Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 50 (8.12.1885)
- Date
- 1885-12-08
- Page
- Seite 807 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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807 Cultus - Ministeriums und Ritter der Ehrenlegion. Seine Werke bilden vier Bände: „En voyage“, „Pages intimes“, „Pendant la guerre“ und „Pommes popnlaires“. Eugöne Manuel liebt die Natur, dieses schöne Buch, in welchem er den Namen Gottes in glänzenden Zügen geschrieben zu lesen weiß; er hat eine gesunde Religion, eine wohlthuende Philosophie. In seinen Liebes-Gedichten scheint er dem Worte Goethe's: „Man darf das nicht vor keuschen Ohren nennen, was keusche Herzen nicht entbehren können" gefolgt zu sein, denn selten findet man so reine Gefühle in einer so unbefleckten Sprache. Die kleinen Reise-Abenteuer, wie „Es jeune couple“, das vorgelesen wurde, „Es tnnaei“, „La dep&che“ u. A. m. sind anziehende, fließenv geschriebene Erzählungen. In den „Potzrnes popnlaires“ erhebt sich der Dichter zu großer Höhe und singt in ergreifenden Tönen die Armuth, die Unwisienheit, die Arbeit, das Laster und auch den Heroismus des Volkes; diese Poesie vereinigt Alles in sich: glänzende Bilder, rührende Bewegung, unerwartete Anmuth, mächtige Contraste zwischen Licht und Schatten und auch ernste Belehrungen. Der Vortragende empfahl in seiner anziehenden Weise aufs wärmste die Lektüre des Manuel und zählte ihn zu den ersten lebenden Dichtern Frankreichs. Wie Namen entstehen. Zu diesem Thema erhalten wir folgenden Beitrag: Zu Anfang 'dieses Jahrhunderts, wo noch viele Juden keine eigentlichen Familiennamen besaßen, sondern in altbiblischer Weise ihrem Vornamen zur Unterscheidung von Anderen gleichen Namens den Vornamen des Vaters beifügten, gebot eine hessische Verordnung den Juden, sich Familiennamen! beizulegen, und diese bei Amt eintragen zu lasten. Ein Jude,! der nicht wußte, welchen Namen er sich beilegen solle, er-! widerte nun auf die Frage des Amtmanns, wie er heißen wolle: „Herr Amtmann rothen Sies" (rathen Sie es). Gut, Ihr sollt „Rothensüß" heißen, erwiderte der Amtmann, und die Nachkommen des Betreffenden tragen heute noch diesen; Namen. Anzeigen. Ty» O 4*0 werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- ÜAötJX <Xi uty folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Derlag von Daumgärtner's Duchhandlung in Leipzig. Zu beziehen durch jede Buchhandlung: L. A. Albert's Englischer Dolmetscher. In einer großen (Stabt Gübbeutfdjtanbä , wird als Erzieherin für ein 13 jähriges i Mädch-n. eine geprüfte Lehrerin (Ifraditin), wefr-njMch »»»> englisch spricht, sehr musikalisch ist und wo-! . möglich bereits früher eine ähnliche Stellung Anweisung, die englische Sprache binnen kurzer Zeit leicht und ohne Lehrer bekleidet har,^ gesucht^ Ossi zu erlernen. Nebst einem Wörterbuche der deutschen und englischen Sprache, worin ft t n«r. . rr tn . - die Aussprache und richtige Betonung der englischen Worte angegeben ist rc. 11. Auflage. Preis eleg. gebdn. 2 M. 40 Pf. Der Albert'sche Dolmetscher ist bereits in vielen Tausenden von Exemplaren verbreitet und unter den Lehrmitteln für den Selbstunterricht im Englischen auch heutigen Tages befördert Rudolf Moste, Berlin 81V. Wirthfchafterin. Suche für meine Haushälterin von gesetzten Alter, zu Ostern 1886 anderweitige „ . , , . Stellung, mit orer ohne Hausfrau. Die- - noch in allererster Linie zu empfehlen. Selbst der einfache Mann findet sich bei der prakselbe hat meinen Haushalt vier Jahre zu meiner Zufriedenheit besorgt und geht Familienverhältniste halber von mir. [L.c.3494 Goldberg in Mecklenburg. K. Kernhard. [Schadchen gesucht. I Offerten sud J. M. 7609 Exped. des I Berliner Tageblatt, Berlin 81V. I Ein junges Mädchen, in Küche u. Hausarbeiten erfahren, sucht Stelle in einem Haushalt zur Stütze d. Hausfrau. Auskunft erteilt A. Steinweg, Lehrer in Rheda, Westfalen. tischen Einrichtung dieses kleinen Handbuchs und bei der überall auf das Genaueste angegebenen Aussprache jedes englischen Wortes sofort in das Buch hinein und erwirbt sich durch Benutzung desselben in überraschend kurzer Zeit die Kenntniß der im täglichen Gebrauch am häufigsten vorkommenden und daher auch zunächst wiffenswerthen Wörter. Rücksichtlich der äußeren Ausstattung ist das Buch handlich und dabei sehr elegant. Soeben erschien und ist vom Verfasser Herrn Cantor B. Jacobsohn in Leipzig, An der Pleiße 9kl direkt zu beziehen: BarMizwah-undConfirmations-Feier. Ein Vortrag, gehalten auf der 7. Conferen; des „Vereins »fr. Lultus beamten Mitteldeutschlands" zu Magdeburg, am 26. Mai 1865. | Preis broschirt 40 Pfennige. — Vom gleichen Herrn Verfasser erschienen bereits früher: Der israelitische Gemeindegesang > Preis 90 Pf. und Lchirs beth Jaäcob, Jsr. Schul- «. Gcmeindegesaugdllch. Geb. Mk. 2.40.