Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-08-04 · Heft 32 (4.8.1885) · p. Seite 520

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 32 (4.8.1885)
Date
1885-08-04
Page
Seite 520 (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3224737-3227555-3227588--42832-3311423
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

SSO Vacanz. Tie pr. ls. Septbr. c. vacante israelilische Lehrer-Stelle in Wester-Cappeln i. 25. ist bei freier Kost, Wohnung und Heizung mit einem jährlichen Gehalt von 600 Mverbunden. Offerten erbittet sich [L.c.2l7l Daniel Block, Vorsteher. Lehrlings-Gesuch. Per September-Oktober ist in meinem Sabbaths und Festtags geschlossenen Bankgeschäfte Stelle vacant. Kost und Logis im Hause. [L.c.2173 Befähigte Reflektanten belieben selbstgeschriebene Offerten unter Angabe^ von Referenzen und Zeugnissen unter Chiffre J. 1767 an Rudolf Messe, Leipzig niederzulezen. Lehrlings-Gesuch. Für mein Manusactur-Geschäft en gros <fc en detail suche ich bei gänzlich freier Station im Hause unter günstigen Bedingungen einen Lehrling. sQ.c.2172 Cdirard Herzev, Dfterode o. Lsarz. Ju meinem Pensionat für jüdische junge Mädchen werden zwei Plätze frei. Beste Referenzen. [B. 3390 Frau Minna Wassermann, Berlin, Oranieuburgerstraße 56 a. Haushälterin. Zrrr Abwehr. Die Erwiderung in dir. 26 dieses Blattes auf einen Artikel „Vom Rhein" in Nr. 23 der „Israelitischen Wochenschrift" hat dem Hrn. F. zu einer Erklärung resp. Zurücknahme seiner Anklage keine Veranlassung gegeben. Ein solches Verfahren kann und darf mit Stillschweigen nicht übergangen werden. Jeder glaubenstreue Israelit, der die Ehe als das heiligste Band betrachtet, hat ein Recht auf die Frage: „Soll die religiöse Trauung, wenn trotz aller angewandten Bemühungen keine Chalizah zu erlangen war, verweigert werden?" eine klare und bündige Antwort zu verlangen. Es ist freilich für sogenannte Streber, die es mit keiner Partei verderben wollen und daher auf zwei Schultern tragen, die, wo es sich gerade macht, einen natürlich nicht waschechten Liberalismus zur Schau tragen, sonst aber vor den dringendsten Mahnungen der Zeit ihr Ohr verschließen und jeden Gebrauch, dem auch nicht das geringste religiöse Moment inwohnt, aus Besorgniß um ihre materielle Zukunft üben, keine leichte Sache, Farbe zu bekenne». Die Mitglieder der zweiten Synode (s. S. 130 d. Verhandl.) haben die Antwort unzweideutig gegeben. Was hat aber die „Israelitische Wochenschrift" gethan? Sie hat eine Reihe von Artikeln gebracht, die nichts als gewöhnlichen Klatsch und Stoff zu mancherlei Betrachtungen enthalten. Wir zweifeln nicht daran, daß durch solche Lektüre dem denkenden Lehrer die Augen geöffnet werden über die Tendenz, die hier verfolgt wird Alle diese Artikel behandeln daflelbe Thema mit verschiedenen Variationen. Der ganze Chor stimmt dann in den Ruf: „Nur diplomirte Rabbiner sollen Trauungen vollziehen und Grabreden halten dürfen". Wir wären in der That begierig zu erfahren, in welchem jüdischen Codex das zu lesen ist. Da waren doch die Rabbiner der alten Schute von einem andern Geiste beseelt. Daß die fromme« Wünsche, deren Tendenz leicht herauszulesen ist. sich realisiren werden, glaubt natürlich kein Mensch, der mit den gesetzlichen Bestimmungen über die Verhältniffe der Juden in Preußen auch