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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-11-17 · Heft 47 (17.11.1885) · p. Seite 759

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 47 (17.11.1885)
Date
1885-11-17
Page
Seite 759 (sequence 15)
Language
German
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759 Bibelauszug enthalte eine Auswahl des Schönsten und Besten. Es seien deshalb die bezeichneten pädagogisch-bedenklichen Stellen auszuschließen. Falls kein besonderer Bibelauszug zu erlangen, so wäre es wenigstens wünschenswerth, daß die bessern biblischen Geschichtsbücher im Anhänge eine Auswahl der poetischen Stoffe haben. Im Schlußworte bemerkt Redner, daß die Liebe zu den Kindern und die Erkenntniß. daß die Bibel heutzutage in der jüdischen Familie leider nicht die Hochachtung genieße, die ihr gebühre, ferner daß besonders das weibliche Geschlecht, das fie nicht durch die Uebersetznng kennen lerne, fie hochachten und schätzen lerne, ihn, trotz Erkenntniß der Schwierigkeit, die der Einführung entgegenstände, dennoch bewogen habe, seine Vorschläge dem Urtheile der Versammlung zu unterbreiten. Referent erntete lauten Beifall für die fleißige Arbeit, und der Vorfitzende spricht ihm den Dank der Versammlung aus. In der Debatte drückte vr. Kayserling-Hannover seine Freude aus, daß der Referent an den alten Spruch Q-inn “-Ni N-,po erinnert habe. Es wäre daher auch wünschenswerth, daß diesem Grundsätze gemäß, man jeden Sonnabendnachmittag die Bibel lese, womit Gotthelf-Gcestemünde nicht einverstanden ist, da man den Kindern den freien Sabbath-Nachmittag nicht rauben dürfe. Dr. David ist gegen den von den Referenten gewünschten Bibelanszug und meint, daß die zu deffen Gunsten geltend gemachten pädagogischen Bedenken großentheils wegfallen, wenn man, was sich schon an und für sich empfiehlt, hauptsächlich die poetischen Bücher zum Gegenstand der Lectüre wählt. Fauerbach-Hildesheim ist gegen regelmäßiges Bibellesen, weil es bei den wenigen Stunden, die für den Religionsunterricht abfallen, an Zeit hierzu fehlt. An der weiteren Debatte betheiligen sich und treten warm für den Unterrichtsgegenstand ein die Herren vr. Gronemann, Eckmann-Nienburg, Levisohn-Berden u. a. nt. Die Thesen wurden in folgender Fassung angenommen: I. Es ist wünschenswerth, daß auf der Oberstufe jüdischer Schulen das Bibellesen einen Theil des Religionsunterrichtes au »mache, denn a) dadurch wird Berständniß des Inhaltes d) die Bildung des religiösen Sinnes gefördert und e) die Werthschätzung der Bibel angebahnt. H. Das Bibellesen ist in organischer Verbindung mit dem biblischen Geschichts- oder Religionsunterrichte in mindestens '/2—^ständigem wöchentlichen Unterrichte zu betreiben. Hl. Die Auswahl des Stoffes muß mit Ausschluß von pädagogisch ungeeigneten Stellen so getroffen werden, daß die Kinder die Bibel ihren wesentlichen Theilen nach möglichst kennen lernen. IV. Für die methodische Behandlung des Bibellesens sind dieselben Gesichtspunkte zu beachten, die beim allgemeinen kursorischen Lesen in Betracht kommen. Der auf der Tagesordnung stehende Bericht über die „Berliner Schulmänner-Conferenzfällt in Anbetracht dessen, daß den meisten Besuchern der Versammlung durch die gedruckten Publikationen des deutsch-israelitischen Gemeindebundes die Ergebnisse derselben bekannt sind, aus. Der vom Kollegen Levy-Norden schriftlich gestellte Antrag, beim Königlichen Cultusministerium um volle Alterszulage für die jüdischen Lehrer in der Provinz Hannover gleich den christlichen zu petitioniren, konnte wegen vorgerückter Zeit nicht mehr berathen werden. Die nächste Versammlung findet in Hannover in den Pfingsttagen 1886 statt. Die Schriftführer Hermann Katz-Hannover. vr. David-Hannover. Anzeigen. ciAyn werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet and müssen für die nächts- XllOv/1 €%> IC folgende “Wochennnmmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ansschliesslicb an die Annoncen-Expedition von Ludolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Für meine Schwester, angenehme Erscheinung, sehr häuslich und religiös erzogen, suche ich eine paffende Heirathsparthie. Mitgift -4002 Mark. Bevorzugt ein fest angestellter Lehrer oder auch ein guter Handwerker. Adressen snb K. U. 2775 an Rnd. Masse, Berlin C. erb. [B.5U5 ■ras ■ras Pommersche Fettgänse (genudelte), 18 bis 24 Pfd. schwer, ä Pfd. «0—85 Pf., versendet unter Nachnahme bis Mitte December. Greifswald i. P. Hermann Cohn. rirdrichshnUer BitterqTLelle, «* Folge verbesserter Fassung jetzt bedeutend reicher an mineralischen Besiandtheilcn, noch wirksamer u. deshalb billiger als bisher. Altbewährtes Heilmittelbei: Verstopfung, Trägheit der Verdauung, Verschleimung, Hämorrhoiden, Magenkatarrh, Frauenkrankheiten, trüber Gemüthsstimmung, Leberleiden, Fettsucht, Gicht,. Blutwallunpen etc. JFriedrichshaU bei HHdburghauseu. Brunnendirelctioru

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