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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-08-08 · Heft 32 (8.8.1840) · p. Seite 455

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 32 (8.8.1840)
Date
1840-08-08
Page
Seite 455 (sequence 3)
Language
German
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46 6 auch wo! hoffen, daß die Gerechtigkeit, welche wir ihnen im Osten verschaffen werden, im Westen wiederhallen wird, und da man sichet, daß wir uns der Sache der Juden annahmen da wo sie so wenig Macht haben, wird man ihnen überall Gerechtigkeit erweisen. (Lauter und anhaltender Beifall.) Der zweite Vorschlag ward einstimmig genehmigt. — S. Garney Esq. trat vor, um den dritten Beschluß zur Sprache zu bringen, und ward mit lautem Beifall empfangen. Ich rechne es mir als eine große Ehre an, sprach er, daß es mir vergönnt ist, an den Verhandlungen dieser Versammlung Theil zu nehmen. Es ist ein großer Vorzug für alle die, welche in diesem Lande und in dieser Sradt leben, daß da, wo für Humanität gestrebt wird, wo für Arme und Bedrückte gesorgt wird, die Stimme des Volkes nicht verhallt. In Beziehung auf die besondere Gelegenheir, die Verfolgung der Juden in Damaskus, bin ich erfreuet, daß mein geehrter Freund, Sir Moses Mont'esiorc, im Begriff ist, nach jener Gegend zu reisen, um seinen unterdrückten und verfolgten Brüdern beizustehen; ich kann nicht zweiflen, daß der Erfolg seiner Sendung eben so vortheilhast als wohlthatig sein wird, nicht nur für die Bewohner der Stadt Damaskus, sondern auch für alle Juden der Erde, und daß er jedenfalls dazu beitragen wird, ihnen eine rechtliche Stellung als Mitglieder des'Staates, in welchem sie wohnen, zu verschaffen. (Beifall.) Ein großer Vortheil geht aus dieser Versammlung hervor: die Verfolgung, welche man nicht nur gegen Juden sondern auch gegen Christen ausübte, wozu selbst Christen die Hand bieten, (obgleich solche, die an dergleichen Verfolgungen Theil nehmen, den Namen Christen nicht verdienen,) wird aufhören. (Beifall!) Sir Moses Montesiore ist im Begriff, sein Geburtsland zu verlassen, und in solche Lander zu gehen, die leicht einen nachtheiligen Einfluß auf seine Gesundheit ausüben können. Mögen die Gebete, welche alle Bewohner jener großen Stadt für ihn zu Gott richten, erhört werden. (Beifall!) Und möge er zurückkehren, mit der hohen Befriedigung, seine Bemühungen gekrönt zu sehen. Ich halte mich überzeugt, düß der Vorschlag, den ich jetzt machen werde, nicht nur von den Gliedern dieser Versammlung, sondern auch von der ganzen Hauptstadt, angenommen werden, wird. (Beifall!) Er machte nun folgenden Vorschlag: 3) „Diese Versammlung drückt ihr hohes Bedauern aus, daß in diesem erleuchteten Zeitalter, eine Verfolgung gegen unsere jüdischen Brüder Statt finden. konnte, welche durch Unwissenheit entstanden, durch Frömmelei entflammt wurde; es ist das eifrigste Bitten derselben, daß, trotz der Verschiedenheit der Grundsätze in jedem Lande, alle Menschen doch bedenken mögen, daß sie Alle gleich berechtigt sind des Schutzes und der Wohlthat gerechter, unpartheiisch verwalteter Gesetze. I. Morison Esq. .M. P., unterstützt diesen Beschluß. Ich betrachte cs, sprach er, als einen großen Vorzug, daß ich zur Versammlung gezogen wurde. Ich rann das, was bisher gesprochen wurde, nur wiederholen; nur die Worte, die der Redner sowol als die der gefaßten Beschlüsse, halte ich für zu schwach, um den tiefen Abscheu auszudrücken, welchen Alle empfinden müssen über das schändliche Benehmen zu Damaskus. Denn ich kann den Charakter der Juden nicht mehr lobend erheben, aber so lange ich lebe, habe ich kein ehrbares, nützlicheres, patriotischer gesinntes Volk kennen gelernt, als die Juden. (Beifall.) Sie sind es daher wol würdig, daß wir uns lebhaft für ihre Wohlfahrt bemühen, und daher stimme ich gern dem Beschlüsse bei. G. Lapent Esq. beantragte den nächsten Vorschlag. Ich betrachte es als eine große Ehre, sprach er, auserwählt zu sein, bei dieser Gelegenheit' einen Beschluß zu beantragen. Wir sind hier nicht nur zum Heile unserer verfolgten Brüder versammelt, sondern auch zur Beförderung der großen Principien „bürgerliche und religiöse Freiheit!" (Beifall.) Ich hoffe, die Stimme Englands, die Stimme Europa's, wird solchen Grauelthaten, welche eine Schmach für die Menschheit ist, ein Ende machen. — Der Beschluß , welchen ich beantrage, ist folgender: „Die Versammlung kann nicht auseinandergehen, ohne ihren Dank auszudrücken, daß so manche Personen von ausgezeichnetem Range und hoher Stellung, und ebenso die Regierung dieses Landes, so viel guten Willen gezeigt haben, die Sache der leidenden Menschheit zu führen; und hierdurch stattet die Ge-

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