme gutgesinnter Israeliten rechne, als ich von mehreren achtbaren Gemeinden zu der Herausgabe meiner Synagogengesänge bei verschiedenen Gelegenheiten aufgefordert wurde. Seit j meiner frühesten Jugend ernsten musikalischen Studien! lebend, und seit zwanzig Jahren mit dem Bortrage und der Veredlung unserer gottesdienstlichen Gesänge mit allem Eifer beschäftigt, war ich so glücklich, mich der Anerkennung ausgezeichneter Kunstkenner zu erfreuen, deren , Urtheile über Vortrag und Gehalt der Gebete und Gej sänge im hiesigen Bethause so bekannt sind, daß ich mich 1 rücksichtlich meiner Berechtigung zur Herausgabe der ii-! rurgischen Gesänge wol nur auf die öffentliche Meinung berufen darf. Bei der Wahl der Gesangstücke, welche dem kleine-! ren Theile nach anerkannte Meister *) zu Verfassern ha-! den, größtentheüs aber aus meiner Feder geflossen sind,! ließ ich mich vorzüglich von dem innern Werthe und! Gehalte der Composttionen leiten, ohne das Bedürfniß j der Synagoge aus den Augen zu lassen. So oft es! sich nämlich thun ließ, ward auf die alten herkömmlichen! *) Drechsler, Fischhef, Schubert, Seyfried, Würfel ,c. I Weisen Rücksicht genommen, und ich war eifrig bemüht, den alterthümlichen, ehrwürdigen Typus von spateren, willkührlichen und geschmacklosen Schnörkeleien und Ueberladungen zu befreien. Daß dieß nicht überall möglich war, und daß also der herkömmliche Typus nicht in allen Gesangstücken auf gleiche Weise ausgeprägt werden konnte, werden Kenner leicht einsehen, deren wohlgegründetes Urtheit die weitere Entwickelung der Syna? gogenmusik nur fördern kann. Wenn ich übrigens mehrere Gesangstücke für drei Stimmen ernrichtete, so geschah dieß in Rücksicht auf jene Gemeinden, deren musikalische Kräfte nur der Ausführung einfacher Piecen gewachsen sind." Das Werk erscheint nicht in Heften, sondern wird erst nach Vollendung des Ganzen ausgegeben. Die verehrlichen Gemeinden, die auf das Werk reflektiren, wollen sich gefälligst an den Verfasser wenden. Für die nahen Festtage empfehle ich: Sabbat-, Fest- und Gelegenheitspredigten von vr. Herxheimer, Landes - Rabbine zu Bernburg. Die sehr günstigen Recensi'onen dieser Predigten in der Zeit, des Judenth. 1839. No. 15, in der Kirchenzeit. rc. überheben mich weiterer Anpreisung derselben. W. Nauck. Im Verlage von G. P. Aderholz in Breslau ist so eben erschienen: Worte eines Juden nach beendeter Landestrauer um Se. Majestät den hochseligen König Friedrich Wilhelm HI. an seine christlichen Brüder gerichtet von vr. I. A. Francolm. 8. Geh. 4 Gr. Ein Königswort des Hohen Verewigten endete der Juden unsägliches Elend, und rief sie zu bürgerlicher Thätigkeit auf. Haben sie nach Erhaltung des Staatsbürgerrechrs durch ihr Benehmen bewiesen, daß sie das Heit erkannten, das ihnen widerfahren war und welche Aufnahme haben sie bei ihren christlichen Brüdern gefunden? Hierüber bestrebt sich der Herr Verfasser in vorstehender kleiner Schrift Rechenschaft zu geben. Druck von I. D. Hirschfeld