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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-06-13 · Heft 24 (13.6.1840) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 24 (13.6.1840)
Date
1840-06-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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iv. Jahrgang. Allgemeine No. 24. Zeitung des Zudeuthvms. Ein rmpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redakteur: Verlag von Vr. Ludwig Philippfon, Baumgartners Buchhandlung israelitischer Prediger irr Magdeburg. Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnadigfter Concessi'on) Leipzig, den 13 Juni 1840. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig? mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Syrien. Magdeburg, 31. Mai. Wir fahren mit Her-! anbringung thatsächlicher Berichte fort. Höchst wich-! tig ist Folgendes: Das Journal de Smyrne,; welches von allen Blättern zuerst die greuelvollen! Details über Ermordung des Paters Thomas in j Damaskus mitgetheilt hatte, findet sich jetzt veran-! laßt, seine früheren Meldungen zu modisiziren, in- I dem es den (auch von Französischen Blättern gebrachi ten) Bericht giebt, den der Oesterreichische Konsul! Herr Merlato über das Ereigniß abgestattet, und von welchem das Journal de Smyrne sagt, daß es derjenige Bericht sei, den es als offiziell bezeichnen könne. Ein neuerer Bericht ist: Der Oesterreichische Beobachter meldet: „Aus Damask vernimmt man, daß der Prozeß wegen des daselbst im Februar d. I. an dem Pater Thomas verübten Mordes in vollem Gange ist und durch die Geständnisse des bekannten Barbiers eine für die Israeliten, die jener Mordthat beschuldigt worden waren, günstige Wendung zu nehmen scheint. Gedachter Barbier hat nämlich ausgesagt, er sei zur Beschuldigung der neun israelitischen Kaufleute nur durch die Drohung, verleitet worden, daß, wenn er leugne, er bis zum Tode werde gefoltert werden; gestehe er aber, so habe er nicht nur Straflosigkeit, sondern sogar eine Belohnung und ein Sicherheits-Geleite zu erwarten." Von Wichtigkeit und Interesse ist auch: Parlaments-Verhandlungen. Oberhaus. Sitzung vom 19. Mai. Der Marquis von Westmeath fragte den Premier-Minister, ob es wahr sei, daß er auf die Frage, ob die Brittische Regierung ihren Agenten bei dem Pascha von Aegypten beauftragt habe, zu Gunsten der verfolgten Juden einzuschreiten, mit Nein geantwortet.*) Da es eine sehr nachtheilige Wirkung auf die Interessen der Juden haben müsse, wenn man glauben müßte, daß der Einfluß des Brittischen Namens bei einer für die Juden so wichtigen Angelegenheit nicht angewendet werden sollte, so halte er es für uöthig, den edlen Viscount aufzufordern, sich hierüber zu erklären. Lord Melbourne erwiederte, daß ihm in den Blättern gerade das Gegentheil von dem in den Mund gelegt worden sei, was er bei der erwähnten Gelegenheit gesagt. Er habe nämlich nur gesagt, daß er nicht wisse, ob den Konsuln in Damaskus und Syrien wirklich schon Instructionen zugesandt worden seien; aber er wisse jetzt, daß dieselben bereits abgegangen. (Die Times bemerkt hierzu: „Der edle Viscount beantwortete die an ihn gerichtete Frage neulich mit einem einfachen „Nein," welches *) S. vorige Nummer.

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