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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-02-17 · Heft 8 (17.2.1885) · p. Seite 131

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 8 (17.2.1885)
Date
1885-02-17
Page
Seite 131 (sequence 15)
Language
German
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NWWWWM 131 unterdrückte, lauggedehnte, singende Klagelaute, in denen die Väter den Kindern von ihren Vorfahren erzählten, welche an den Ufern Babylons ihre Harfen zerschlugen und die Finger au der Hand abschnitten. Sie wollten in der Gefangenschaft sich von Niemand zum Besingen des gebenedeiten ) Landes Chavil zwingen lassen, das irgendwo im Süden Arabiens gelegen, zehn israelitische Stämme beherbergte, die in Frieden, Glück und Ruhe mit einander hausten, die weder Kampf noch Waffen kannten, wollten nicht den heiligen Fluß Sabbatiou. der die israelitischen Flüchtlinge vor den Augen ihrer Verfolger barg, besingen. Es kam jedoch eine Zeit, wo hier und da an Freitag- Abenden die kleinen Fenster der Häuser in hellem Lichtschein erglänzten, und weit hinaus das lärmende Geräusch laut geführter Gespräche und gemeinsamer Gebete hörbar wurde. Die Rabbaniten rückten heran. Verehrer talmudischer Weisheit, Verehrer des blinden Glaubens in mündlicher Ueberlieferung, gesammelt und vorgeschrieben durch die Tanaiten und Gaonim, rückten sie heran und verdrängten aus ihren Wohnsitzen das kleine Häuflein der Ketzer und Kämpfer. Unter dem Einfluß dieses Zuströmens schmolz allmählig die karaitische Gemeinde. Den Todesstoß versetzte ihr ein Mann, wohlbekannt in der Geschichte der polnischen Juden, Michael Ezofowicz Senior. I (Fortsetzung folgt.) "Anzeigen. Ty* OAyn werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- 1 11 mCI iAt Uv folgende Wochenmunmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Mosse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. % In tiefer Betrübniß zeigen wir hierdurch an, daß unser Cnltusbeamter, [K. 99 Herr Lehrer nud Cantor Salomon Modi , am 27. v. M. nach kurzem, schweren Leiden I entschlafen ist.! Ein edler Freund im Familienleben, ein! bernfSfrendiger Förderer des Gemeindewohles, hat sich der Verklärte durch sein Wirken in Synagoge und Religionsschule ein unver-, gänzliches Verdienst um die hiesige Gemeinde erworben, welches von derseloen nie vergessen werden wird. Poppelsdorf b. Bonn. imFebr. 1885. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. L. A. Katz. Hermann Seligman«. Am 27. v.M. verschied nach mehrtägigem Krankenlager der zweite Lehrer unserer Religionsschule [K. 100 Herr Salomon Jakobi im 58. Lebensjahre. Die Treue und Gewissenhaftigkeit in der Erfüllung seiner Berufspflichten, sowie die anerkenneustverthen Erfolge seiner Lehrtüchti gkeit, sichern ihm bei uns ein bleibendes und ehrendes Andenken. Bonn, im Februar 1885. Der Vorstand der Synagoge»-Gemeinde. R. Goldschmidt. I. Bock. I. Meyer. Wir suchen zum 1. Juni 1885 einen Cultusbeamten. Festes Gehalt 600 Mk, welches sich durch Nebeueillkonuuea auf mindestens 1300 Mk. erhöht. Bewerber, welche Befähigung zum Religionsunterricht nachweifen können, wollen sich au den Unterzeichneten wenden. [L.682 Stuhm, im Februar 1885. Der Vorstand der Synagogen - Gemeinde. O. Herrmaan. Die durch das Dahinscheiden des Herrn j S. Jakobi erledigte Stelle eines [K. 101 \ Lehrers und Cantors i soll schleunigst wieder besetzt werden. Das jährliche Gehalt berrägt 1000 Mark, die Emolumente belaufen sich auf etwa 400 M. Bewerber wollen Ihre Zeugnisse an den Rabbiner der Synagogen - Gemeinde zu Bonn, Herrn Dr. Cohn einsenden. Povpelsdorf b. Bonn, im Febr. 1885. Ter Vorstand der Synagogen - Gemeinde. L. A. Katz. Hermann Seligmann. Durch das am SO. Januar d. I. erfolgte Hinscheiden unseres hochgeachteten Lehrers ist die hiesige Stelle als sl.. 647 Religionslehrer, Vorbeter und Schächter neu Zu besetzen. Qualificirte Bewerber werden ersucht, mst dem Unterzeichneten Vorstand in Unterhandlung zu treten, welcher weitere Auskunft gern erteilt. Suhl in Thüringen. Der Vorstand der Synagoge» - Gemeinde. Meyer. Zum 1. Avril d. I. soll die Stelle eines ReligionArhrrrs, Vorbetrrs u. Schächters bei der hiesigen Gemeinde neu besetzt werden. Fester Gehalt M. 1000 x»r. anno und ca. 3—400 Mk. Nebeneinkünfte. Geeignete Re flectanten wollen sich bei Einsendung Ihrer Zeugnisse wenden an den Vorstand der jüd. Gemeinde in [L. 523 Reubrand enbnrg - Mecklenburg. Gustav Götz. In meinem bomslomm« für israelitische Töchter, tas ich am 1. April er. nach der Potsdamerstr. 30 a, nahe d. Thiergarten verlege, finden junge Mädchen behnfs höherer Ausbildung, wie schulpstickstige Kinder, liebevolle Aufnahme. Gute Referenzen. Frau > Alma Silbermann, gepr. Lehrerin, Berlin C., Nene Schönhauserstraße 2. sv. «57 Vaean;. An dem Mädchenwaisenhanse des israelitische« Frauen-Vereins dahier soll zum l. Mai d. I. die Stelle der Vorsteherin neu besetzt werden, welcher die Erziehung der Waisenmädchen und die obere Leitung des Hauses obliegt. [F. 432 Mit dieser Stelle ist bei völlig freier Station ein entsprechendes gutes Eiakommeu verbunden. Unverheirathe Damen oder kinderlose Witt wen in dem Alter zwischen SO u. 40 Jahren, welche in der Erziehung von Mädchen erfahren und mst hinreichender Bildung ausgestattet sind, wollen ihre Meldungen unter Beifügung ihrer Zeugnisse und eines Gesundheitsattestes baldigst, spätestens bis zum 1. März d. I. gelangen lassen an Rudolf Masse, Frankfurt a. M. unter ChiffreF.4276. Pensionat in Gondershausen. Zu Oster» finden junge Mädchen frenndl. Aufnahme. Höhere Töchterschule, Lehrerinnen-Seminar u. Konservatorium der Mnfik am Platze, gründliche Erlernung des Haushalts und aller weiblichen Handarbeiten, sowie Gelegenheit zur gesellschaftlichen Ausbildung im Hau,e. Gute Referenzen durch den Herrn Realschul-Direktor Schmidt. l_L. 547 Fra» Oberlehrer Goldschmidt. Israelit. Töchter-Penfionat und Höhere Unterrichts-Anstalt. Gegründet 1864. [L. 564 Aufnahme von Zöglingen jeder Zeit. Prospekte auf Wunsch. Krau Direktor Therese Gromm. Berlin, 11 Hiuderfin-Str. — Königs-Platz. Für mein Lumpen en gros Geschäft suche ich einen Lehrling mit guter Schulbilvung. ö. 392j M. Cohn, Görlitz.

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