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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1840-01-18 · Heft 3 (18.1.1840) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
4 (1840)
Issue
Heft 3 (18.1.1840)
Date
1840-01-18
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 3. IV. Jahrgang. Allg Zeitung des LLne Ein nnpmÄMsches Organ fürMesWischp Interesse. Redacteur: Dr. Ludwig Philippfon, israelitischer Prediger in Magdeburg. Verlag von ärtners Buchhandlung zu Leipzig. (Mit König!. SächsW^allekKiidigster'^s*fcefTton) Leipzig, den I^Äanuar 1840. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Son naund wird jährlich 96 Boger^chn Quart incl. des Titels, 'Registers u. s.w. umfassen. In Gemäßheit des Zweckes derselben die allgemeinste Verbreitung zu Heben, ist der Preis äußerst niedrig: mit 3 Thlr. für den Jahrgang; — 1 Thlr. 12 Gr. für MUWkonate — 18 Gr. für bas Viertel'jah.r angesetzt worden. Albe Buchhandlungen, Postämter und Aeitungsexpeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptspedition ^üv» beide Letzteresich die Königl. Sächs. wohllöbl. Zeitungs-Expedition allhier unterzogen. - ~ Zeitungsnachrichten. Dänemark. Kopenhagen, 15. Dez. (Privatmitth.) Einer der wichtigsten Augenblicke im Völkerleben ist der, in welchem ihre Regenten wechseln. Eine ganze Zukunft voller Hoffnungen und Erwartungen ist an diesen Augenblick geknüpft. Neben dem sonderbar erhebenden Bewußtsein, daß auch die königliche Pracht nur eine irdische ist, schafft sich die Frage nach der zukünftigen Gestaltung der Dinge einen weiten Raum in unsrer Brust. Wie freudig bewegt es aber den Besorgten, wenn in diesem Augenblicke von dem neu aufgegangenen Sterne ein recht freundlicher Glanz, ein tröstender und sichernder Strahl herabgesendct wird! Am dritten d. M. entschlummerte sanft in einer Vormittagsstunde Friedrich VI, König und Vater der dänischen Lande; noch in Vormittag wurde Christian VIII zum Mmg^rMokMnirt. Wehmuth und Freude waren die wechselnden. Gefühle, welche der Bewohner der Hauptstadt sich bemächtigten. Die Israeliten Kopenhagens waren unentschieden, ob sie eine besondere Huldigungs-Audienz für sich beim Könige verlangen/oder, sich unter ihre christliche Mitbürger begreifend, es unterlassen sollten. Erst am 5. Abends entschlossen sie sich dazu, und so verblieb dem Rabbinen Herrn vr. Wolff nur eine kurze Zeit zur Vorbereitung. Sie haben es {i ■' \ , selbst bereits wahrscheinlich mitgetheilt, wie dieser seine schwierige Aufgabe lüstet.., Freitag am 6. d. begaben sich die sieben Repräsentanten der Mosaiten, mit dem vr. Wolff an der Spitze in den Pallast, und, obgleich sie nicht gemeldet wurden, und Sr. Majestät sich eben in den Staatsrath begeben wollte, wurden sie dennoch sofort huldreich empfangen. Auch die vielverheißende Antwort des Königs haben Sie. bereits schon. Ueberraschend aber war es für die Repräsentanten, dass, nachdem Sr. Majestät die Antwort ertheilt, Dieselben ein Privatgespräch mit vr. Wolff eröffneten, wie folgt: „Sie sprechen ja jetztH^Jänisch, Hexr Doktor?" „Ew. Kön. Majestät, die BegeUerung des Augenblicks, in welchem mir so hohes MW zu Theil wtDde, diktirte mir diese Sprache-" „Ich habe sie Nie besser gehört;. es Madigen Sie dämi«Ach.-,Jch Ledige jeden vierten. Sonnabend dänisch" rc. ic.- .: LMge, lange wird dieser' Sabbat-Chanuka uns im Andenken bleiben, wo sich abermals der Herr unser in Uebe angenommen. . . —Verwundri^ig las man neulichst in einer jüdischen.Zeitschrist, daß der verbesserte Kultus zu Kopenhagen ein'aus einer Privatgesellschaft hervorgegangner Versuch sei, der deshalb nur denen zu Hamburg,. Prag, Wien an die Seite zu stellen wäre. Haben nicht diese satter auf's Weiteste berichtet, daß der'Kultus allhier der erste war und noch im-

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