Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 4 (1840)
- Issue
- Heft 25 (20.6.1840)
- Date
- 1840-06-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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rv..Jahrgang. Allgemeine No. SS. Zeitung des Zu-eut-ums. Ein unpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von »r. Ludwig Philipps»», Baumgärtners Buchhandlung israelitischer Prediger in Magdeburg. Leipzig. ^Mit König!. Sächsischer allergnadigfter Concessi'on) Leipzig, den 20. Juni 1840. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig; mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Palästina. Konstantinopel, 13. Mai. (Leipz. A. Z.) Zn diesem Augenblicke beschäftigen sich mehrere vornehme Israeliten aus England, aus Italien und aus dem Oriente damit, auf verschiedenen Punkten in Palästina Manufakturen und Fabriken zu begründen, in denen nur jüdische Arbeiter angenommen werden sollen. In der Türkei sind die Rabbinen, wie es heißt, aufs eifrigste damit 'beschäftigt, junge Leute für diese Unternehmungen zu gewinnen. (Was mag hieran Wahres sein? Red.) Rhodus. Rhodus, 2. Mai. Der so sehnlichst erwartete Ferman in Bezug auf die Angelegenheit der Juden ist endlich aus Konstantinopel angekommen. Es sollen sich drei unter den Griechen erwählte Primaten als Ankläger nach der Hauptstadt begeben, die Juden haben dagegen drei ihrer Glaubens-Genossen als Vertheidiger eben dahin zu senden. Smyrna, 9. Mai. Aus Rhodus sind auf dem „Seri Pervas" drei Griechen und drei Israeliten nebst der Mutter des Unglücklichen angekommen, dessen Verschwinden eine strenge Untersuchung herbeiführte. Sie begeben sich nach Konstantinopel, um dort die ihnen bekannten Thatsachen, in Bezug auf jene unglückliche Angelegenheit darzulegen. Syrien. Magdeburg, 9. Juni. Ueber die Angelegenheit der Juden zu Damaskus fahren wir fort zu berichten. Im Journ. de Smyrne vom Mai heißt es: „Das Schicksal der Syrischen Juden ist seit dem Verschwinden des Paters Thomas wahrhaft beklagenswerth. Sie werden überall, namentlich aber in Damaskus, aufs heftigste verfolgt. Auf Verlangen der Juden selbst wird diese Angelegenheit in Alexandrien untersucht werden." In der Leipz. Allg. Zeit, aus Alexandrien vom 6. Mai: „Gestern hat der Pascha von denKonsuln der fünf Mächte Vorschläge verlangt, um den Prozeß des verschwundenen Pater Thomas zu Damaskus auf Europäische Weise von einigen Rechtsgelehrten der fünf Mächte, unter dem Vorsitze des Scherif-Pascha, von neuem instruiren zu lassen; die unglücklichen Juden werden dann wol in Ruhe gelassen werden. Es scheint, als wenn ihm dieser Gedanke von Frankreich eingeflößt worden, indem er ganz entgegengesetzt von dem ist, den er früher gegen den Oesterreichischen Konsul im Ausbruche seines Zornes geäußert hat." Aus Triest vom 21. Mai enthält die Augsb. Allg. Zeit, folgendes Schreiben: Bei dem Interesse, welches der blutige Juden-Proceß in Damaskus allgemein erregt, können Dokumente, welche den Gang der traurigen Sache erhellen, nur willkommen sein.