Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 4 (1840)
- Issue
- Heft 11 (14.3.1840)
- Date
- 1840-03-14
- Page
- Seite 156 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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156 verbreitet wurde, denn die von Alcharisi scheint niemals in Gebrauch gekommen zu sein, da außer Schem Tob Palkira sie unsers Wissens nur Joseph Gekatilia^) erwähnt,' welcher auch den arabischen Urtext vor sich hatte. Allmählich verschwand auch der arabische Urtext und alle Welt hielt sich an die Uebersetzung des Tibons, welche nicht gar sehr klar ist, und überdieß durch Fehler der Abschreiber 5) sehr entstellt zu sein scheint. Herr vr. Scheper hatte das Glück, bei seiner Uebersetzung zwei arabische Exemplare gebrauchen zu könne»!, und dadurch seine Uebersetzung sowol, als die des ben Tibon zu berichtigen , welches für die Wissenschaft von unberechenbarem Gewinn ist. Der Uebersetzung, welche wortgetreu und erschöpfend ist, sind höchst lehrreiche Anmerkungen beigefügt, welche viele Belesenheit verrathen, und das Verstandniß des Autors sehr befördern °). Personen, welche die Mühe kennen, die ein solches Werk zu bearbeiten, verursacht, werden mit Schreiber dieses gern in das Lob dieser vorliegenden Arbeit einstimmen, welche unstreitig zu den besten und gelungensten Productionen der neuern Zeit gehört. Da hier der Ort nicht ist, alles niederzuschreiben, was einem aufmerksamen Leser beim Lesen eines solchen Werkes ausstößt, so mögen hier folgende Bemerkungen ihren Platz finden. Es. existirt eine erhellt. Dieses Epigraph befindet sich auch in der weiter unten angeführten gedruckten Ausgabe. 4) Hinter n-iian rira iura von Moses Nagara, Venedig 1579. David- Conforti war vielleicht der letzte, welcher sie sah. Ehrcnsaulen S. 27. 5) Für einen solchen Fehler halten wir z.B. Cap. 37. S. 245. das Wort riipaiva, welches nach dem Arab. rnpiaisa Hessen müßte, von Rad. p'SL Ezechiel, 6, 25, ebenfalls mit verbunden. 6) In der Einleitung wo eine lehrreiche Anmerkung das Wort naapa' erläutert, hatten auch die talmudischen Aussprüche inaapa *jn nasrt tipa bc '51 inaapa berücksichtigt werden können. S. 193 wo die Rede von den Nabatäern ist, wäre auch aus eine höchst instructive Stelle in Mekor Chajim von Samuel Zerza S. 626 zu verweisen. alte Ausgabe des Moreh 8. a. et l. (auch auf de Hamburger Stadtbibliothek befindlich,) welch« den Uebersetzer gute Dienste thun kann, bei seiner Ueber setzung der zwei ersten Theile. Wir haben mehrere Kapitel verglichen und gefunden, daß oft richtiger Lesearten sich finden als in den spätem Ausgaber z. B. Cap. 23 S. 145 befindet sich statt ipop dal richtige ran S. 153 statt ln-ivm das richtige iniwi S. 154 Mibn statt nVaa Cap. 51 S. 4L ebenfalls das richtige 'ia ibaa S. 425 -,an fiat von 7). Diese Proben mögen hinreichen die Auf merksamkeit des ehrenwerthen Uebersetzers auf dies« höchst seltene Ausgabe zu lenken. Wenn der Ver fasser die arabischen Stellen, welche in der tibonr scheu Uebersetzung entweder gar nicht oder schlecht übersetzt sind/ auch mit heb. Worten gegeben hätte wäre es sehr verdienstlich gewesen, und Italiener sowol, als alle Personen denen das Hebräische geläu figer ist als das Deutsche, würden ihm dafür schi dankbar sein. Ferner wäre zu wünschen gewesen daß der Uebersetzer die eingeschalteten Wörter, welch« nur vorgeschaltete Sätze sind, von denen welche wirklich Lesearten sind, genau unterschieden hätte, wei! die Beachtung derselben große Verwirrung verursacht. Ferner wäre es gut gewesen, wenn der Uebersetzer ein Vorwort genau die Ausgaben angegeben, welcher er sich bei der Arbeit bedient hat und die Lesearten mit den Ausgaben angegeben hätte. Doch dies sind nur Kleinigkeiten, die auf den innern Werth der Arbeit keinen Einfluß haben und bloß zur Bequemlichkeit des Lesers beitragen. Möge dem Uebersetzer diejenige Aufmunterung zu Theil werden, welches diese Arbeit verdient! Möge das lesende Publikum fleißig Gebrauch von dieser Lektüre machen! Leopold Dukes. 7) Diese Bibl. besitzt auch ein sehr altes hcbr. Manuscript des More cod. heb. No., welches ich jetzt aber nicht bei der Hand habe, um genau angeben zu können, in wie fern es bei der Bearbeitung nützlich sein kann. Allenfalls aber verdient es beachtet zu werden. Eben so verdient auch noa rvraa benutzt zu werden, welches genannte ML ebenfalls besitzt, aber leider defect cod. heb. No. (Fortsetzung folgt.)! Druck von I. B» Hirschfeld.