Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 35 (25.8.1885)
- Date
- 1885-08-25
- Page
- Seite 567 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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567 und nach aufgeräumt. Nachdem die Judengasse und bereist. Das Gäßchen „Hinter der Judenmauer" zieht sich an Judenmarkt die Namen „Börnestraße" und „Börneplatz" I der mehrere Meter hohen alten Mauer hin, welche den schon erhalten haben, hat der Magistrat nun auch das seither den seit einer Reihe von Decennien geschlossenen Friedhof umschließt, Namen „Judenbrückchen" führende Gäßchen in „Einhorngasse" der viele Jahrhunderte lang der hiesigen israelitischen Geumgetauft, und zwar nach einem in der Nähe befindlichen meinde als Begräbnißplatz gedient hat. Dieser ehemalige Plätzchen, welches „Einhornplatz" heißt. Es erübrigt jetzt Friedhof ist so von Häusern umgeben und die an der Straße nur noch, der „hinter der Judenmauer" benannten Gasse liegende Umfasiungsmauer so hoch, daß die meisten hier einen anderen Namen beizulegen. Es ist das eine sehr enge, 1 lebenden Bewohner wohl noch nie einen Blick hineingeworfen in Schlangenwindung von dem „Börneplatz" nach der „Aller- > haben. Vom Thurme des Domes aus kann man diese alte heiligengafie" sich ziehende Gafie, durch die ein recht lebhafter vereinsamte Grabstätte, welche von Grün überwuchert und Verkehr geht. Dieselbe wird davon erst entlastet werden,! mit Grabsteinen dicht besät ist, überblicken. Letztere sind wenn von der „Schuurgafie" aus in der Verlängerung der wegen ihrer Inschriften für die Geschichte der hiesigen israe- „Battonstraße" ein Durchbruch nach der Allerheiligengaffe litischen Gemeinde beziehungsweise einzelner Familien derselben gemacht wird, wie dies schon seit langen Jahren projectirt. von großem Interesse. Anzeigen. T-p QPT*Q werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet and müssen für die nächst- XllOCl C« l/C folgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Zum l. April k. I. sind in unserer über 100 Mitglieder zählenden Gemeinde die Stellungen: 1) Eines akademisch gebildeten Religionslehrers, der die Befähigung zu Kanzelvorträgen besitzt, mit einem Gehalte von M. 1650 p. a. mit Aussicht auf Steigerung und den mit diesem Amte verbundenen Emolumenten. 2) Eines tüchtig geschulten Cantors, der sowohl Schächter, als auch perfecter und joipr s^" muß, mit einem Gehalte von M. 1000 und den mit dieser Stellung verbundenen ziemlich bedeutenden Nebeneinkünften wozu nuntr rc. gehört, zu besetzen. Nur geeignete Bewerber wollen bis 1. October d. I. ihre Offerten, denen Ourriculum vitae nebst Abschrift ihrer Zeugnisse beiliegen muß, an Unterzeichneter Stelle kostenfrei cinsenden. Der Vorstand der Snnagogen-Gemeinde Cottbus i. L. Die Stelle eines ersten Cnltusbenwten, welcher geprüfter Religionslehrer sein muß, von Zeit zu Zeit religiöse »ranzelvorträge halten, als Borbeter einen Chor dirigiren, auch den Schochet im Behinderungsfalle zu vertreten hat, ist zum 1. April 1886 an hiesiger Gemeinde vacant. Gehalt 1800 Mark nebst freier Wohnung und einigen Nebeneinkommen. Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis l. September a. c. bei dem Unterzeichneten Borstande melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Schlawe i. Pommern, Juni 1885. Der Borstand der Synagogen-Gemeinde. A. Salomo». Pensionat und Höhere Töchterschule von (L. 809 Frau Dr. Leversou in Hannover, Hhiergartenstraße 3 und 4. Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. Handels- und Sprach-Institut, Internationales Pensionat Brüssel (Belgien). 168—170 Chaussee cTEtterbeck. dem Park Leopold gegenüber, geleitet von j)rof. L. Kahn, F. S. S. L. Ehrerr-Genoffe der f. Gesellschaft der Wissenschaft, Literatur und Kunst in London. Ausnahme deutscher Zöglinge beschränkt und nach den Bedürfnissen des Unterrichts i den Sprachen proportionirt. Jfr. Pensionat von I. Spier in Bocholt. Knaben, welche bie hiesige höhere Schale besuchen sollen, erhalten bei guter geistiger und körperlicher Pflege Nachhülfe in allen Schulfächern. Die Schüler können nach einjährigem Besuch der Secnnda das Zeugniß der Berechtigung zum einj. Dienst ohne Examen erlangen. M. Kahn s Institut, München. Bisherige Frequenz 1919 Schüler. Vorbereitung für den kaufmännischen und gewerblichen Beruf (sowie für das Einjährig Freiwilligen-Examen). Vorzügliches Pensionär. Beginn des n»uen Schuljahres, Montag den 5. Oktober. Prospekre und näheren Aufschluß durch M. Kahn, Direktor, Thal 11. Israelitisches Töchterpensionat von Elise Höniger, gepr. Schulvorsteherin, Breslau, Gartenstr. 9. Beste Referenzen. — Französin und Engländerin im Hause. — Näheres durch Prospekt.