Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 4 (1840)
- Issue
- Heft 20 (16.5.1840)
- Date
- 1840-05-16
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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IV. Jahrgang. ÄttS eW eine No. TO. Zeitung des Zudenthuws. Ein rmpartheiisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Nr. Ludwig Philippfon, Baumgärtuers Buchhandlung israelitischer Prediger in Magdeburg. ZU Leipzig. (Mit Königl. Sächsischer allergnadigstcr Concession) Leipzig, den 16. Mai 1840. ----- Aiese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jährlich A6 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s. w. umfassen. 2n Gemässheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — I Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — IS Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Jeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptsvedition für beide Letztere hat sich die Königl. ^Sachs. ivohllöbl. Zeitungs-Expedition aUhier unterzogen. E r klär u n «;. Auf sich immer wiederholende Anfragen über die Verfasser einzelner Artikel, bemerken wir, daß alle, nicht von einem bestimmten Orte datirten, oder mit einer besondern Namensunterschrift oder Chiffer versehenen Aufsätze und Artikel von dem Redakteur selbst herrühren. — Bei der Stoffaufhäufung der letzten Wochen mußten viele provinciclle Nachrichten zurückgelegt werden, welche in den nächsten Nummern, nach ihrer Bedeutung gegeben werden sollen. Zeitungsnachrichten. Syrien. fAngclcgenbeit der Juden zu Ta»iasku< und Rhodus-1 Magdeburg, 1. Mai. Wir fahren in den Referaten über die unglücklichen Juden von Damaskus fort, deren Schicksalen sich das der Juden von Rhodus nun auch hinzugesellt hat. Das Journal des Dödats vom 21. April enthält folgenden Artikel mit Aktenstücken: „Wir erhalten von verschiednen Seiten die betrüi bendsten einzelnen Nachrichten über die jetzt gegen die Juden des Orients statisindenden Verfolgungen, und über die gräßlichen Martern, welche diejenigen erduldet, die des Priestermordes zu Damaskus angeklagt worden. Zahlreiche und unleugbare Nachrichten thuen jetzt dar, daß die Angeklagten Opfer einer haßerregenden Jntrigue sind, erfunden, um i ihnen ein beträchtliches Strafgeld aufzuerlegen, j wahrscheinlich um vermittelst deS FanatiSj j mu s und des aufgeregten Volks Hasses die , Gesammtheit drücken zu können. Wir lesen Nachstehendes in zwei Briefen von Beyrut an Hrn. Lehren, Präsidenten der Pekidim und Amarkalim für die Israelitischen Gemeinden des heiligen Landes, zu Amsterdam: Beyrut, den 20. Februar. Ihre Glaubensgenossen in Beyrut sind sehr zu beklagen. Der Pater Thomas, Capuziner und Guardian des Klosters, ist am 0. d. mit seinen, i Bedienten verschwunden, und trotz allen Nachforschungen hat man ihn nicht aufgefunden. Alles ist in Aufregung; Türken und Christen wollten die Juden erwürgen und ihren Stadttheil verbrennen, weil man glaubst daß sie Schuld am Tod des Pater seien; man hat schändliche Gerüchte erfunden, und mehrere Mden sind zur Bastonade und Folter verurtheilt worden; viele Vornehmen hat man ins Gefängniß geworfen, und der Pascha erklärte, daß es viele Köpfe kosten würde,