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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-02-08 · Heft 6 (8.2.1840) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 6 (8.2.1840)
Date
1840-02-08
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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it. Jahrgang. Allgemeine No. H. Zeitung -es Zudenthums. Ein unpartherisches Organ für alles jüdische Interesse. Redacteur: Verlag von Dr. Ludwig Philippfon, Baumgartners Buchhandlung israelitischer Prediger in Magdeburg. jU Leipzig. (Mit König!. Sächsischer allergnadigfter Concession) Leipzig, den 8. Februar 1840. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Sonnabends, und wird jal/rlich 96 Bogen in Quart incl. des Titels, Registers u. s.w. «rnfassen. 2» Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Perbreitung zu geben, ist der Preis äußerst niedrig: Yiit Z Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für sechs Monate — 18 Gr. für das Vierteljahr angesetzt worden. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition für beide Letztere hat sich die König!. Sachs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Altona, 18. Jan. (Privatmitth) Ich berichte Ihnen heute über die Todtenfeier, welche für den Hintritt des Höchstseligen Königs Frederik VI. in der Synagoge der jüdisch-portugiesischen hiesigen Gemeinde vorgestern um vier und ein halb Uhr abgehalten wurde. Ich habe absichtlich einen Tag verstreichen lassen, bevor ich Ihnen schreibe, weil ich der tiefen Bewegung erst Herr werden wollte, in die mich jene herrliche Feier versetzte. Sie war abgerundet, glänzend ohne Prunk, vollständig ohne Ucberladung. Sie ging vorüber ganz in dem Takte, der ehemals der Vorzug der portugiesischen Gemeinde war, und noch jetzt ihren Gottesdienst vielfach auszeichnet. Und dennoch war so manches neue Moment in derselben, das unsrer gegenwärtigen Zeit angehört, und um so wichtiger ist, weil es sich daj mit zeigte, daß auch die portugiesische Gemeinde beginnt, den Bewegungen unsrer Zeit geöffnet zu werden, die bis jetzt ohne Theilnahme zu erwecken an ihr vorübergegangen zu sein schienen. — Es war bereits früher ein Programm erschienen, und elegante Einladungskarten waren vertheilt worden. Beim Eintritt in die, nicht zu große, aber in edelen Verhältnissen gebaute Synagoge überraschte die sinnige und geschmackvolle Dekorirung. Die Fenster waren schwarz verhängt, um den Franenchor schwarze und weiße Drapperieen geschlungen, .eben so um die Tragepfeiler, auf sechs hohen Kandelabern flammten große Kerzen, 'wie auch auf zwei großen und vielen kleinen Kronleuchtern. Von der Höhe der Bundeslade ging ein schwarzer Baldachin aus, mit silbernen Sternen besäet, unter ihm befand sich die Kanzel, weiß mit schwarzem Stoffe bedeckt. Zu diesem imposanten Anblick gesellte sich der der versammelten Menge. Es befanden sich darunter Se. Excell. der Graf von Blücher-Altona, der Propst Paulsen, viele Geistlichen aller Konfessionen, die Obrigkeit, Gymnasiallehrer ff. Um 4| Uhr eröffnet« den Gottesdienst mit kräftiger Baritonstimme der Vorsänger mit 'lai •'p inns, worauf der Chor der Männer antwortete '131 nr-'By nr. Darauf der Vorsänger das ergreifende d»n p-i *siin, und der Chor: Amen! Hierauf der gesammte Chor, der aus fünf -Männern und fünf Damen bestand, und sich auf dem Frauenchor, durch schwarze Drapperieen getrennt, befand, den 23sten Psalm nach dem Händelschen 100sten Psalm. Nach diesen Gesangstükken bestieg der 1)r. En och die Kanzel, und hielt die Trauerpredigt über Spr. Sal. 20, 28. Nach dem Schluffe derselben führte der Chor aus HändelS Jephtha ein deutsches Gebet aus, worauf der Vorsänger das Todtengebet für den Höchstsel. König, und das Kirchengebet für Se. Maj. den König und die königl. Familie abhielt. Es folgte Jigdal, und den Beschluß machte nach einer Motette von Gal-

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