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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1838-12-08 · Heft 147 (8.12.1838) · p. Seite 593

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
2 (1838)
Issue
Heft 147 (8.12.1838)
Date
1838-12-08
Page
Seite 593 (sequence 3)
Language
German
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393 n*1®* Nirt ^anilr» eingeschaltet wird. Die Aufrufungs-Formel lautet: 22 ^2 777.21 22p. Füllten der kommenden Woche ein Neumond ein, so wird derselbe verkündet, durch die vier Jehi razon des spanischen Ritus, Ln denen ursprünglich sieben sind, s. Kol bo §. 37 —, das mm22 *nn *p fauch bei Kol bo k. l.), und das etwas kürzere Urwinx Auch die Verkündigung eintretender Fasttage findet Statt. Das eine Jekum purkan für die babylonischen Akademien fällt aus. Nach dem andern folgen: ML scheberach für die Beitragenden, Aschre, Mi scheberach für die Gemeinde und ganz Israel, Ps. 29 (wenn zwei Gesetzrollen ausgehoben werden), Jehalelu, das von noch einigen Versen begleitet wird, 2rN22i, Kadisch. Die Kaduscha der wiederholten Tesilla des Musaf ist Y? 12m 2ri2. Alsdann: Adon olam, ganzer Kadisch, Barchu, Alenu, worin Einige den zweiten Theil (Al Ken neKaw«) weglaffen. Beim Hinausgehen aus dem Bethause spricht man den Vers Ps. 5, 9 (^n2 'ln), was auch anderswo (s. Lebusch Orach chajim 133) vorkommt.— Mincha beginnt mit Ps. 141, worauf, ganz nach spanischem Ritus, fortgefahren wird mit Ps. 84, dem Abschnitt Numer. 28, 1—8 (">72Nb *»S22p rirr), der Beschreibung des Naucheropfers 'n nistt Win bis zu Ende, Aschre, Uba lezion mit dem sefardischen Schluß 1N22^1, halbem Kadisch und \nbsn Auf die Lektion und die Tesilla folgt ^nptfc nach der Ordnung, die R. Amram Gaon vorgeschrieben, und welche schon im 12. Jahrhundert in der Provence und in Frankreich stattgefunden, und gegenwärtig bei den Sefardim statt findet. Entgegengesetzt ist die Reihenfolge dieser Verse im germanischen Ritus, mit welchem der altspanische und namentlich der von Toledo übereinstimmt. Den Beschluß machen die bekannten Abot.— Am Ausgang des Sabbat gehen dem Maarib und der Tesilla die Psalmen: 37. 119 bis 134. 16. 75. 144 (Ledawid baruch Adonai). 67 (besten 3 letzte Verse der Vorbeter wiederholt) voran, und es folgen: Vihi noam, Weatta Kadosch rc., Kadisch, Habdata, Y* irrn, in einer mehr der sefardischen ähnlichen Compofltion, Ps. 128, und nach altem provenzalischen Gebrauch p«, der Abschnitt vom Raucheropfer, ferner Sk, Kadisch Rabanan, Barchu, Alenu. — Ausgezeichnete Sabbate. Selbige werden in der Regel schon am Vorabende durch besondere Bibelverse gefeiert, die dem Maarib vorangehen, zuweilen auch durch piurische Verse, die Kiddusch und sonstige Funktionen begleiten. Im Morgen-Gottesdienst^ sind Kadisch, Barchu, die Funktionen der Tora-Vorlesung, der Abgang aus der Synagoge mit kleinen Piutim oder Versen verziert, die größeren und eigentlichen poetischen Sachen ungerechnet. Nicht selten ist auch am Sabbat-Ausgang die Habdala noch piutisch ausgezeichnet. Ueber die einzelnen hieher gehörigen Sabbate ist folgendes zu bemerken: 1) Sabbat und Neumond. Das Abendgebet introduciren die drei — auch für die meisten anderen Fälle gültigen — Verse Ps. 26, 8. 104, 33. 27, 4, denen 4 folgen, anfangend 2-<22D72 ervarart, hierauf der feststehende Schlußvers Ps. 69, 31 (ün rf&na). Dieselben 4 Werfe gehen Morgens (wo auch ein kleines poetisches Nischmat Statt hat) bek der Aushebung dem nnip Nri2>7 voran. Dann ein Piut b2 122 N7a und ^2122 bab W©, worauf 2222 wi folgt. Wie es scheint, gehört ein Gedickt, womit Gadlu itroducirt wird, anfangend ^N2 JT72BK (Vers. Gad) gleichfalls diesem Sabbat an. Die Tesilla des Musaf stimmt, wesentlich mit der sefardischen: aber eigenthümlich ist vor nanp 1^2 das 8-N2N1 2122N, da die andern Ritus mit Maimonides hier, wie auch der Avignonsche im Festgebet, ©*npm haben. Bon ^©8221 22^n heißt es: 27:82 rn pnp2,7 n2© *]22p N7, wie in dem ältern spanischen Ritus. In dem ersten Elohenu ist ein Zusatz, wo das Verdienst der Vater, insbesondere Abraham's (“psb 12^28 22J228 2^27 7122© *1722) angesprochen wird. 2) Sabbat Bereschit. Nach dem -xn2in2i- 2N8...2122 vor Nischmat: ein poetischer Reschut ^8 rn2iri in 5 Strophen. Die Verse vor der Aushebung beginnen 2572222 'n. Dem Schluß-Kadisch geht ein Schalom (Abgangs-Begrüßung) voran, anfangend 21L T172 TJ (Vers. Abram). (Fortsetzung folgt.) Correspouderrzen, Auszüge^ Repliken. Aus Amsterdam. Angelegenheiten Palästina's (Fortsetzung). I. Brief der Rabbiner und Vorgesetzten der Gemeinde ASkenafim Perusim in der heiligen Stadt Jerusalem, datirt: Lamus 5594. a. in. (Juli 1834), „Am 16. des Monats Jjar entstand plötzlich in unserer heiligen Stadt ein entsetzliches Erdbeben, so daß der Erden Grundpfeiler zu brechen schienen. Mehrere Häuser stürzten ein, noch „mehr wurden beschädigt, und ihre Bewohner alle suchten nur unter „freiem Himmel ihre Rettung. — Dank sei es doch dem himmlischen Vater, daß hierbei Unserer nicht Einer umkam, während „in Sichem und in Jaffa der Muselmänner so Viele unter „dem Schutt ihrer Häuser ihr Grab gefunden haben! — Nur

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