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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-07-21 · Heft 30 (21.7.1885) · p. Seite 487

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 30 (21.7.1885)
Date
1885-07-21
Page
Seite 487 (sequence 15)
Language
German
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487 Pflichtet ist, mir beizustehen und in den Grenzen des Gesetzes mit allem Möglichen mich in meinen Forschungen zu unterstützen. Der Aelteste erklärte sich sofort bereit, im Sinne des Geleitbriefes zu handeln. Vor Allem verlangte ich von ihm, er soll mir zwei „Nucker" zur Verfügung stellen, die bei mir Wache halten sollen und daß er mich zu dem „Beken" (Fürsten) begleite, was auch bald geschah. In Begleitung meines Dolmetsch, Rabbi Akiba, des Rabbiners Rabbi Nisim und einiger Greise des Dorfes machte ich mich nach dem oberen Dorfe auf. Dort angelangt, schickte der Aelteste auf meine Bitte einen Nucker zu dem Fürsten mit der Meldung, daß ich ihn sprechen will, welcher bald mit der Antwort zurückkehrte, daß die Fürsten mich vor ihren „Palais" erwarten. Nach einigen Minuten erschienen auch Agassi-Bek, Lcker- Bek, Hassan-Bek in Begleitung der Vornehmen des Dorfes mit dem örtlichen Mulla an der Spitze. Nachdem sie mich freundlich begrüßt und über meine zurückgelegte Reise sich erkundigt hatten, brachte man auf ihr Geheiß prächtige Teppiche aus dem Palais und breitete sie unter einem großen Baume aus. Darauf fetzten die Herren sich nieder und luden auch mich und meinen Dolmetsch ein, Platz zu nehmen. Die übrigen Leute aber stellten sich im Halbkreise hinter uns. Ich überreichte meinen Geleitbrief dem Agassi-Bek, den er j dem Mulla übergab, welcher ihn laut vorlas, worauf sie! alle eiklärten, daß sie bereit seien, mit allen ihnen zu Ge-! bote stehenden Mitteln mir beizustehen. Darauf wurden > Tfcherni verschiedene Anerbieten der Gastfreundschaft gemacht, j welche er bis auf den Empfang von Talglicht, das er zu seiner Beschäftigung nöthig hatte, dankbar ablehnte. Nun bat er den Fürsten, „daß er die ganze Gemeinde von ihrer Arbeit befreie, sie versammle, und ihnen befehle, ihm auf alle feine Fragen Antwort zu geben", welche Bitte ihm auch bald erfüllt wurde, worauf Tfcherni und seine Genossen nach dem oberen Torfe ausbrachen. (Schluß folgt.) Die Stelle eines [L.c.2088 Anzeigen. 4* rv werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächstfolgende Wochennummer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Pensionat und Höhere Töchterschule von [L. 851) Frau Dr. Leverson in Hannover, Thiergartenstraße 3 und 4. ——Aufnahme von Zöglingen zu jeder Zeit. — Verlag von Kaumgärtner's Luchhandlung in Leipzig. Zu beziehen durch jede Buchhandlung: L. A. Albcrt's Englischer Dolmetscher. Anweisung, die englische Sprache binnen kurzer Zeit leicht und ohne Lehrer zu erlernen. Nebst einem Wörterbuche der deutschen und englischen Sprache, worin die Aussprache und richtige Betonung der englichen Worte angegeben ist re. Soeben ausgegeben in 11. Auflage. Preis eleg. gebdn. 2 M. 40 Pf. Der Albcrt'sche Dolmetscher ist bereits in vielen Taufenden von Exemplaren verbreitet und unter den Lehrmitteln für den Selbstunterricht im Englischen auch heutigen Tages noch in allererster Linie zu empfehlen. Selbst der einfache Mann findet sich bei der praktischen Einrichtung dieses kleinen Handbuchs und bei der überall auf das Genaueste angegebenen Aussprache jedes englischen Wortesofort in das Buch hinein und erwirbt sich durch Benutzung desselben in überraschend kurzer Zeit die Kenntniß der im täglichen Gebrauch am häufigsten vorkommenden und daher auch zunächst wifienswerthen ÄLörter. Rücksichtlich der äußeren Ausstattung ist da- Buch handlich und dabei sehr elegant. HA?. &A?.KJM’-.HA?-HA?'.nA? HA» §> ist per sofort zu besetzen, mit einem Jahrcsgehalt von IOüO M. baar und circa 60o M. Nebeneinnahme. Kann Bewerber Religionsunterricht ertheilen. werden noch 300 M. garantirr. Reisekosten werden dem Gewählten erstattet. Czempin, im Juli 1885. S. Rothholz, Borsteher. Die 3. Lchrerstclle an unserer Religion--. schule ist vom t. Oktober d I. ab zu besetzen, j Bewerber müssen auch veri stehen. Persönliche Vorstellung ist erwünscht,! Reisekosten werden nicht vergütet. Gehalt j 750 Mark jährlich und freie Wohnung. '■ Pleschcn, den 2 3. Juni 188 >. iBr.449! Ter Vorstand der jüdischen Korporation. Sehr reelles Heirathsgesuch. Eine Dame, 21 Jahre, gebildet, liebenswürdig , häuslich, von edlem Characier und sehr angenehmem Aeußeren, aus feiner Familie, sucht als Lebensgefährten einen älteren Herrn in nachweisbar günstigen Verhältnissen. Ernstgemeinte Anträge unter „Frautes Keim" befördert Rudolf Molle, Leipzig. (L.e.2026) Soeben erschienen: Das Problem der höchsten Wissenschaft. Ein erster Versuch z. Einführ.in eine neue Philosophie. Von Frdr. Robert. Preis 50 Pf. Skrzeczek's Verlag, Löbau, Wpr.

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