nur geringe Bekanntschaft hat. Aber es schadet gar nicht, daß die Rabbiner einer gewiffen Schule einmal mit ihren Idealen Herausrücken, damit Gemeinden und Lehrer erfahren, aus welches Ziel losgesteuert wird. Doch müffen wir das Urteil des Hrn. F. über die Religiosität eines Theils der Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens als unberechtigte Kritik entschieden zurückweisen. Erst weise uns Herr F. einmal nach, daß sein Maßstab mit dem Stempel der wahren Frömmigkeit geaicht ist. Wir bedauern aufrichtig, daß wir gegenüber den vielen Angriffen auf den Lehrerstand keinen andern Ton anschlagen konnten, glauben aber die Grenzen des Anstandes nicht überschritten zu haben, wie es von der andern Seite geschehen ist. Das Heil des Judenthums liegt in dem redlichen Zusammenwirken der Männer, denen die Pflege des religiösen Lebens anvertraut ist. Diesem Satze hat der Lehrer B. in E. nicht entgegengehandelt, als er die vielbesprochene und nach unserer Ueberzeugnnz ohne Prüfung der Gründe ungerecht verurtheilte Trauung vorgenommen. Es lag für ihn keine Veranlagung vor, sich mit dem Orts-Rabbiner, der sein entschiedenes Nein gesprochen, in nähere Verbindung zu setzen. Dagegen können wir mit Bestimmtheit behaupten, daß derselbe vorher das Gutachten eines in der rabbinischen Welt hochgeachteten Theologen eingeholt und demgemäß gehandelr hat. Schließlich noch die Erklärung, daß für uns hiermit diese unerquickliche Angelegenheit erledigt ist. M. Ich suche zum baldigen Eintritt ein junges Mädchen (isr.'i, welches fix kochen kann und die Aussicht über die Dienstmädchen zu übernehmen hat. Prima-Zenguiffe unbedingt erforderlich. [L.c.2252 Herne, i. 25. Frau Sally Weinberg. VGtdflrvcHhöufi*1* Hccf'.itprRoööIt? Pefiilialt - fr** Hotel de Saxe und Verlag von Zaumgärtner's Duchhandlung m Leipzig. Zu beziehen durch jede Buchhandlung: L. A. Albcrl's Englischer Dolmetscher. Anweisung, die englische Sprache binnen kurzer Zeit leicht und ohne Lehrer zu erlernen. Nebst einem Wörterbuche der deutschen und englischen Sprache, worin die Aussprache und richtige Betonung der englichen Worte angegeben ist rc. Soeben ausgegeben in 11. Auflage. Preis eleg. gebdn. 2 M. 40 Pf. “lEtt Restaurant "IIV2 Berlin, 121 Leipzigerstratze 121. Besitzer: I. Cohn, früher Burgstraße 20. Omnibus am Bahnhof. [B. 1347 J TeChnfCUm [~ Facü.-cliule fi r i Mittweida Äasciiiaeii-TBcluiüer | SACHStM. ) Eintritt; Aprii,Qctober. Der Albert'sche Dolmetscher ist bereits in vielen Tausenden von Exemplaren verbreitet und unter den Lehrmitteln für den Selbstunterricht im Englischen auch heutigen Tages noch in allererster Linie zu empfehlen. Selbst der einfache Mann findet sich bei der praktischen Einrichtung dieses kleinen Handbuchs und bei der überall aus das Genaueste angegebenen Aussprache jedO englischen Wortes sofort in das Buch hinein und erwirbt sich durch Benutzung desselben in überräschend kurzer Zeit die Kenntniß der im täglichen Gebrauch am häufigsten vorkommeuden und daher auch zunächst wiffenswerthen Wörter. Rücksichtlich der äußeren Ausstattung ist das Buch handlich und dabei sehr elegant. AH Verlag von Banmgärtner's Buchhandlung in Leipzig. — Druck von Greßner & Schramm in Leipzig. Berantwörtlicher Redakteur vr. L. Philippson.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.