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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-12-22 · Heft 153 (22.12.1838) · p. Seite 618

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 153 (22.12.1838)
Date
1838-12-22
Page
Seite 618 (sequence 4)
Language
German
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618 verzagenden Kindbetterin ihren in 'den Bund des jüdischen Glaubens neu aufgenommenen Sohn, und überreichte ihr als Gevattergeschenk einen silbern-vergoldeten Vvrleglöffel. Die Gäste sihten sich zu Tische, allwo Kaffee und Lhokolade servirt wurde, und man brachte ein fröhliches Stündchen dabei zu. Am Schluffe benschte der Rabbi, da man Berches und Koscherwein hatte, irrnVN “pn*. lim 1 Uhr war das ganze Fest zu Ende, wir machten unsere Laden auf, und sind froh, daß alles so schön und so froh vor sich gegangen ist. Dem Rabbi Menascheh Murtschuk habe ich 50 Drachmen (a 25 Thlr.) gegeben, nebst vielem andern, als Chokolade, Mehl', Thce :c. Diesen Samffag bekomme Frau und Kind und ich einen -prc '12 in der Schule zu Negroponte, wofür ich ein Pfund Oel geloben (schnudern) mußte; auch habe ich ihm etwas milgegeben, um es an der Jahreszeit der lieben, seligen Mutter an die dortigen Armen >zu vertheilen, dafür zu lernen und Kadisch zu sagen. J. F. Anzeiger. .Zn demselben werden Annoncen aller Art gegen 1 Gr. Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petir-Schrift oder deren Raum ausgenommen. Die Verla gshandlung. Danksagung der hiesigen Zndengemeinde an den ersten Vorsteher Herrn Moritz Turteltanb durch den Unterzeichneten. Es sind bereits 22 Jahre verflossen, seit dem Sie, geehrtester Herr Tuctcltaub, unsere Gemeinde als erster Vorsteher leiten, was Sie in dieser Zeit Gutes gestiftet, laßt sich hier nicht beschreiben, — denn abgerechnet, daß Sie dieses Amt mit der größten Präciflon und rastloser Tätigkeit leiten, — abgerechnet, daß Sie durch Ihren regen Eifer soviel Gutes in unserer Mitte befördert und manches Ungemach beseitigt haben, abgerechnet, daß Sie jedem ohne Unterschied des Standes und der Religil>n mit Rath und That beistehen, und durch Ihre Billigkeit und Einsicht so viele streitende Parteien aus unserer als auch fremden Gemeinden ausgleichen und so versöhnen, daß jeder zufrieden und Sie segnend die Schwelle Ihres Hauses verlassen; abgerechnet endlich, daß Sie bei jeder Gelegenheit Ihre milde Freigebigkeit und echte Humanität an den Tag legen; — haben Sie, was noch jetzt erwähnt zu werden verdient,- schon im Jahre 1820, — nur durch Ihre Kraft und wirkungsvolle Vorstellung an die hohe, und allerhöchste und gnädigste Regierung, uns in finanzieller Hinsicht so große Dienste geleistet. — Doch jene Wohlthat, die Sie uns erst kürzlich bei der vorletzten Rekcutirungszeit sowol durch Ihre einflußreiche mündliche als energisch abgefaßte schriftliche Verwendung bei den hohen Aemtern erwiesen haben,, verdient wahrlich unfern öffentlichen und herzlichsten Dank. — Nehmen Sie daher geehrtester Herr Turtelraub! unsere herzliche Versicherung, daß wir nie, nie aufhören werden, uns gegen Sie dankbar zu bezeigen, nie werden wir -vergessen, daß Sie mit Aufopferung Ihrer eigenen Ruhe sich blos dem Wohle unserer Gemeinde weihen, und wir werden auch nie unterlassen unsere dankbaren Gefühle gegen Sie an den Tag zu legen. Möge Sie der Spender alles Lichtes noch lange glücklich und gesund in unferm Kreise erhalten, und Ihnen Kraft verleihen damit Sie sich auch fernerhin um unsere Gemeinde verdient' machen, was wie gewiß alle herzlich und inniglich wünschen. — Möge diese öffentliche Danksagung jeden rechtlichen und gutgesinnten Gemeindevorsteher zur Thatigkeit aufmuntern und zur Beförderung des Guten und Bessern ein mächtiger Sporn seinl Rzessow, den 1. November 1838. Simon Dachtelberg, P. L., im Namen der ganzen Gemeinde *). *) Herr D. hat uns durch Vorlegung vieler Unterschriften, worunter die des Herrn Kreiörabbrnerö und der anderen Herren Gemeindevorsteher erwiesen, daß diese Danksagung im Namen der ganzen Löblichen Gemeinde abgefaßt ist, was wir hiermit bescheinigen. D. Red. Bei v. Möslis Wtte. und Braumüller in Wien ist -erschienen: Das besondere EhereHt dev Juden in Oesterreich nach dem allgemeinen bürg erlichen Gesetzbuchs von Ignaz Graßl, Doctor der Rechte, k. k. esterr. Professor und Syndicus der Universitär zu Lemberg. 1838. gr. 8. broschirt 2 Thlr. Die hiesige israelitische Gemeinde sucht einen unverhekracheten Elementar-Lehrer, der sowol im Deutschen, als auch im Hebräischen gründlich unterrichten kann. Zugleich sind die Functionen eines Vorsängers und Schächters 'damit verbunden. Die fixe Einnahme ist ''350 Thlr. nebst freier Wohnung, Accidentien 100 Thlr. und darüber. Die Bewerber haben ihre Gesuche unter Beilegung sidencirter Zeugnisse innerhalb 5 Wochen portofrei bei dem Unterzeichneten einzuschicken. Glückstadt, den 28. November 1838. Elias Philipp, p. t. Vorsteher. Gesn Äs. Ein geprüfter Lehrer, praktisch geübt, der zugleich in der englischen und französischen Sprache gründlich unterrichten kann, such: eine Stelle als Privat- oder Gemeindelehrer. Als letzterer kann derselbe auch als Cantor und Prediger fungiren. Frankirte Briefe unter 11, J. Z. befördert die Verlagshandlung 'dieser Zeitung. — Redacteur: Dr. L. Phtlippfon. — Verlag von.Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirschfeld.

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