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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-07-28 · Heft 31 (28.7.1885) · p. Seite 503

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 31 (28.7.1885)
Date
1885-07-28
Page
Seite 503 (sequence 15)
Language
German
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503 scre ganze Gemeinde bittet Dich, o Herr, denn wir selbst fürchten all' unsere Drangsale und Leiden vor die Ohren der Regierung zu bringen, aus Angst vor den Bcks, daß sie nicht das Joch, das uns erdrückt, erschweren, sei Du unser Fürsprecher vor der erhabenen Negierung, welche über unser cn Stand und unser Leben nicht unterrichtet ist, lege ihr Alles das dar, was Tu hier gehört, vielleicht wird sie sich unserer erbarmen, uns von der Herrschaft der Beks befreien und uns Wohnsitze auf königlichem Gebiete anweiien. Wir wollen lieber Knechte unteres Königs sein und ihm mit Freuden dienen, als den Beks untcrthänig sein, welche kein Erbarmen und keine Menschlichkeit kennen. Und wir ivollen auch Tag und Nacht für das Wohlergehen und das Glück unseres gnädigen und crbarmungsvollcn Herrschers beten. Dieser Bericht jüdischen Gemeinde des Dorfes Rukol in der Provinz Tobasernas in der Montagsnacht den 1>. Ab d. Jahres 5627. (Es folgen die Namen der Unterzeichneten: der Rabbiner N. Nissim aus Magatis und anderer 30 Personen.) Dieses erzählten mir die Glieder der Gemeinde unter Thronen und Schluchzen. Zum Beweise ihrer Armuth zeigten mir einige, daß ihre ganze Bekleidung blos aus einem Oberkleide und alten zerrissenen Fellen bestehe. Der Grund ihrer Armuth ist der Umstand, daß sie den größten Theil ihrer Zeit dem Dienste ihrer Herren widmen müssen, ohne für sich selbst etwas thun zu können. Zinzerg en. I"-«-» QQyin 4werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet and müssen für die nächsl- Jfolgende Wochennurnmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von T*. ndolf Messe in Le'pzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. K7ntWeliaioMcbrcw Barmhersiae GlaubensgenossenN und "ri"w, STp ist bei einem Fixum von 1« a > u>.f., ncbfr wenigstens 300 Mk. Ncbcm'iiiko->! -en und treicr Wohnung vom t. Sepiemver > >. nU besetzen. Nur Staatsangehörige motten sich bewerben. Reisekosten werben niriii veegület. Bewerbungen sind zu rirhieu an den Borstands-Borsincndcn: A. Boss. Zülz O. 3., im Jnlr iss... Die Stelle eines st..c. 2"8 - f i— f W ist per sofort zu besetzen, mit einem Jahresgehail von 1000 M. baar uriv circa oou M. Nebeneinnahmc. Kann Bewerber Religionsunterricht crtheilen, werden noch 300 M. garanrirr. Reisekosten werden dem Gewählten erstattet. Czempin, im Juli 1885. S. Rothholz, Vorsteher. Die Stelle eines ersten Cnltnsbennrten, welcher geprüfter Rcligionslchrer sein muß, von Zeit zu Zeit reugiöse Kauzetvorrrägc Hallen, als Vorbetcr einen Chor dirigiren, auch dem Schachet im BehinderungsfaUe zu vertreten hat, ist zum 1. April 1886 an hiesiger Gemeinde vacant. [B.2801 Gehalt 1800 Mark nebst freier Wohnung und einigen Nebenernkommcn. Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis l. September a. c. bei dem Unterzeichneten Borstaude melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Schlawe i. Pommer«, Juni 1885. Der Borstand der Synagogen - Gemeinde. A. Salomo«. Es ist fe.ü geiovhnllchrr null, Kv uns vcraiilaßt uns in dieser <zornt an die Wodl'batigen in Israel und an alle wahren Meuscheusrennde mit der bescheidenen Bitte zii wenden uns in der Linderung von Roth und Elend hochherzig unterstützen zu wollen. Ern hier wohubaster, fleißiger und redlicher Familienvater ist seit mehreren Jahren in Folge wiederholter KrankHeits- und Unglücks-Fälle trotz angestrengter Bemühungen mctit im stände gewesen die sechs Seelen, seine Frau und süus uuuiündige Kruder, deren Erhaltung von ihm abhängig ist, selbst nach dem bescheidensten Maßstabe zu ernähren. Unsere Gemeinde ist klein und selbst umcv wenigen Mitgliedern giebt es nur einige die als bemittelt gelten könnie»- noer trotzdem haben wir bisher aus eigenen Mitteln nach unseren Kräften uuo oder unsere Kräfte hinaus zur Unterstützung und Erhaltung dieser unglücklichen Familie beigetrageu. Wäre keine Veränderung cingetreten, so hätten wi: gerne nach wie vor uns dieser Aufgabe unterzogen und hätten uns auch jetzt nicht gestattet das auch sonst mit Wohlthätigkeitsangelegenheiten aller Art so sehr in Anspruch genommene Publikum zu belästige!'. Aber leider ist es nun so weit gekommen, daß die letzten Besitzthümer dieser Unglücklichen, ihr Wohnhaus uns ihr bischen Feld, verkauft werden sollen. Dieses zu verhüten ist u u s allein unmöglich. Die Kosten, welche die Rettung der Aermsten vor Obdacblosigt it und Jammer erfordert, sind für unsere kleine un bemittelte Gemeinde unerschwinglich. Deshalb und deshalb allein wenden wir uns an die Wohlthätigen und Barmherzigen in Israel, und rufen Euch zu „Hebet doch diese große rtss, seid uns behilflich , diese unglücklichen Menschen vor entsetzlichem Elend zu bewahren. Ecinnert Euch zb-y Z"p 'hstz bx~X2'Z n.-x rs: z^pcr: „Wer eine Seele in Israel vor dem Untergange rettet, ist, als ob er eine ganze Welt gerettet. Und der Segen nicht blos der Unglücklichen, die Ihr rettet, sondern auch unser aller wird Euere Belohnung sein." Beiträge nimmt gern entgegen, der Unterzeichnete Vorstand Nordheim, v. d. Rhön. Abr. Schön,! Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde

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